Prinzessin Mette-Marit zeigt sich zuversichtlich: "Es wird Zeiten geben, in denen ich nicht so gut in Form bin"

Prinzessin Mette-Marit leidet an einer unheilbaren Lungenkrankheit. Was bedeutet das für sie, ihren Mann und die Norweger?

Es sollte gemütlich werden auf Gut Skaugum, mit selbst gebackenen Waffeln und Muffins. Prinzessin Mette-Marit, 45, und Prinz Haakon, 45, sammelten bei einer Spendenaktion Geld für bedürftige Kinder und verkauften das noch dampfende Gebäck im Freien. Auch Sohn Sverre Magnus, 12, half. Doch so unbeschwert, wie sich das Kronprinzenpaar sonst bei solchen Veranstaltungen zeigt, war es diesmal nicht. 

Prinzessin Mette-Marit hat eine chronische Lungenfibrose

Innerlich bereiteten sich Haakon und Mette-Marit auf den großen Schritt vor, den sie ein paar Tage später wagten: Im norwegischen Fernsehen gaben sie bekannt, dass Mette-Marit unheilbar krank ist: "Ich habe eine chronische Lungenfibrose", erklärte die Prinzessin in den Abendnachrichten "Dagsrevyen". Der Auftritt fällt ihr nicht leicht, das sieht man ihr an. "Es ist nie angenehm, über die eigene Gesundheit zu sprechen", sagt Mette-Marit. "Es bedeutet aber auch, dass sich das Bild jetzt mehr zusammensetzt. Für mich ist es also auch eine  große Erleichterung", gesteht die Prinzessin, die in der Vergangenheit immer wieder wegen diverser Krankheiten Termine absagen musste und von böswilligen Zungen als "Prinzessin auf der Erbse" verspottet worden war. 

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Prinz Carl Philip beim Benefiz-Lauf in Stockholm
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©Gala

Prinz Haakon: Der Fels in der Brandung

Ihr verlässlicher Unterstützer: Haakon. Beim gemeinsamen TV-Auftritt sucht er ihren Blick, nickt ihr bei jedem Wort, das sie sagt, aufmunternd zu. Er ist ihr Fels, unterstützt sie bedingungslos bei allem, was auf sie zukommt. Zunächst werden das viele weitere Untersuchungen bei Spezialisten sein, die Mette-Marit über sich ergehen lassen muss. Und dabei jedes Mal die bange Frage, wie schlimm das Ergebnis sein wird. Ihr Arzt Kristian Bjøro vom Universitätskrankenhaus in Oslo sagt: "Derzeit ist unklar, ob die Lungenfibrose der Prinzessin von einer Autoimmunerkrankung herrührt oder ob es andere Ursachen für die Lungenveränderung gibt." Klar ist aber, dass der Typ Fibrose, an dem Mette-Marit leidet, nicht mit Umweltfaktoren oder ihrem Lebensstil zusammenhängt. 

Mette-Marit blickt zuversichtlich in die Zukunft

Prinzessin Mette-Marit mit ihrem Sohn Sverre Magnus und ihrer Tochter Ingrid Alexandra

Bei einer Fibrose kommt es zu chronischen Entzündungen des Bindegewebes der Lunge und als Folge dessen zu Vernarbungen. Die Lunge schrumpft, Patienten leiden unter Atemnot und Husten. Eine Sauerstoffbehandlung ist nötig, eine Lungentransplantation oft der letzte Ausweg. Doch die Wartelisten für eine Spenderlunge sind lang. Wird Mette-Marit den Belastungen als künftige Königin gewachsen sein? Vor dem jetzigen TV-Interview hatten die Norweger sie wochenlang nicht gesehen. Jetzt wissen sie warum. Und fragen sich, ob Haakon ihr Land von nun an weitgehend allein repräsentieren muss. Mette ist zuversichtlich, aber auch realistisch: "Ich möchte so viel arbeiten wie möglich. Aber es wird Zeiten geben, in denen ich nicht so gut in Form bin, wie ich es mir wünsche." 

"Es ist wahrscheinlich, dass wir noch viele gute Tage haben werden"

Auch Haakon bemüht sich, die Zukunft mit seiner Frau und den Kindern Ingrid Alexandra, 14, und Sverre Magnus, 12, optimistisch zu sehen. "Die Krankheit wurde früh entdeckt und verläuft stabil. Es ist wahrscheinlich, dass wir noch viele gute Tage haben werden", so der Prinz. Dazu gehörte auch ein Dinner von König Harald, 81, zu dem Mette-Marit einen Tag nach ihrem Geständnis wider Erwarten erschien – und strahlte. So tragisch ihre Krankheit ist, die quälende Zeit der Ungewissheit ist vorbei. Die Klarheit hilft ihr, nach vorn zu sehen.

Mette-Marit und Prinz Haakon

Provinzreise durch Vestfold

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Tag 3  Liebevoll begrüßt Prinzessin Mette-Marit einen kleinen Fan mit einer Umarmung. 
Tag 3  Bei ihrem Besuch in Stavern zeigen sich Prinz Haakon und Prinzessin Mette-Marit im Partnerlook. 
Tag 3   Hochkonzentriert hält Prinz Haakon das Gewehr beim Schießstand im Naturpark Kjaerrafossen

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