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Prinzessin Marie Das denkt sie über den nahenden Abschied von Frankreich

Prinzessin Marie
© Dana Press
Hinter Prinzessin Marie und Prinz Joachim liegen aufregende, wenn nicht sogar nervenaufreibende Monate. Die dänischen Royals befinden sich in einer Zeit des Umbruchs: Nicht nur die Entscheidung von Königin Margrethe, ihren Kindern die Titel zu entziehen, lastet auf ihren Schultern. Auch der bevorstehende Abschied von Frankreich ist mit Wehmut verbunden. 

Prinzessin Marie, 46, zeigt sich überraschend gelassen angesichts der neuen Herausforderungen, die ihrer Familie bevorstehen. Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember nahm sie in ihrer Rolle als Schirmherrin der AIDS-Stiftung mehrere Termine in Kopenhagen wahr. In diesem Rahmen gewährte die Ehefrau von Prinz Joachim, 53, der dänischen Zeitschrift "Her & Nu" ein Interview, in der sie offen darüber sprach, wie es ihren zwei Kindern in Paris ergeht und wie sie über den bevorstehenden Umzug denkt.

Prinzessin Marie sieht Umzug pragmatisch

Anfang November 2022 erklärte Joachim für viele völlig überraschend den für nächstes Jahr geplanten familiären Rückzug aus Frankreich. "Es ist eine fantastische Arbeit, aber sie endet in diesem Sommer", erklärte der 53-Jährige im Gespräch mit der Zeitschrift "Billed Bladet". Seit September 2020 bekleidet er als Brigadegeneral des Militärs in Paris eine Stelle als Verteidigungsattaché der dänischen Botschaft. Eine Aufgabe, die auf drei Jahre befristet ist, allerdings mit der Option auf Verlängerung. Doch das steht offenbar für den Sohn von Königin Margrethe, 82, nicht zur Debatte. 

Über die Aufmerksamkeit, den der bevorstehende Abschied der Familie aus Paris in den Medien erhielt, kann Marie sich nur wundern: "Wir haben immer gewusst, dass mein Mann seine Stelle bei der dänischen Botschaft im Sommer 2023 beendet, und das ist daher für uns keine Neuigkeit." Als eine besondere Herausforderung erachte die Prinzessin diesen weiteren Umzug nicht: "Ich habe vorher in Dänemark gelebt, und davor habe ich im Ausland gelebt, also bin ich daran gewöhnt", erklärt sie. 

Als durchsickerte, dass die vierköpfige Familie ihre Zelte in Frankreich abrechen wird, brodelte die Gerüchteküche: Wo werden sich Marie und Joachim mit ihren Kindern Prinz Henrik, 13, und Prinzessin Athena, 10, als nächstes niederlassen? Über eine Rückkehr nach Dänemark wurde gemunkelt, sogar auch über einen Umzug in die USA. Spekulationen, zu denen die Royal noch keine Stellung beziehen möchte. 

Prinz Henrik und Prinzessin Athena sind jetzt fit in ihrer Muttersprache

Viel lieber blickt die geborene Französin zurück auf die drei Jahre in ihrem Heimatland, in denen sich ihre zwei Kinder endlich auch einmal mit ihren Wurzeln vertraut machen konnten. Sie bezeichnet diese Zeit rückblickend als "ein riesiges Geschenk für sie". Vorher konnten die Kinder die Sprache nicht besonders gut, gesteht die Prinzessin, mittlerweile sei die Kommunikation auf Französisch kein Problem mehr: "So können sie auch mit meiner Mutter und meinem Vater sprechen", freut sich Marie. Auch hätten die Kinder etwas über die französische Kultur gelernt und trügen diese nun, neben der dänischen, in sich. Es gebe allerdings keinen Zweifel, dass sie sehr dänisch seien, schmunzelt sie. "Das ist schön."

Schirmherrschaften in Dänemark liegen Marie am Herzen

Obwohl Marie zur Zeit noch mit ihrer Familie in Frankreich lebt, sind ihr ihre dänischen Schirmherrschaften wichtig. Seit ihrer Hochzeit mit Prinz Joachim am 24. Mai 2008 hat die Prinzessin 15 Patronagen übernommen. "Es bedeutet sowohl meinem Mann als auch mir sehr viel, für Dänemark und dänische Interessen arbeiten zu können", sagt die Prinzessin. "Wenn ich meine Plattform und meine Position nutzen kann, um etwas zu bewirken – das ist das Mindeste, was ich tun kann – dann werde ich es natürlich tun", erklärt die 46-Jährige, die diese Möglichkeit als eine der besten Aspekte ihres Lebens als Mitglied des dänischen Königshauses erachtet. 

Die Schirmherrschaft für den AIDS-Fondet, einer Stiftung im Kampf gegen HIV, übernahm Marie am 1. Dezember 2011. Ihre Entscheidung sei darin begründet, dass diese Erkrankung besonders ihre Generation stark beeinflusst hat. "Ich kann mich noch gut an die Bilder in den 80ern von sterbenden Menschen erinnern", so Marie. "Es hat mich wirklich sehr berührt, deshalb war es sehr wichtig für mich, meine Unterstützung zu zeigen."

Sie hoffe unter anderem, zur Aufklärung beizutragen, denn bis heute sei die Krankheit für viele immer noch "ein Tabu und eine Schande", wie sie sagt. Dennoch sehe sie optimistisch in die Zukunft und hält es für möglich, dass ein Impfstoff gegen und ein Heilmittel für HIV und AIDS gefunden werden kann: "Wir dürfen niemals den Glauben daran verlieren, dass es machbar ist." Unabhängig davon, wohin die Reise im nächsten Jahr geht, möchte Marie ihren Einsatz für ihre Schirmherrschaften gerne fortsetzen: "All das sind Dinge, die mir sehr viel bedeuten", sagt sie. "Das sind wichtige Themen, die Unterstützung brauchen, und die möchte ich ihnen auch weiterhin geben."

Verwendete Quelle: herognu.dk, billedbladet.dk

ama Gala

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