Prinzessin Mette-Marit + Co.

Finanzrüge der Regierung

Müssen Norwegens Royals und allen voran Prinzessin Mette-Marit künftig sparen? Die Regierung kritisiert die Finanztransparenz des Hofes und verlangt mehr Offenheit

Prinzessin Mette-Marit + Prinz Haakon

Prinzessin Mette-Marit + Prinz Haakon

Für Norwegens Königsfamilie war 2016 ein turbulentes Jahr, in dem eine Scheidung für Schlagzeilen sorgte, aber vor allem eine Diskussion um die Finanztransparenz und die Verwendung von Staatsgeldern weite Kreise zog. Das Stimmungsbarometer gegen König Harald, seinen Sohn Haakon und Schwiegertochter ist frostig. Im November schien sich die Lage zu entspannen, aber jetzt griff die Regierung doch noch einmal durch - mit deutlichen Konsequenzen für das Königspaar genauso wie für das Kronprinzenpaar.

Statement des Hofes

Gry Mölleskog, Hofchefin des norwegischen Hofes, ging mit einem bemerkenswerten Statement an die Öffentlichkeit, dass der Hof bemüht sei, mit den Ministerien - die die Bewilligungen verteilen - guten Kontakt zu haben, damit die finanziellen Mittel richtig verwendet werden. Man nutze diese entsprechend der Voraussetzungen, unter denen das Parlament die Bewilligungen erteilt habe. Man werde nun in einen weiteren klärenden Dialog mit dem Kommunal- und Modernisierungsministerium gehen. Kritisiert wurde seit Monaten in der Presse eine teilweise Vermischung zwischen privaten und öffentlichen Kosten und Buchungsposten, die die Royals betreffen.

Die royale Apanage ist eigentlich vom Parlament aufgeteilt in den Teil, der den Betrieb des Hofes zur Ausübung der konstitutionellen Position des Königs gewährleistet (vergleichbar dem Bundespräsidialamt in Deutschland) und der privaten Zahlung an König Harald, Königin Sonja sowie Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit.

Mahnung zu mehr Offenheit

Nun mahnte das vom Parlament eingesetzte Kontroll- und Verfassungskomitee den Hof offiziell an, in Zukunft größere Offenheit an den Tag zu legen, wie die bewilligten Steuergelder vom Königshaus verwendet werden. Eine bittere und sehr ernste Rüge.

Mehr Kontrolle über Ausgaben

7. Oktober 2017  Norwegens Kronprinzenpaar, Mette-Marit und Hakoon, ist trotz kühlen Temperaturen an den Borestrand gereist und guckt sich hier die Surf-EM an. Vor Ort schießt die royale Blondine ein süßes Selfie von sich und ihrem Liebsten und teilt es auf Instagram.

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Die Mahnung um mehr Offenlegung bedeutet auch, dass das Parlament besser kontrollieren kann, ob der Hof die Summen korrekt verwendet oder ob nicht doch - wie die norwegische Zeitung "Dagbladet" das ganze Jahr über versuchte zu beweisen - teilweise unberechtigt für eigentlich private Zwecke genutzt wird.

In den Fokus waren unter anderem aber die Pacht- und Mieteinnahmen von Prinz Haakon geraten, die er auf Gut Skaugum erzielt hatte. Die norwegische Zeitung schrieb außerdem, es sei Praxis, dass Mitarbeiter des Hofes für Hausmeister- oder Gärtnerdienste der privaten, auch vermieteten Gebäude und Grundstücke eingesetzt wurden.

Es war Minister Jan Tore Sanners aus der konservativen Minderheitsregierung, der im November darauf pochte, dass das Parlament eigentlich längst die Verwendungspolitik der Finanzen des Hofes abgeklärt habe und schnell schien es, dass die Sache damit eigentlich gegessen sei. Doch die Komiteemitglieder stimmten nach der Abschlussberatung einstimmig für die Aufforderung nach mehr Transparenz.

Der Hof muss sich fügen

Dieser hat der Hof nun ganz klar Folge zu leisten. In welchem Umfang sich der König und seine Familie in Zukunft persönlich umstellen oder gar private Sparmaßnahmen ergreifen müssen, wird wohl nicht ans Licht der Öffentlichkeit kommen.

Hier bleibt wahrscheinlich nur die Möglichkeiten zu beobachten, ob private Urlaube tatsächlich weniger werden oder noch mehr "alte" Kleider aufgetragen werden. Die Möglichkeiten, Mette-Marit und Co. teure Geschenke zum Beispiel in Form von Designermode zukommen zu lassen, wurde bereits - ebenfalls nach öffentlichen Kritiken - eingeschränkt.

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Für König Harald ist die Sache besonders bitter, denn eigentlich erkennt man an, dass er nicht nur den Hof modern aufgestellt hat, sondern er gilt als besonders pflichterfüllend und streng darauf bedacht, dass sich niemand etwas zu schulden kommen lässt.

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