Ari Behn

Ari Behn war von 2002 bis 2016 Ehemann der norwegischen Prinzessin Märtha Louise und Vater ihrer drei Töchter (hier mit der Ältesten, Maud, 2004)

Ari Behn (1972 geboren als Ari Mikael Bjørshol) war ein norwegischer Dokumentarfilmer, Künstler und Schriftsteller. Bekannt wurde er durch seine Hochzeit mit der norwegischen Prinzessin Märtha Louise im Jahr 2002. Ari Behn verzichtete aber auf jegliche Titulierung und wurde kein Mitglied des Königshauses. Gemeinsam haben sie drei Töchter. Märtha und Ari trennten sich 2016 offiziell, kümmerten sich aber weiterhin gemeinsam um die Kinder.

Am 25.12.2019 wurde bekannt, dass Ari Behn nach Suizid verstarb.

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Warum wurde Ari Behn trotz Heirat kein Mitglied des Königshauses?

Ari Behn war ein streitbarer Geist - das muss man in seinem Berufsfeld wohl sein und das ist auch der Männergeschmack der Prinzessin. Er hatte sich in einem Film mit Kokainkonsumenten gezeigt. Er hatte kritisch zum Afghanistankrieg Stellung genommen. Er bekannte sich dazu, die Arbeiterpartei zu wählen und betonte den Arbeiter-Background seiner Familie (sein Großvater war zwar Automechaniker, aber seine Eltern Pädagoge und Psychotherapeutin). Ari Behn wollte sich nicht in einer Art und Weise diplomatisch verhalten müssen, wie man das als vollwertiges Mitglied des Königshauses tun muss. Also entscheiden alle Beteiligten, dass es besser wäre, ihm keine dezidierte Rolle im Königshaus zuzuteilen, sondern ihn einfach nur als Ehemann der ebenfalls etwas rebellisch veranlagten Prinzessin Märtha Louise willkommen zu heißen - ohne Titel und Pflichten.

Was verbindet Märtha und Ari?

Beide verstehen sich als Freigeister. Ari Behn besuchte eine Waldorfschule, Märtha Louise betrieb eine Engelsschule und schreibt Bücher über hochsensible Menschen und ihre spirituellen Möglichkeiten. Beide teilen eine große Liebe für Literatur. Und natürlich zogen sie gemeinsam ihre drei Töchter auf.

Hochzeit und Familie

Beide verlobten sich 2001 und heirateten im Mai 2002 im Nidarosdom in Trondheim. 2003, 2005 und 2008 kamen ihre Kinder zur Welt - drei Töchter: Maud Angelika, Leah Isadora und Emma Tallulah. Die beiden jüngeren Mädchen kamen per Hausgeburt zur Welt. 2004 zog die Familie für ein Jahr nach New York.

Bei einigen wenigen Auftritten (Geburtstagen, Hochzeiten, Nationalfeiertag) pro Jahr konnte man Ari Behn mit Märtha und den Kindern und den restlichen Mitgliedern der Königsfamilie gemeinsam auftreten sehen. Ansonsten legte Behn Wert auf seine Rolle als Privatmann - ähnlich wie Chris O'Neill, der Ehemann von prinzessin madeleine, es in Schweden handhabt.

2016 wurde die Trennung von Ari Behn und Märtha Louise bekannt.

Was wurde aus Ari Behn?

Auch nach der - nicht ganz einfachen - Trennung kümmerten sich Märtha Louise und Ari Behn weiter beide um ihre Töchter. Auch wenn Märtha in einem Interview 2016 klagte, es sei schwierig und eine große Umstellung, zwischenzeitlich auch mal wochenlang ganz allein für die Kinder zuständig zu sein.

Seit 2017, dem Jahr der offiziellen Scheidung, wurde Ari Behn eine neue Freundin zugeschrieben, zumindest wurde er häufiger gemeinsam mit der gleichen Frau gesehen, einer Juristin. Außerdem machte er Schlagzeilen damit, dass er Schauspieler Kevin Spacey beschuldigte, ihn bei einem Nobelpreisdinner unter dem Tisch begrapscht zu haben.

2019 ging die Presse wieder etwas offensiver auf Behn zu, weil sie sich Statements zu Märtha Louises umstrittenem neuen Freund, einem US-amerikanischen Schamanen, erhofften. Ansonsten war aber wenig von ihm zu hören. 2018 veröffentlichte er ein Buch, "Inferno", das sich mit dem Thema psychischer Probleme beschäftigte.

Am 25.12.2019 ließen Hof und auch das Management von Ari Behn wissen, dass der Schriftsteller sich selbst das Leben genommen habe. In einer Beileidsbekundung von König Harald von Norwegen hieß es: "Mit großer Trauer haben Königin Sonja und ich vom Tod Ari Behns erfahren. Ari war ein wichtiger Bestandteil der Familie über viele Jahre hinweg und wir haben erinnern uns voller Wärme an ihn. Wir sind dankbar, dass wir ihn kennenlernen durften. Und wir trauern darüber, dass unsere Enkelkinder nun ihren lieben Vater verloren haben (...)"

(cfu)