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"Herrchentausch" Proteste gegen VOX-Doku-Soap

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© CC Flickr/kankuna.de
Bereits vor dem Start der neuen Doku-Soap "Herrchentausch" am 23. Februar auf VOX gibt es Proteste. Zahlreiche Tierfreunde befürchten, dass Hunde in der Sendung aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen und für die Zuschauerquote gequält werden könnten. Laut dem Sender handelt es sich jedoch um ein Missverständnis.

Die neue Doku-Soap "Herrchentausch" lehnt sich an das erfolgreiche Konzept der Sendung "Frauentausch" an - nur dass diesmal nicht Frauen, sondern Hunde im Mittelpunkt stehen. Zwei unterschiedliche Familien mit Hund müssen für eine Woche mit einem Herrchen oder Frauchen aus der jeweils anderen Familie zurechtkommen. Seit VOX die Doku-Soap im vergangenen Sommer ankündigte, protestieren zahlreiche Tierfreunde gegen die vermeintliche Tierquälerei. Sie befürchten, die Tiere würden bei dem Format aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen. Auf Facebook bildete sich sogar eine Gruppe namens "NEIN zur VOX Doku-Soap Herrchentausch". Dort rufen die Initiatoren dazu auf, dass man nicht zulassen solle, dass "Hunde zum Spielball der Nation" werden.

Nach Meinung des Senders liegt bei der Diskussion um "Herrchentausch" jedoch ein Missverständnis vor. Denn nicht - wie viele der Protestler annehmen - der Hund wechselt seine Umgebung, sondern nur eines der Herrchen wird ausgetauscht. Jan Biekehör, zuständig für die Tierformate bei VOX, verteidigte das Format gegenüber dem Mediendienst "DWDL.de": "Da werden Gewohnheiten und Spielregeln infrage gestellt, was zu Diskussionen führt. Die Hunde verlassen nicht ihr gewohntes Umfeld und werden nicht ihren Lieben entrissen. Sie tun keine unnatürlichen Dinge und zu keinem Zeitpunkt entstand während der Dreharbeiten Stress für die Tiere".

Stattdessen betonte Biekehör den Nutzen eines solchen Tausches: "Alle beteiligten Familien haben in ‚Herrchentausch' etwas über sich und ihren Umgang mit ihren Tieren gelernt. Kein Hund musste für dieses Programm leiden, aber einige haben von den neuen Erfahrungen ihrer Herrchen und Frauchen profitiert". Ob das die Gemüter der Tierschützer beruhigen wird, bleibt abzuwarten.

CF

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