Schwedische Royals: Sprecher von König Carl Gustaf bestreitet Gerücht um Apanage

König Carl Gustaf hat entschieden, dass die Kinder von Prinzessin Madeleine und Prinz Carl Philip nicht mehr zum schwedischen Königshaus gehören. Zeitungen munkeln, die Entscheidung könne unter anderem finanzielle Gründe haben. Nun äußert sich der Palast dazu. 

König Carl Gustaf, 73, soll mit der Verkleinerung des Königshauses seinen Enkeln Nicolas, Adrienne, Leonore, Alexander und Gabriel nicht nur die Freiheit geschenkt haben, ihr Leben als Erwachsene selbstständig zu gestalten. Sondern auch Kritikern den Wind aus den Segeln genommen haben. Das spekulieren schwedische Zeitungen. Der Grund: das liebe Geld.

Diskussion um Apanage für schwedische Royals

2018 hatte im schwedischen Reichstag die Debatte über die staatlichen finanziellen Mittel für das Königshaus wieder Fahrt aufgenommen: Sechs Parlamentsparteien einigten sich darauf, eine Untersuchung zur Überprüfung der Mittelzuweisung einzusetzen. Mitglieder des parlamentarischen Verfassungsausschusses schrieben im Mai im "Svenska Dagbladet", der Gedanke dahinter sei, dass "die Höhe des Zuschusses nicht proportional zu mehr und mehr berechtigten Personen zunehmen sollte". Die Geburt von sieben Enkelkindern des Königs hatte das Königshaus von neun auf 14 Personen anwachsen lassen.

Große Überraschung

Kinder von Madeleine & Carl Philip gehören nicht mehr zum Königshaus

Königin Silvia, Prinz Carl Philip, Prinzessin Sofia, Prinzessin Madeleine und Christopher O’Neill
Eine große Veränderung im schwedischen Königshaus: König Carl Gustaf zählt fünf seiner sieben Enkel nicht mehr zum formellen Königshaus. Was das bedeutet, sehen Sie im Video.
©Gala

Die Parteien forderten daher, dass festgelegt werden sollte, "welche Personen in jeder Familienlinie in erster Linie die amtlichen Aufgaben wahrnehmen sollen". Denn: Je kleiner der Kreis der offiziellen Repräsentanten, desto geringer die Last für den Steuerzahler.

König Carl Gustaf hat mit seiner Entscheidung vom 7. Oktober, und damit noch bevor die Untersuchung begonnen hat, "die Angelegenheit selbst in die Hand genommen", schreibt "Expressen". In der Mitteilung Carl Gustafs vom 7. Oktober heißt es: "Seine Majestät der König hat Veränderungen im Königlichen Haus beschlossen. Der Hintergrund dieser Veränderungen ist, dass damit eindeutig diejenigen Personen festgelegt werden, von denen innerhalb der Königlichen Familie erwartet wird, dass sie offizielle Aufträge erfüllen, die dem Staatsoberhaupt auferlegt sind oder die dem Staatschefsamt zuzuordnen sind." 

König Carl Gustaf: Zeitpunkt war ein "Zufall"

"Die Schlussfolgerungen, die jetzt gezogen werden, wundern mich überhaupt nicht, da die Fahrtrichtung des Verfassungsausschusses in hohem Maße mit der Entscheidung des Königs vom Montag übereinstimmt, reagiert Reichsmarschall Fredrik Wersäll laut "Expressen" auf das Gerücht. "Aber diese Diskussion hat in der Familie schon viel früher begonnen. Dass dies zusammenfällt, ist eher ein Zufall."

Enkeln Titel aberkannt

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So viel Geld bekommen die schwedischen Royals

Ein Budgetvorschlag sieht vor, dass das das Königshaus 146,4 Millionen schwedische Kronen (etwa 13,4 Millionen Euro) für das Haushaltsjahr 2020 erhalten wird. 2019 wurde ein Zuschuss von 144,7 Millionen Kronen gewährt, 2018 waren es 140 Millionen Kronen. Ein Plus von 6,4 Millionen Kronen (etwa 590.000 Euro) in drei Jahren. Nach Angaben des Königshauses wurden die zusätzlichen Mittel für die Erhöhung der Sicherheit auf dem Stockholmer Schloss verwendet, nicht für die wachsende königliche Familie und die Enkel des Königs, versicherte der Hof.

Verwendete Quellen: kungahuset.se, Svenska Dagbladet, Expressen, 


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