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Prinzessin Victoria Sie muss aufschlüsseln, was mit ihrer Apanage geschieht

Prinzessin Victoria
© Dana Press
Muss sich Prinzessin Victoria jetzt etwa in ihre Haushaltsbücher gucken lassen? Seit Jahren ist die genaue Offenlegung der von König Carl Gustaf & Co.verwendeten Steuergelder ein Streitthema in Schweden. Nun haben sich das Königshaus und der Staat geeinigt, wie in Zukunft der Jahresbericht auszufallen hat.

Schon bald werden die Schweden genauer wissen, wie hoch die Apanage von Prinzessin Victoria, 44, ist und wie sie verwendet wird. Zum ersten Mal soll nicht nur dem "Schlosstaat" (Verwaltung der Schlösser) genauer in die Bücher geschaut werden, sondern auch dem "Hofstaat", also der königlichen Familie. 

Prinzessin Victoria:  Dänische und norwegische Royals sind einen Schritt weiter

Bisher waren im Jahresbericht von König Carl Gustaf, 75, und seiner Familie offenbar keine detailgenauen Angaben zu finden. Das soll sich mit der nächsten Zusammenfassung ändern, wie "Sveriges Radio" berichtet. Die norwegischen und dänischen Royals haben es vorgemacht: Sie legen ihre Zahlen bereits seit Längerem offen. 

Neuordnung des schwedischen Königshauses hat Sparkurs eingeleitet

Der schwedische Monarch indes musste sich bisher noch nicht genauer in die Karten schauen lassen. Allerdings hat er bereits im Oktober 2019 mit der Neuordnung des Königshauses auf einen zeitgemäßen Sparkurs gesetzt: Damals beschloss er, die offiziellen Repräsentanten von 15 auf 10 Mitglieder zu verringern. Somit mussten zu diesem Zeitpunkt fünf Enkelkinder des Königs, – konkret der Nachwuchs von Prinz Carl Philip, 42, und Prinzessin Sofia, 37, sowie der von Prinzessin Madeleine, 39, und Christopher O'Neill, 47, – den Titel "Königliche Hoheit" ablegen.

Madeleine, Carl Philip und Sofia würden offizielle Aufträge nur in dem Umfang ausführen, "wie der Königs es entscheidet", hieß es vor fast drei Jahren in einem offiziellen Statement ihres Vaters und Schwiegervaters. Das Thronfolgerpaar Victoria und Prinz Daniel, 48, mit seinen Kindern Prinzessin Estelle, 10, und Prinz Oscar, 6, gelten neben Carl Gustaf und Königin Silvia, 78, als vollumfänglich repräsentativ agierende Mitglieder des Königshauses. 

Kurz: Es gibt seither eine deutliche Unterscheidung zwischen Mitgliedern des Königshauses, die offizielle Repräsentationspflichten haben, und der Königsfamilie. Nur Mitglieder des Königshauses haben demnach Anspruch auf Ausgleich aus dem Apanagetopf. Wie genau die Verteilung dieser Gelder jedoch in der Vergangenheit ausfiel, blieb bisher ein großes Geheimnis.

Rechnungsbericht kurz vor Erscheinung

Im April 2022 soll der nächste Rechnungsbericht veröffentlicht werden. Die Budgetposition des Jahres betrage 149 Millionen Schwedische Kronen (rund 14,2 Millionen Euro). Etwa die Hälfte davon geht offenbar an die Schlossverwaltung "Slottsstaten". Der Rest finanziert die Verwaltung des "Unternehmens" Königshaus, also die Repräsentationsverpflichtungen und auch die Kosten und Ausgaben der königlichen Familienmitglieder, die königliche Aufträge erhalten.

Nun sollen zum ersten Mal "Rahmenbeträge" ausgewiesen sein. Zum einen für das Königspaar, dem ein Großteil der Summe zusteht und zum anderen für Victoria und Daniel sowie Carl Philip und Sofia. So wie es sich angeblich darstellt, erhält die mit ihrer Familie in den USA lebende Madeleine aktuell keine Apanage, da sie derzeit keine Aufträge für das Königshaus ausführt.

Keine Einblicke in Privatausgaben

In dem Bericht soll nun auch detaillierter aufgeführt sein, wofür das Geld ausgegeben wird. Jan Lindman, Oberintendant des Reichsmarschallamtes des Königshauses, erklärte gegenüber "Sveriges Radio", dass auch ein Teil der Wohnungskosten, gewisse Transportkosten und Sicherheitskosten oder auch Bekleidungskosten zu decken sind. 

Prinzessin Victoria und Prinz Daniel besuchen eine Schleuse

Doch wer nun erwartet, intimere Einblicke in das Privatleben der schwedischen Royal zu erhalten, wird enttäuscht sein. Private Details sind nicht zu erwarten. Angaben über eigene Autos, Boote, Investitionen in Gebäude oder Aktien werden nicht aufgelistet sein.

Wie Lindman bestätigt, habe man sich am dänischen Königshaus orientiert. Dort bekommt beispielsweise der "Hof des Kronprinzenpaares" ein Budget, aus dem auch die "Gehälter" von Prinz Frederik, 53, und Prinzessin Mary, 50, gespeist werden. Auch Prinz Joachim, 52, und Prinzessin Marie, 46, sowie Prinzessin Benedikte, 77 die Schwester von Königin Margrethe, 81, erhalten Apanagen, die im Jahresbericht offengelegt werden. 

Verwendete Quelle: Dana Press, sverigesradio.se

ama Gala


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