Wetten, dass...?: "New York Times" macht sich über deutsches TV lustig

Jetzt machen sich sogar schon die Amerikaner über "Wetten, dass...?" lustig. Die "New York Times" veröffentlichte einen ausführlichen Verriss der größten europäischen TV-Show. Ist "Wetten, dass...?" wirklich ein "Showformat aus einer anderen Zeit"?

Geschrieben hat den Artikel der Berlin-Korrespondent der "New York Times" Nicholas Kulish. Bereits die Überschrift klingt wenig schmeichelhaft: "Stupid German Tricks, Wearing Thin on TV", auf Deutsch: "Blöde deutsche Tricks, die sich im Fernsehen abgenutzt haben". Und der nachfolgende Artikel lässt kein gutes Haar an "Wetten, dass..?". Kulish lästert über das angeblich veraltete Format der Show, Moderator Markus Lanz (43) nennt er einen "fleißigen Schuljungen". Das Herzstück der Sendung, die Wetten, nennt er "schrullig" und befand, dass Tom Hanks (56), der während einer Wette eine Katzenmütze tragen musste "elendig" ausgesehen habe. Kulish zitiert den Hollywood-Star mit dem Satz: "Wenn du in den Vereinigten Staaten in einer TV-Show sitzt, die vier Stunden dauert, würden die Verantwortlichen für diese Show am nächsten Tag gefeuert werden."

Markus Lanz wird mit den Worten zitiert: "Einige Leute sagen, wenn irgendetwas einen Atomkrieg überleben würde, wären das Kakerlaken und "Wetten, dass..?".  Für Kulish sind die Überlebenschancen der Show deutlich gesunken. Auch Hollywood-Schauspieler Denzel Washington (58) kommt ausführlich zu Wort. Der Schauspieler war Gast der letzten "Wetten, dass..?"-Sendung und hatte die Sendung als "Showformat aus einer anderen Zeit" bezeichnet. Damit ist die Diskussion über ein Weiterleben von "Wetten, dass...?" nach dem Abgang von Thomas Gottschalk (62) und dem Skandal um Schleichwerbung in der Sendung nun wohl auch auf der anderen Seite des Atlantiks angekommen.

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