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Königin Margrethe Sieben spannende Details aus ihrem Leben

Königin Margrethe
© Dana Press
Königin Margrethe feierte am 16. April ihren 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass trägt GALA einige der spannendsten Fakten aus dem Leben der dänischen Monarchin zusammen.

Königin Margrethe soll den Thron zunächst nicht besteigen

Als Margrethe am 16. April 1940 auf Schloss Amalienborg als älteste Tochter von Kronprinz Frederik und dessen Ehefrau Prinzessin Ingrid zur Welt kommt, erhält sie keinen Platz in der Thronfolge. Würde Frederik sterben, würde sein jüngerer Bruder Prinz Knut König werden. Erst 1953 gibt es eine Verfassungsänderung, die es auch weiblichen Nachfahren des amtierenden Königs erlaubt, den Thron zu besteigen. So wird Margrethe am 4. Januar 1972 zu Margrethe II., Königin und Staatsoberhaupt von Dänemark, der Färöer und Grönland. 

Ihr Vater König Frederik war tätowiert

Margrethes Vater tritt sein Amt im Jahr 1947 an. Ungewöhnlich für diese Zeit: Frederik hat seine Brust und seine Arme an mehreren Stellen tätowieren lassen. Vielleicht eine Inspiration für seinen Enkel? Margrethes Sohn Prinz Frederik trägt ebenfalls Kunstwerke auf seiner Haut. Dazu gehört unter anderem ein Hai auf seiner rechten Wade, der ihn an seine Zeit in der Marine erinnern soll, und ein Ornament auf seinem rechten Oberarm.

Dass Tattoo von Prinz Frederik. 
Dass Tattoo von Prinz Frederik. 
© Getty Images

Die Königin brachte Prinz Frederik unter Komplikationen zur Welt

1968 freut sich die Nation auf die Geburt eines kleinen Prinzen: Margrethe ist zum ersten Mal schwanger. Das Kind soll auf Schloss Amalienborg geboren werden. Dafür hat man extra ein Zimmer hergerichtet. Doch als am Abend des 26. Mai die Wehen einsetzen, herrscht Aufregung: Margrethes Arzt ordnet an, dass sie wegen Komplikationen sofort ins Rigshospitalet in Kopenhagen gebracht werden muss. Dort erblickt um 23.50 Uhr Prinz Frederik per Kaiserschnitt gesund das Licht der Welt. 

Wie dramatisch die Stunden vor der Geburt waren, erzählt Prinz Henrik ein Jahr später. Während er im Krankenwagen gesessen und Margrethes Hände gehalten habe, habe er Angst gehabt, dass sie sterben würde, bevor man das Krankenhaus erreicht habe.

Auch die Königin selbst rechnete mit dem Schlimmsten. Ihr ehemaliger Kammerdiener Anker Andersen erzählt dem dänischen Sender TV2 im Mai 2018: "Ich konnte sie flüstern hören: 'Werden Sie mir etwas versprechen? Wenn mir etwas passiert und mein Kind überlebt, muss der Prinz [Henrik] der Erste sein, der es in die Arme nimmt.'"

Sie bezeichnet sich selbst als schlechte Mutter

Die Rolle als Königin lässt Margrethe wenig Zeit für ihre Kinder Frederik und Joachim. "Ich glaube, dass ich keine besonders gute Mutter war", gibt sie in einem alten Interview zu, dass das ZDF im April 2020 in seiner Doku "Ein Leben für die Krone - Margrethe II von Dänemark" aus dem Archiv geholt hat. "Ich konnte nicht so viel bei ihnen sein, wie ich es gerne gewollt hätte. Auf der anderen Seite kann ich auch nicht behaupten, dass ich jemand bin, der seine Kinder unentwegt um sich haben wollte. So bin ich eben."

Auch ihren Enkeln sei sie "definitiv nicht die beste Großmutter der Welt", stellt Margrethe in einem Interview mit der schwedischen Zeitung "Expressen" im September 2019 fest. "Ich finde es wunderbar, wenn Mütter und Großmütter die Kinder sehr umarmen. Ich bin nicht so gut darin. Ich bin keine Großmutter, die sitzt und strickt", erklärt sie .

Ihre Kinder Prinz Frederik und Prinz Joachim hatten einen schlimmen Autounfall

Im August 1988 erhält Königin Margrethe eine schockierende Nachricht: Ihre Söhne hatten in Südfrankreich einen schweren Autounfall. Prinz Joachim, der am Steuer saß, hat die Kontrolle über den Wagen verloren. Frederik und ein Freund erleiden Prellungen und Knochenbrüche. Joachim bleibt unverletzt. 

Die leichtsinnige Aktion hat ein Nachspiel: Margrethe und Henrik zitierten ihre Söhne für ein Familien-Interview vor die Presse und lesen ihnen die Leviten. "Allen war klar, dass es sehr ernst hätte enden können - auch für die Monarchie", kommentiert Biografin Annelise Bistrup den Autounfall in der ZDF-Doku "Ein Leben für die Krone - Margrethe II von Dänemark". Etwas Derartiges sei den Prinzen nie wieder passiert.

Ihr Mann nahm ihr übel, dass sie ihn nicht zum König machte

Herzogin Margrethe trifft in Henri Marie Jean André de Laborde de Monpezat, dem späteren Prinz Henrik, die Liebe ihres Lebens. Doch das Volk zeigt sich wenig begeistert von dem französischen Grafen, wie er später in seiner Autobiographie schreibt.

Am 10. Juni 1967 heiratet das Paar  trotzdem in der Holmens Kirke in Kopenhagen. So sehr er Margrethe auch liebt, so viel er für sie aufgegeben hat (unter anderem die französische Staatsbürgerschaft) - mit einer Tatsache findet sich Henrik bis zu seinem Tod am 13. Februar 2018 nicht ab: Der Titel eines Königs bleibt ihm versagt. Er ist und bleibt "nur" ein Prinzgemahl. Zeitlebens fühlt sich Henrik im Schatten seiner Frau und teilt seinen Unmut wiederholt öffentlich mit. Vielleicht ein Grund, warum Henrik im Volk stets umstritten bleibt.

"Meine Frau hat entschieden, dass sie gerne Königin sein will und darüber freue ich mich. Aber als Mensch muss sie wissen, dass, wenn ein Mann und eine Frau verheiratet sind, dass sie gleichgestellt sind", beschwert sich Henrik noch in einem seiner letzten Interviews vor seinem Tod gegenüber der norwegischen Zeitung "Se og HØr".

In der Mode setzt sie auf knallige Farben

Die Königin gilt - was ihre Kleiderwahl angeht - als Paradiesvogel unter den europäischen Royals. Möglichst bunt soll es sein, gerne auch mit floralem Muster. "Mit ihrer manchmal sehr interessanten Kleidung verfolgt sie zwei Ziele", erklärt Steffen Heiberg, Experte für dänische Geschichte, in der ZDF-Doku. "Sie möchte in einem Raum sozusagen als Fixpunkt sichtbar sein. Jeder soll sie sofort erkennen. Gleichzeitig möchte sie ihren persönlichen Stil auszudrücken. Vielleicht eine gerade zu künstlerischen."

Verwendete Quellen: "Ein Leben für die Krone - Margrethe II von Dänemark" (TV-Portrait des ZDF), expressen.se, tv2.dk

jre Gala

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