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Ari Behn (†47) Eltern geben emotionales Interview über seine letzten Minuten

Ari Behn (†47)
Ari Behn (†47)
© Dana Press
Der Todestag Ari Behns jährt sich heute zum ersten Mal. In einem Gespräch mit "Se og Hør" haben seine Eltern ihrem Schmerz noch einmal Ausdruck verliehen und dabei sehr detailliert geschildert, was sich in Aris letzten Lebensmomenten abgespielt hat.

Niemals werden die Hinterbliebenen von Ari Behn , †47, das Weihnachtsfest 2019 vergessen. Denn am 25. Dezember entschied sich der Ex-Mann von Prinzessin Märtha Louise, 47, seinem Leben ein Ende zu setzen. Bis heute ein schier unbegreifliches Erlebnis – vor allem für seinen Vater Olav Bjørshol, der Ari damals tot auffand. In einem ehrlichen Interview mit "Se og Hør" denken Olav und Aris Mutter Marianne noch einmal an die letzten Wochen und Tage vor dem Tod ihres Sohnes zurück.

Ari Behn war entkräftet

Eine Woche vor Weihnachten war Ari Behn wegen einiger körperlicher Probleme ins Krankenhaus eingeliefert worden, erzählt Olav Bjørshol. Als er seinen Sohn an Heiligabend dann aus der Klinik abholen konnte, war er vom Zustand seines Sohnes mehr als erschrocken. "Es tat mir weh, ihn so müde und entkräftet zu sehen. Ich hatte ihn zuvor vor nicht allzu langer Zeit zuletzt gesehen. Was war in dieser kurzen Zeit mit Ari passiert?", fragt er sich bis heute.

An den Weihnachtsabend, den er mit Ari verbrachte, erinnert sich Olav mit Wehmut. Ari habe kaum etwas gegessen, wirkte abschlagen und entkräftet. "Es war unglaublich. Ich konnte meinen Sinnen kaum trauen. Es war so ein großer Unterschied", erinnert er sich im Interview mit "Se og Hør". 

Olav fand Ari leblos im Atelier

Was sich am 25. Dezember 2019 in seinem Haus abspielte, versteht Olav bis heute nicht. Die ganze Familie war zusammengekommen, um Weihnachten zu feiern. Als es an der Zeit für das Essen war, zog sich Ari zurück. Er blieb so lange verschwunden, bis sein Vater nach ihm zu suchen begann. Er fand ihn im Atelier vor. Er klopfte an die Tür, sein Sohn antwortete, dass er etwas Zeit brauche, um sich zu entspannen. Nach einem kurzen Gespräch ging Olav offenbar zunächst zurück ins Haus, alle warteten auf Ari, der allerdings nicht erschien.

Als Olav sich noch einmal auf den Weg zum Atelier machte, antwortete ihm sein Sohn nicht mehr. "Ich brauchte einige Zeit, um hineinzukommen, da die Tür verschlossen war", erinnert sich Olav Bjørshol. "Ich hätte nicht erwartet, dass er sich das Leben nehmen würde. Ich verstehe es immer noch nicht", sagt er gegenüber "Se og Hør".  

Information zu Hilfsangeboten

Sie haben suizidale Gedanken? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe an. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der "Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention".

Was die beiden am ersten Todestag ihres Sohnes machen werden, ist nicht bekannt. Es dürfte allerdings sicher sein, dass für sie das Weihnachtsfest nie wieder so sein wird wie früher.

Verwendete Quelle: Dana Press

Gala

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