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Prinzessin Mette-Marit + Prinz Haakon Das Volk will mehr Einsicht in ihren Haushalt

Prinzessin Mette-Marit + Prinz Haakon
© Dana Press
Norwegens Königshaus konnte in den Sommerferien durchatmen, doch damit ist nun Schluss. Wieder einmal geht es um die Forderung, mehr Einblick in die Finanzen zu bekommen, auch in die von Prinzessin Mette-Marit und Prinz Haakon

Das Thema Finanzen ist nicht neu für Mette-Marit und Haakon: Immer wieder gerieten sie für ihre Haushaltsführung und die Abrechnungspraxis in die Kritik.

Die norwegische Boulevardzeitung "Dagbladet" hat das Umfrageinstitut "Ipsos" beauftragt, die Norweger zu fragen, ob sie wünschen, dass das Königshaus seine Zahlen nach den Bestimmungen des "Öffentlichkeitsgesetzes" offenlegen muss. Dieses Gesetz gilt normalerweise für alle staatlichen Organe, Einrichtungen, Ministerien und Politiker, die Staatsgelder bekommen. Nur für das Königshaus gibt es eine Ausnahme. König Harald bestand immer darauf, weil er auch verhindern wollte, dass beispielsweise Einsichtnahme in persönliche Briefe seiner Kinder an ihn gefordert werden könnte.

Nun hat "Ipsos" 1002 Personen im Sommer gefragt und 71 Prozent sagen, das Königshaus muss sich gemäß dem "Öffentlichkeitsgesetz" öffnen. Nur knapp 11 Prozent sind dagegen. Der Rest hat keine Meinung.

Eine Zeitung rechnet vor

Das Königshaus, so rechnet "Dagbladet" vor, bekommt jedes Jahr circa 460 Millionen Kronen (rund 49 Millionen Euro). Neben den Repräsentationsaufgaben verwaltet der Hof viele Kulturgüter des Landes und eine große Anzahl historischer Eigentümer.
"Dagbladet" hat die Umfrage strategisch gut gelegt: Viele Politiker sind ohnehin nicht gut auf das Königshaus zu sprechen, nachdem sich in den vergangenen Monaten herausstellte, dass in den Finanzen nicht immer alles nach den angedachten Regeln lief und nicht immer strikt zwischen offiziellen und privaten Ausgaben getrennt worden war. Jetzt beginnt das Ringen um das neue Staatsbudget für die kommende Saison und die Diskussion um die Auslegung der nächsten Punkte, die angegangen werden sollen.

Wird es jetzt ungemütlich für die Royals?

König Harald, Königin Sonja, Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit müssen womöglich mit einem ungemütlichen Herbst rechnen, in dem ihre Bücher einmal mehr durchleuchtet werden.


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