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Prinzessin Madeleine Schulstart ihrer Sprösslinge steht unter keinem guten Stern

Prinz Nicolas, Prinzessin Madeleine, Prinzessin Adrienne, Chris O´Neill und Prinzessin Leonore
Prinz Nicolas, Prinzessin Madeleine, Prinzessin Adrienne, Chris O´Neill und Prinzessin Leonore
© Dana Press
Der unbeschwerte Sommer in Schweden neigt sich dem Ende zu und bald beginnt für die Kinder der in Miami lebenden Prinzessin Madeleine wieder die Schule. Doch dieses Mal könnten sie mit einer sehr ungewöhnlichen Situation konfrontiert sein.

Sorglose Wochen liegen hinter Prinzessin Madeleine, 40, und ihren Lieben. Die jüngste Tochter von König Carl Gustaf, 76, und Königin Silvia, 78, hat vermutlich den ausgiebigen Heimatbesuch in Schweden in vollen Zügen genossen. Doch nun ruft bald der Alltag. Am 17. August 2022 startet für ihre beiden ältesten Kinder in ihrer Wahlheimat Florida wieder die Schule. Doch die Rückkehr von Prinzessin Leonore, 8, und Prinz Nicolas, 7, ins Klassenzimmer ist mit Sorgen behaftet. In den USA herrscht akuter Lehrkräftemangel. 

Prinzessin Madeleine: Akuter Lehrermangel in ihrer Wahlheimat

In den Vereinigten Staaten als Lehrer:in zu arbeiten, ist sicherlich eine Berufung. Der Job gilt landesweit als schlecht bezahlt, die Klassen sind oft überfüllt und notwendige Unterrichtsmaterialien müssen von den Pädagog:innen aus eigener Tasche bezahlt und bereitgestellt werden. Kein Wunder also, dass der Lehrkräftemangel nicht zuletzt aufgrund der Pandemie im Laufe des letzten Jahres zu einem nur noch schwer zu bewältigenden Problem eskalierte.

Wie die Florida Education Association (FEA) bereits Mitte Februar 2022 berichtete, verdoppelte sich in Prinzessin Madeleines Wahlheimat die Anzahl der offenen Stellen für Lehrer:innen zwischen 2016 und 2021 von 2400 auf 4961. Von diesen Zahlen ausgehend schließt die FEA, dass bereits im Jahr 2021 rund 450.000 Schüler:innen in Florida ohne zertifizierte Vollzeit-Lehrkräfte in ein neues Schuljahr starten mussten. 

Schlechte Gehälter, überfüllte Klassenzimmer und keine langfristigen Verträge

Als Gründe für diesen Mangel listet der Verband unter anderem Florida als Schlusslicht bei den Lehrergehältern. Überfüllte Klassenzimmer, ein Mangel an Unterstützung für die Pädagog:innen und das Fehlen von Mehrjahresverträgen tun ihr Übriges. Schon vor Beginn der Pandemie hätten 40 Prozent der neuen Lehrer:innen in Florida ihren Job innerhalb der ersten fünf Berufsjahre aufgegeben. "So schlimm war es noch nie", bestätigt Dan Domenech von der American Association of School Administrators (AASA) den eklatanten Fachkräftemangel gegenüber "The Washington Post".

Eine Situation, die auch Floridas Gouverneur, den Republikaner Ron DeSantis, in Bedrängnis brachte. Er genehmigte am 9. Juni 2022 einen Gesetzesentwurf, der unter anderem vorsieht, dass das Bildungsministerium ehemaligen Angehörigen des US-Militärs ein befristetes Lehr-Zertifikat ausstellen darf. Unter dem neuen Gesetz, das am 1. Juli 2022 in Kraft trat, können auch Veteran:innen ohne College-Abschluss ein solches Lehr-Zertifikat für sämtliche Klassen, also 1 bis 12, erhalten, schreibt die Lokalzeitung "The Gainesville Sun". Eine Beschränkung auf bestimmte Fächer gibt es nicht.

Gut möglich also, dass auch die schulpflichtigen Kinder von Prinzessin Madeleine und Chris O'Neill im sonnigen Miami bald von einem ehemaligen Mitglied der US-Armee unterrichtet werden. Im County Miami Dade, wo die Familie zu Hause ist, sind die Sommerferien am 16. August zu Ende. Am Tag darauf beginnt wieder der Ernst des Lebens. Und der wird für die Sprösslinge der Schweden-Prinzessin, darunter der als sensibel beschriebene Nicolas, möglicherweise wesentlich schwieriger als für andere royale Schüler:innen. 

Verwendete Quellen: feaweb.org, washingtopnpost.com, gainesville.com

ama Gala


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