Jorge Gonzalez: Brief an Guido Westerwelle

Der aus Kuba stammende Jorge Gonzalez setzt sich für die Menschen in seiner Heimat ein - und wendete sich nun sogar an Außenminister Guido Westerwelle

Wie die "Bild" berichtet, möchte Jorge Gonzalez dafür kämpfen, dass das Handelsembargo der USA gegen Kuba aufgehoben wird. Dafür hat Jorge Gonzalez, der seine Heimat in den Achtziger Jahren verließ und in der damaligen Tschechoslowakei Radioökologie studierte, einen Brief an Bundesaußenminister Guido Westerwelle geschrieben. Seit mehreren Jahrzehnten besteht das Embargo, welches nicht nur den Handel mit Kuba verbietet, sondern auch wirtschaftliche Kooperationen ausschließt. Es trat ursprünglich als Reaktion auf die Enteignung amerikanischer Gelder durch die kubanische Regierung in Kraft und gilt noch heute.

Jorge Gonzalez weiß, wie sehr das Embargo der kubanischen Bevölkerung schadet. Der "Bild" erklärte er: "Es geht dem kubanischen Volk sehr schlecht. Ich kenne viele Rentner, die von 200 Gramm getrockneten schwarzen Bohnen pro Woche leben müssen. Das ist menschenunwürdig! Das Embargo trifft die Falschen - Kuba ist keine Bedrohung für die internationale Staatengemeinschaft", so der frühere "GNTM"-Coach.

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In seinem Brief, der der Boulevardzeitung vorliegt, schreibt er unter anderem: "Ich konnte mich gerade wieder selbst davon überzeugen, dass es dem kubanischen Volk sehr schlecht geht". Das Embargo träfe nur die arme Bevölkerung - der politischen Klasse liefere es nur ein leichtes Feindbild.

Weiter fordert Jorge Gonzalez Außenminister Guido Westerwelle dazu auf, mit US-Präsident Barack Obama über das Embargo zu sprechen. Dieser ist momentan zu Gast in Berlin. "Es wird sich so schneller Freiheit und Demokratie für alle Kubaner ergeben als mit der jetzigen Situation, in der Kuba keinen freien Handel betreiben kann", heißt es weiter.

Jorge Gonzalez war erst kürzlich in seiner Heimat zu Besuch und möchte nun angeblich auch seinen 91-jährigen Vater nach Deutschland holen.

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