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Irene Fischer "Lindenstraße"-Star litt nach Brustkrebs-OP unter Depressionen

Irene Fischer
© WDR
"Lindenstraße"-Star Irene Fischer (53) geht mit einem erschütternden Geständnis an die Öffentlichkeit. Die Schauspielerin konnte fünf Jahre nicht richtig schlafen. Schuld daran war eine Depression nach einer Brustkrebsoperation.

Seit 26 Jahren spielt Irene Fischer in der ältesten Soap-Opera Deutschlands, der "Lindenstraße", die Rolle der Anna Ziegler. Privat musste die Schauspielerin in den vergangenen Jahren die Hölle durchmachen, wie sie jetzt in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung offenbart: "Ich litt an Brustkrebs. Im Zuge der Behandlung wurde ich vor fünf Jahren operiert. Eines der Narkosemittel kann Depressionen auslösen. Bei mir war es so - nur: Ich habe nichts gemerkt."

Irene Fischer konnte kaum noch schlafen, nur drei bis vier Stunden am Stück. "Wenn du nicht schlafen kannst, dann drehen sich die Gedanken permanent im Kreis. Es war furchtbar, nicht abschalten zu können", so der "Lindenstraße"-Star. Ärzte rieten Fischer zu Yoga sowie zu Koffein- und Alkoholverzicht - doch nichts half. Erst als sich Irene Fischer nach langem Zögern in psychiatrische Behandlung begab, erfuhr sie die Diagnose, mit der sie nie gerechnet hatte: "Sehen sie: Ich bin glücklich. Ich habe Kinder, Enkelkinder, einen der schönsten Berufe der Welt. Depression wäre mir nie in den Sinn gekommen. Doch Tests ergaben, dass das Narkosemittel chemische Reaktionen in meinem Gehirn verändert hat." Zum Glück konnten die Ärzte der "Lindenstraße"-Darstellerin helfen: "Ich bekam ein Antidepressivum - und konnte endlich schlafen."

Den Schritt, mit ihrer Krankheit an die Öffentlichkeit zu gehen, begründet Irene Fischer mit ihrem sozialen Engagement: "Seit Januar bin ich Botschafterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die sich für Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten einsetzt. Meine Botschaft ist: Auch mit Depressionen kann man ein erfülltes Leben leben."

CF

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