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Prinzessin Victoria Wer bezieht die Villa ihrer Freunde nahe Schloss Haga?

Prinzessin Victoria
© Michael Campanella / Getty Images
Abschiede fallen niemals leicht. Doch wenn plötzlich liebgewonnene Weggefährten aus Kindheit und Jugend Adieu sagen, dann lässt das womöglich auch Prinzessin Victoria nicht kalt.

Für Prinzessin Victoria, 44, waren sie immer ein wenig zweite Familie. Nun wagen Hans Eric Brodin und Eva Benita Brodin offenbar noch einmal einen Neuanfang. Das Paar ist seit Jahrzehnten eng mit König Carl Gustaf, 75, und Königin Silvia, 78, befreundet und hat sich nun entschlossen, seine Villa auf dem Grundstück des Monarchen zu verkaufen.

Prinzessin Victoria war als Kind gerne in der Villa Loviseberg 

Eine Entwicklung, die auch die schwedische Thronfolgerin mit einem weinenden Auge betrachten wird. Die Brodins lebten seit 1978 in dem Haus im Schweizer Stil nicht weit entfernt von Schloss Haga, wo Victoria mit Prinz Daniel, 48, und den gemeinsamen Kindern Prinzessin Estelle, 10, und Prinz Oscar, 6, ein angemessenes Heim gefunden hat. 

Eva Benita und Hans Eric Brodin
Eva Benita und Hans Eric Brodin haben ihr Zuhause auf dem Grund und Boden von König Carl Gustaf für eine stolze Summe verkaufen können.
© Dana Press

Victoria hat vermutlich oft am Küchentisch des vertrauten Paares gesessen. Mit seiner Tochter Andrea Brodin, 45, ist sie bis heute freundschaftlich verbunden und war auch gemeinsam mit Daniel bei ihren beiden Hochzeiten in den Jahren 2003 und 2020 in der Villa Loviseberg zu Gast.

König Carl Gustaf musste Kaufplänen zustimmen

Doch nun stehen die Zeichen auf Veränderung. Bereits im Oktober 2021 wurde der Kauf des Hauses mit einer als vertraulich deklarierten Mail eingeleitet. Darin wandte sich die staatliche Immobilienbehörde Statens fastighetsverk (SFV) über das Büro des Gouverneurs an den Hof, um die Zustimmung des Königs zu den Kaufplänen einzuholen, schreibt die schwedische Zeitung "Expressen". Loviseberg befindet sich auf staatlichem Grund und Boden, der aufgrund des königlichen Verfügungsrechts vom Monarchen kontrolliert wird. Carl Gustaf hat deswegen das Recht zu entscheiden, wer in dem Haus wohnen darf.

Die Verwaltung allerdings geht vom SFV aus, genau wie etwa 3.500 andere Gebäude; darunter auch Schloss Drottningholm, in dem das Königspaar residiert, und Schloss Haga, das nur 3,5 Kilometer von Loviseberg entfernt liegt.

Preis für Villa ist rasant in die Höhe geschossen

Das ehemalige Zuhause der Brodins ist in den 1860er Jahren erbaut worden. Als sie es vor 44 Jahren erwarben, bezahlten sie einen noch recht erschwinglichen Preis für eine Immobilie dieser Art: 640.000 Kronen (rund 60.000 Euro) sollen sie damals für ihr neues Heim mit 12 Zimmern auf über 394 Quadratmetern ausgegeben haben. 

Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat sich der Wert vervielfacht. Darum staunt die schwedische Presse nicht schlecht. Es sei nun nicht üblich, dass der Staat eine Villa für 59 Millionen Kronen (umgerechnet circa 5.5 Millionen Euro) erwerbe, merkte die Zeitschrift "Svensk Damtidning" an. Doch offenbar scheint dieses Gebäude es wert zu sein. Neben einem Blick auf den Ostseearm Edsviken und Schloss Ulriksdal bietet das Anwesen auch ein Gästehaus, Ställe, zwei Anlegestellen, Platz für einen Tennisplatz und 1,2 Hektar parkähnliche Gärten.

Was geschieht mit dem Anwesen?

Die Nutzung nach dem Auszug der Brodins wirft allerdings noch Rätsel auf. "Es gibt keine Entscheidungen darüber, wer das Haus nutzen wird. Wir haben auch keinen Plan oder eine Entscheidung für mögliche Renovierungen", erklärte Peter Wallin, der damalige Direktor für Immobilien beim SFV auf eine frühere Anfrage der Zeitung "Expressen". Noch scheinen Victoria und Daniel also keine neuen Nachbarn begrüßen zu dürfen. "Das Haus wird voraussichtlich das ganze Jahr 2022 über leer stehen und kann frühestens 2023 als Evakuierungsunterkunft [eine temporäre oder Übergangsunterkunft, zum Beispiel während Umbauten oder Umzügen, Anm. d. Red.] genutzt werden", so Wallin.

Wer hat den Kauf in Auftrag gegeben?

Wie der "Expressen" in Erfahrung bringen konnte, wurden die Kosten für Loviseberg dem Budget für ein steuerfinanziertes Renovierungsprojekt im Regierungsviertel entnommen, das Ende September 2021 von der Regierung genehmigt worden war. Der Kauf musste aufgrund des hohen Betrags auch von der Regierung genehmigt werden. Nach Angaben des Staatlichen Vermögensamtes wurde der Kauf jedoch nicht von der Regierung in Auftrag gegeben – allerdings auch nicht vom König. "Der Hof hat diese Anfrage nicht gestellt, der Kauf ist keine Abtretung von ihnen", beteuerte Wallin.

Zumindest den ehemaligen Besitzern scheint das mysteriöse Kaufgeheimnis um Loviseberg kein Kopfzerbrechen zu bereiten. "Es war ein großartiger Verkauf, es war großartig. Alle sind glücklich", sagte Eva Benita Brodin im Gespräch mit "Expressen".

Ob Prinzessin Victoria dieses Glück der alten Freunde mit vollem Herzen teilen kann?

Verwendete Quellen: Dana Press, expressen.se, svenskdam.se

ama Gala


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