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Prinzessin Mary Die Cover-Prinzessin

Prinzessin Mary
© Women's Weekly
Prinzessin Mary ziert das Cover einer australischen Frauenzeitschrift - und ruft damit erneut Kritiker auf den Plan

Eine künftige Königin in einer Mode- oder Frauenzeitschrift zu sehen, ist eigentlich keine Besonderheit mehr. Denn längst haben sich die Königshäuser so weit geöffnet und ihre Mitglieder geben immer wieder Interviews und Einblicke in ihre Schlösser.

Nachdem Prinzessin Mary sich jüngst für die australische "Women's Weekly" ablichten ließ, wurden in Dänemark aber erneut kritische Stimmen laut, die nun zum Rundumschlag auf die Prinzessin ausholen. So wirft "Ekstra Bladet" der gebürtigen Australierin vor, sie gebe - und das wo das Defizit des königlichen Haushalts immerhin etwa 230.000 Euro betragen habe - zu viel für Bekleidung, Schmuck, Taschen und Schuhe aus. Das Blatt schaute bei einigen der letzten offiziellen Auftritte der 41-Jährigen genau hin und will herausgefunden haben, dass beispielsweise eine ihrer zuletzt getragenen Ketten von "Piaget" rund 15.000 Euro kostet. Ein ohnehin schon sündhaft teures Gucci-Outfit habe sie mit einer 600-Euro-Tasche kombiniert, um damit, so vermutet das Blatt, ihrem Ruf als Stilikone gerecht zu werden. Normale, hart arbeitende Lohnempfänger könnten sich solche Dinge nicht leisten, die "Apanage begierige" Mary allerdings schon.

Nach dem "Women's Weekly"-Artikel mit Prinzessin Mary kam im "Ekstra Bladet" außerdem Jens Høvsgaard, der Autor des Buches "Es kostet ein Königreich", zu Wort. Mary habe sich eher wie ein Hollywood-Star ablichten lassen und nicht wie ein künftiges Staatsoberhaupt, sagte er. Hätte dies die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt gemacht, hätte sie damit jeden Respekt verloren. Noch etwas missfällt: Die Dänen bekommen die Fotos im australischen Magazin gar nicht zu Gesicht, denn diese gibt es exklusiv nur in Australien. Und das, obwohl Mary in dem Artikel sogar nach Kopenhagen und ins Schloss Amalienborg einlade.

Die jetzt geäußerte Kritik an Prinzessin Mary und ihrer Vorliebe für teure Fashion ist nicht neu - auch nicht in anderen Königshäusern. Immer wieder in die Kritik geraten ist beispielsweise Prinzessin Mette-Marit von Norwegen. Ihr warf man zunächst vor, sie kleide sich zu bieder und langweilig. Später hieß es dann, ihr neu gefundener, eleganter Kleidungsstil mit Stücken der großen Modelabels sei viel zu kostspielig. Ähnliche Outfit-Aufrechnungen wie jetzt bei Prinzessin Mary brachten norwegische Medien ebenfalls.
Prinzessin Madeleine musste sich, nachdem sie ihren Hauptwohnsitz von Schweden in die USA verlegte, ebenfalls Kritik gefallen lassen. Nicht so sehr für teure Outfits, aber dafür, dass sie auf Kosten der Steuerzahler im schicken New York ganz luxuriös residieren würde, statt in Schweden ihr Land zu repräsentieren. Der Hof konterte prompt und betonte, die Königstochter finanziere ihr Leben in den USA nicht mit ihrer Apanage sondern aus dem Privatvermögen der Königsfamilie. Seit die 31-Jährige verheiratet ist und noch dazu schwanger, dürfte zumindest in Schweden derartige Kritik leiser werden.

Prinzessin Madeleine gab der schwedischen "Elle" ein Inerview und ließ sich in großer Robe ablichten. Neben Einzelheiten zu ihrer Arbeit für die "World Childhood"-Stiftung und ihre neueste Initiative "Thank you" erzählte die Prinzessin auch etwas über ihr Leben als Frischverheiratete.
Prinzessin Madeleine gab der schwedischen "Elle" ein Interview und ließ sich in großer Robe ablichten. Neben Einzelheiten zu ihrer Arbeit für die "World Childhood"-Stiftung und ihre neueste Initiative "Thank you" erzählte die Prinzessin auch etwas über ihr Leben als Frischverheiratete.
© Elle

Und auch in Großbritannien schaut man genau auf das, was Herzogin Catherine trägt und von welcher Marke es ist. Denn ähnlich wie Prinzessin Mary in Dänemark hat die Herzogin von Cambridge längst den Ruf als Stilikone erhalten. Was sie in der Öffentlichkeit trägt, das wird, genau wie das erste Outfit vom neugeborenen Prinz George, in der Regel ein Renner auf dem Markt und beschert manchem Label einen hohen Umsatzzuwachs. Dieser "Kate-Effekt" wird weitergehen, sobald die Herzogin, die aktuell im Quasi-Mutterschaftsurlaub ist, wieder regelmäßig Termine wahrnimmt und die Untertanen sehen und nachahmen können, was sie anhat.
Bei aller Kritik an ihrem Stil und ihrem Hang zu Designer-Mode, auf ihre stylischen Prinzessinnen, deren Fotos um die Welt gehen, sind die Untertanen in Dänemark, Norwegen und Großbritannien nämlich auch stolz und kopieren ihren Stil nur zu gerne. Und wenn Prinzessin Mary als Botschafterin Dänemarks im In- und Ausland auftritt, dann ist ihr die Aufmerksamkeit der Medien sicher. Egal, ob sie dabei wie vor einiger Zeit H&M trägt oder Prada.



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