Prinzessin Mette-Marit : "Ich spüre immer noch viel Aufruhr in mir"

Prinzessin Mette-Marit hat im Rahmen einer Buchpräsentation offen über die negativen Zeiten ihres Lebens gesprochen.

Prinzessin Mette-Marit am 2. September bei der Präsentation des Buches "Hjemlandet og andre fortellinger".

Prinzessin Mette-Marit, 46, hat in ihrer Funktion als Botschafterin für norwegische Literatur zusammen mit Autor Geir Gulliksen, 59, ein Buch mit dem Titel "Hjemlandet og andre fortellinger" (auf Deutsch "Heimat und andere Geschichten") herausgegeben. Darin schreiben zwölf Autoren über das Besondere an ihrem Land. Am Montag (3. September) stellten die Prinzessin und Gulliksen das Werk in Oslo vor. Im Gespräch kam Mette-Marit dabei auf die Schattenseiten ihres Lebens zu sprechen.

Prinzessin Mette-Marit gibt Einblicke in ihre Gefühle

Laut der norwegischen Zeitung "Verdens Gang" sagte Mette-Marit: "Ich habe immer noch viel Aufruhr in mir. Ich übe meine Rolle nicht so aus, wie viele es von mir erwarten. Eher im Gegenteil." Dass nicht jeder Beobachter gut findet, wie sie als Ehefrau von Prinz Haakon, 46, und damit künftige Königin Norwegens agiert - damit hat sich die dreifache Mutter inzwischen abgefunden.

In den ersten zehn Jahren nach ihrer Hochzeit im August 2001 habe sie "versucht, so zu sein, wie ich mir eine Kronprinzessin vorgestellt hatte. Aber jetzt mache ich mir keine Sorgen mehr. Es ist wichtig, ein Leben zu führen, für das ich stehen und ich selbst sein kann." Literatur sei dabei "eine Rettung" für sie gewesen.

Prinzessin Mette-Marit

Sie schimpft in der Öffentlichkeit mit Ehemann Haakon

Prinz Haakon, Prinzessin Mette-Marit
©Gala

Schwierige Kindheit und Jugend

Über ihre Kindheit sagt Mette-Marit, sie sei nach außen hin in einer Bilderbuchfamilie aufgewachsen. Doch: "Alle zu Hause wussten, dass es nicht wahr war, aber so sah es aus." Als Mette-Marit elf Jahre alt war, ließ sich der Schein nicht mehr wahren: Ihre Eltern ließen sich scheiden, und die Prinzessin lebte fortan bei ihrer Mutter. Sie sei in ihrer Jugend sehr aufrührerisch gewesen, gibt Mette-Marit weiterhin preis. Während ihrer Zeit an einer weiterführenden Schule habe sie sich zum Beispiel die Haare abrasiert.

Sie sei damals "zutiefst verärgert" gewesen, sagte Mette-Marit und erklärt:  "Meine Kindheit hatte etwas mit mir gemacht, und ich hatte eine Phase, in der ich so viel Schmerz in mir hatte, der als Zorn und Trauer herauskam. Bevor ich nach Australien reiste [dort verbrachte sie als Teenager ein halbes Jahr während eines Schüleraustauschs], war ich das pflichtbewussteste Mädchen der Welt gewesen", erzählte sie. "Dann war Schluss, ich konnte nicht mehr, ich konnte die Erwartungen der anderen nicht mehr erfüllen."

Norwegens Kronprinzen

Fünf im Patchwork-Glück

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19. September 2019  Von einem Elch geknutscht zu werden, gehört sicherlich zu den besonders schönen Momenten von Prinzessin Mette-Marit.
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19. September 2019  Besuch in der Provinz: Wie jedes Jahr wird der Kronprinz von vielen kleinen Oppländern gebührend empfangen.

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Die Prinzessin ist heute glücklich 

Als Prinz Haakon Mette-Marit im Jahr 2000 als seine Verlobte präsentierte, waren die Norweger zunächst empört: Mette-Marit war alleinerziehende Mutter eines Sohnes und hatte eine wilde Party-Vergangenheit. Doch der Prinz setzte sich durch und heiratete seine große Liebe. Heute ist Mette-Marit angekommen in ihrem Leben mit Haakon und den gemeinsamen Kindern Prinzessin Ingrid Alexandra, 15, und Prinz Sverre Magnus, 13. Über ihre schwere Zeit als Kind und Teenager sagte sie am Montag: "Heute bin ich froh, dass ich diese Erfahrung gemacht habe, jetzt, wo es trotz allem gut gegangen ist."

Verwendete Quellen: Verdens Gang, Dana Press

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