"SOKO München"-Star Florian Odendahl: Deshalb beherrscht er die Gebärdensprache

Florian Odendahl spielt in der neuen SOKO München Folge "Stille Liebe" den Gerichtsmediziner Dr. Maximilian Weissenböck, der die Gebärdensprache beherrscht. Im Interview mit Gala.de verrät er, wieso die Rolle für ihn gar nicht so schwierig war

Florian Odendahl spielt in der neuen SOKO München Folge einen Gebärdendolmetscher.

Florian Odendahl, 44, spielt in der neuen Folge von SOKO München einen Gerichtsmediziner, der Gebärdensprache sprechen kann. In der ZDF-Kriminalserie ist der deutsche Schauspieler bereits seit 2008 als Dr. Maximilian Weissenböck zu sehen. Dass der Gerichtsmediziner auch die Gebärdensprache beherrscht, wird erst in der neuen Folge verraten.

Florian Odendahl in "Stille Liebe": Darum geht es

Gerichtsmediziner Dr. Maximilian Weissenböck (Florian Odendahl) und Katharina (Bianca Hein) bekommen während einer Busfahrt ein brisantes Gespräch unter drei Gehörlosen mit. Die drei vermuten, dass ihr Praktikant, Leo Bergmann, ermordet wurde. Dr. Weissenbeck, der die Gebärdensprache versteht und das Gespräch mitbekommen hat, will, dass eine Ermittlung eingeleitet wird. Die Kriminalpolizei sieht aber keinen Fall. Erst als die Leiche von Leo Bergmann auftaucht wird der Fall eröffnet.

Florian Odendahl über seine Bezüge zur Gebärdensprache

GALA: In der neuen SOKO München-Folge "Stille Liebe" fungieren Sie als Gebärdendolmetscher. Dafür mussten Sie nicht einmal Gebärdensprache lernen. Wie kam es dazu?

Florian Odendahl: Meine Großeltern mütterlicherseits waren beide gehörlos. Ich bin mit der Gebärdensprache groß geworden. Diesen familiären Hintergrund habe ich auch direkt auf meine Rolle beziehen können.

GALA: Wie war es, als Kind gehörlose Großeltern zu haben, wie ist es heute?

Odendahl: Für mich war es etwas ganz Selbstverständliches. Wir hatten ein sehr liebevolles Verhältnis zueinander. Und ganz nebenbei hatte ich noch eine weitere Muttersprache. Es hat mich sehr gefreut, dass die Produktion meinen privaten Hintergrund mit in das Drehbuch einbringen konnte. Leider sind meine Großeltern schon seit einigen Jahren tot und ich vermisse sie sehr. Die Gebärdensprache nutze ich noch heute als "Geheimsprache" zwischen mir und meinen Eltern, wenn jemand anders unser Gespräch nicht hören soll (lacht).

GALA: Sieht man die Dinge damals und vielleicht auch heute dadurch anders oder erlebt Dinge anders?

Odendahl: Durch das Handicap meiner Großeltern hat sich mein Blick auf "Recht und Unrecht" geschärft. Durch meine Mutter weiß ich heute, dass sie früher oft als Menschen zweiter Klasse angesehen und sehr ungerecht behandelt wurden. Ich kann es nicht leiden, wenn man auf "Schwächeren" herumhackt, sowas macht mich wütend. Heutzutage ist die Gebärdensprache eine anerkannte Sprache und die Betroffenen werden besser integriert. Außerdem haben Gehörlose heutzutage viel bessere Möglichkeiten als früher. Durch SMS, Bildtelephonie und Internet wird die Kommunikation, aber auch die Informationsvergabe vereinfacht im Vergleich mit früher. Auch in der Bildung und durch das Behindertengleichstellungsgesetz hat sich viel getan. Trotzdem besteht auch hier noch weiterer Handlungsbedarf.

SOKO München

Amanda da Gloria stürzt sich ins Risiko

Amanda da Gloria als Kommissarin Toni Bischoff in "SOKO München"

GALA: Konnten Sie sich durch Ihr Wissen gut oder vielleicht sogar besser in die Rolle hineinversetzen?

Odendahl: Absolut, außerdem konnte ich die Dramaturgin dabei unterstützen, Klischees wie z.B. den Begriff "taubstumm" zu vermeiden. Wenn jemand gehörlos ist, heißt das nicht, dass er keine Stimme hat, sie hört sich für das Ohr von Hörenden einfach nur ungewohnt an. Meine Gebärdensprache habe ich mit Hilfe einer Gebärdendolmetscherin wieder auffrischen können. Das war ein großer Spaß, teilweise aber auch sehr emotional für mich.

GALA: In der Folge wird erst keine Ermittlung gestartet, da die Worte gebärdet wurden. Denken Sie, dass sie früher gestartet wäre, wenn die Worte gesprochen worden wären?

Odendahl: Vermutlich wären die Ermittlungen früher gestartet worden. Das gesprochene Wort scheint wohl glaubwürdiger zu sein als das gebärdete. Unsere Welt ist vollkommen auf Hörende eingerichtet. Es braucht mehr Verständnis und Dialog.

Darsteller damals und heute

Was wurde eigentlich aus diesen Stars?

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Mit ihrer Rollen als kühle-sachliche Ermittler in der TV-Kultserie „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“ werden die Schauspieler David Duchovny und Gillain Anderson 1993 schlagartig bekannt. 2016 kommt es sogar zu einem Revival der Serie. Doch was machen die Kult-Darsteller eigentlich heute? 
David Duchovny spielt von 1993 bis 2002 den „Akte X“-Agenten Fox Mulder. Nach neun Staffeln ist jedoch Schluss, weil die Serie derart gestreckt wird, dass Duchovny angeblich die Lust verliert. Ab 2007 kann der Schauspieler in der Serie „Californication“ an seinen großen Erfolg anknüpfen.   Auch Gillian Anderson ermittelt neun Jahre lang in „Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI“. Für ihre Rolle der Agentin Dana Scully wird sie unter anderem mit einem Golden Globe und einem Emmy ausgezeichnet. Nach ihrem Serienengagement ist Anderson vor allem als Schriftstellerin tätig und hat sich auch vereinzelt als Regisseurin versucht. Auch optisch hat sich die Schauspielerin verändert. Ihr Markenzeichen als Dana Scully, die roten Haare sind nun Blond. 

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Verwendete Quellen: ZDF

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