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Durek Verret + Prinzessin Märtha Louise Rassismus bedroht ihr Leben

Durek Verrett, Prinzessin Märtha Louise
Durek Verrett, Prinzessin Märtha Louise
© Dana Press
Prinzessin Märtha Louise kämpft seit Monaten um die Anerkennung ihrer Liebe zu dem Schamanen Durek Verrett. Das Paar steht immer wieder unter Beschuss durch Presse und Öffentlichkeit. Die Tochter von König Harald schreibt nun ganz offen und spürbar wütend über eine der mutmaßlichen Motivationen hinter diesen Anfeindungen.

"Wir haben beide Morddrohungen erhalten." Diesen Satz schreibt Prinzessin Märtha Louise, 48, erst ziemlich spät in ihrem Instagram-Post, den sie am Freitag (5. Juni) veröffentlicht. Es ist ein Satz, der schockiert.

Denn während auf den Straßen Amerikas nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd (†46) schwere Unruhen toben, die Bevölkerung aufsteht gegen den anhaltenden Rassismus und die willkürliche Polizeigewalt gegen "People of Colour", können viele sich kaum vorstellen, dass eine europäische, privilegierte Prinzessin mit einer ähnlich motivierten Bedrohung umgehen muss. 

Prinzessin Märtha Louise: "Crashkurs in Rassismus"

Märtha Louise liebt seit weit mehr als einem Jahr Durek Verrett, 45. Er ist der Mann an ihrer Seite und seit Mai 2019 weiß das die ganze Welt. Es ist eine stürmische Liebe, die sich seit Anbeginn behaupten muss. Durek ist ein Schamane, übersetzt "jemand, der weiß“, ein Wissensträger, der Fähigkeiten zur Heilung anderer in sich trägt. Das wirkt auf einige Menschen mysteriös und fremd. Doch offenbar ist das nicht das einzige Problem, das Kritiker mit dem 45-Jährigen haben.

Durek Verret ist schwarz. Was das für den Alltag bedeuten kann, erlebt auch die norwegische Prinzessin als Frau an seiner Seite mit. "Schamane Dureks Freundin zu sein hat mir einen Crashkurs darin gegeben, welche Rolle die weiße Vorherrschaft spielt und wie ich bewusst und unbewusst an schwarze Menschen gedacht und ihnen gegenüber gehandelt habe", schreibt sie selbstkritisch unter ein Foto, das sie im innigen Blickkontakt mit ihrem Lebensgefährten zeigt.

"Ich bin nicht stolz darauf"

Sie habe sich nie wirklich damit beschäftigt, was Rassismus eigentlich ist, erklärt Märtha Louise und gibt offen zu, dass es so auch bequem für sie war. "Ich bin nicht stolz darauf, aber mir ist klar, dass ich dieses tief verwurzelte System besser verstehen muss, um Teil seiner Demontage sein zu können." 

Eine Ahnung von diesem Rassismus, den sie bisher als weiße privilegierte Frau, dazu noch aus königlichem Hause, in ihrem Leben offenbar lange als Randnotiz empfunden hat, bekommt sie seit mehr als zwölf Monaten als Frau an der Seite Verretts. "Es ist so, wie die Leute vor Durek zurückschrecken. Wie Freunde annehmen, dass er über alles lügt. Dass er böse ist, weil er freundlich ist. Die Worte werden leise gemurmelt und machten ihm klar, dass er keinen natürlichen Platz am Tisch hat."

Durek Verrett wird der Handschlag verweigert

Doch nicht alle sind leise in ihren Vorurteilen und rassistischen Ressentiments. "Menschen der gehobenen Gesellschaft sagen: 'Wie kannst du es wagen zu glauben, ich würde deine Hand berühren?', als er seine Hand ausstreckte, um gute Nacht zu sagen", und merkt an, dass dieser Vorfall vor der Coronakrise und den Abstandsregelungen geschehen sei. 

Prinzessin Märtha Louise wählt das geschriebene Wort, um über ihre Erfahrungen zu berichten. Doch auch ohne dabei ihre Stimme zu hören oder ihren Gesichtsausdruck zu sehen, spürt man in jeder weiteren Zeile ihre Wut und Verletztheit, die das Verhalten ignoranter Menschen gegenüber ihrem Partner hervorrufen. 

Märtha Louise verurteilt die Berichterstattung

"Wie angenommen wird, dass Durek kein guter Mensch ist, der mich tatsächlich liebt, sondern mich dazu manipuliert hat, ihn zu lieben, und mich in unserer Beziehung immer wieder manipuliert. Wie er mich finanziell ausbeuten wird". Die 48-Jährige hat viele Schlagzeilen ertragen müssen. "Die Presse präsentiert ihn als Lügner, der gewalttätig ist und eine Bedrohung für meine Familie und mich darstellt."

Die Presse habe die Geschichte seines Ex-Freundes veröffentlicht, ohne die Fakten richtig zu prüfen. Hank Greenberg hatte in einem Interview mit "SE og HØR" im März unter anderem behauptet: "Er ist wie ein Sektenführer. Seine Fans werden einer Gehirnwäsche unterzogen und folgen ihm sklavisch. Es macht mir Angst."Märtha Louise urteilt angesichts des ihrer Meinung nach nachlässig recherchierten Artikels:  "DAS IST RASSISMUS!"

Die Tochter von König Harald, 83, und Königin Sonja, 82, berichtet von distanzlosen Bemerkungen aus ihrem Umfeld: "Uns wurde wöchentlich gesagt, dass wir unsere Leute und Familien beschämen, weil wir uns für einander entschieden haben." 

"Er ist für mich und meine Mädchen da"

Es ist offenbar ein starker Gegenwind, der Märtha Louise und Durek Verrett fast zu erdrücken droht. Umso kraftvoller wirken jedoch diese Worte der Prinzessin: "Die Realität ist, dass ich es liebe, wie er Raum schafft für mich als Frau, auf meine Weisheit hört und für mich und meine Mädchen da ist."

Märtha Louise hat ihre Stimme erhoben - gegen Rassismus und für ihre Liebe zu Durek Verrett.

Verwendete Quellen:Instagram, schamnismus.org, SE og HØR

ama Gala

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