Prinzessin Madeleine + Chris O'Neill: Charmant wie nie

Prinzessin Madeleine und Ehemann Chris O'Neill haben in einer Talkshow über ihr Leben in London und ihre Kinder Leonore und Nicolas gesprochen. Eine echte Charmeoffensive!

Prinzessin Madeleine und Chris O'Neill im Interview: Teil 2

Prinzessin Madeleine + Christopher O'Neill

Eine New Yorker Lovestory

Schwedens Prinzessin Madeleine hat in ihrer neuen Heimat Florida ganz amerikanisch mit ihren Kindern Prinzessin Leonore, Prinz Nicolas und Prinzessin Adrienne das Schauerfest gefeiert.
22. Oktober 2018  Pinzessin Madeleine und ihre Kinder Prinz Nicolas und Prinzessin Leonore sind schon im Halloween-Fieber. Gemeinsam geht es an diesem Tag auf das Kürbisfeld. 
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3. Oktober 2018  Königin Silvia und Prinzessin Madeleine strahlen vor der Skyline von New York um die Wette. 

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Das Interview mit Moderator Fredrik Skavlan fing mit der Frage nach den Schwedischkenntnissen von Chris O'Neill an. Einige Vokabeln brachte der 41-Jährige zusammen und erzählte, er könne die Sprache "ein bisschen". "Wenn Leonore und Madeleine sich unterhalten, besonders über Tiere … Wenn es um 'hesten' [Pferde] und 'kaninen' [Kaninchen] geht, dann verstehe ich es."

Leonore und ihr Lieblingstier

Überhaupt scheint "kaninen" ein Wort zu sein, dass er als erstes lernen und sagen musste auf Schwedisch. Denn: "Das ist Leonores kleines Ding!" erklärte: "Wir können nicht ohne 'kaninen' leben!" Ihre Tochter habe ein (namenloses) Stofftier in Hasenform, das sie unbedingt brauche, und wenn sie es vor dem Einschlafen nicht fänden, "werden wir an diesem Abend nicht ins Bett kommen".

Chris O'Neill führte lachend weiter aus, sie hätten "kaninen" bei einem Spaziergang durch Chelsea verloren, es allerdings erst später bemerkt. Obwohl er im Regen sogar Mülltonnen auf ihrem Weg durchsucht habe ("Die Leute müssen mich für verrückt gehalten haben!"), habe er das geliebte Häschen nicht gefunden. Arme kleine Prinzessin!

Leonore, deren Name "Sonnenschein" heißt, weiß bei der Taufe ihres Bruders im Oktober die Gemeinde zu unterhalten ...

Über Leonore, die laut ihrer Eltern tatsächlich ein kleiner Wildfang ist, erfuhr man noch ein bisschen mehr. Nicht nur, dass sie ihren Vater um den kleinen Finger wickeln kann und das ganz genau weiß. "Seit dem Tag ihrer Geburt hat sie immer ein Lächeln auf dem Gesicht und bringt uns jeden Tag zum Lachen," beschrieb ihre Mutter.

Chris O'Neill bekannte, er sei temperamentvoll und manchmal ziemlich launisch. Der Moderator wollte daraufhin von Prinzessin Madeleine wissen, wie sie damit umgehe. Charmant lächelnd erzählte die Königstochter: "Diejenige, die damit am besten umgehen kann, ist Leonore. Sie guckt ihn an und sagt 'Hi'." Das beruhige "in Sekunden", so der stolze Vater.

Prinz Nicolas

Natürlich ging es auch im Prinz Nicolas, der im Juni in Schweden das Licht der Welt erblickt hatte. "Nicolas ist eine sanfte Seele", so Chris O'Neill über seinen Zweitgeborenen. Er habe einige Schwierigkeiten gehabt, einige kleine Krankheiten, aber dennoch habe er immer zurückgelächelt. Leonore gehe im Vergleich zu ihrem Bruder schon mehr aus sich heraus, aber sein Sohn sei ja auch erst sechs Monate alt.

Das Leben in London

Seit dem Sommer lebt die Prinzessin mit ihrer Familie in London. Der Umzug sei immer geplant gewesen, das hatte Chris O'Neill in anderen Interviews klargestellt. Er habe dort arbeitsbedingt seinen Lebensmittelpunkt und wolle seine Familie um sich haben.

Christopher O'Neill

"Wir wollten nie in Schweden bleiben"

Chris O'Neill

Fredrik Skavlan stellte also die Frage, wie man sich das Leben der vier in England konkret vorstellen müsse, ob sie in einem Haus oder in einer Wohnung leben würden. Prinzessin Madeleine blieb eine direkte Antwort schuldig. Bei aller neuen Offenheit, das Paar wollte solche Details scheinbar nicht preisgeben. Nur so viel sagte Madeleine: "Wir leben ein ganz normales Leben. Ich bin eine Vollzeitmutter und genieße es, den größten Teil meiner Zeit mit unseren kleinen Kindern zu verbringen." Ihr Mann arbeite "sehr viel", aber wenn er daheim sei, würden sie lustige Dinge zusammen tun. "An den Wochenenden versuchen wir, in den Zoo zu gehen oder auf einen örtlichen Markt, kaufen Gemüse …"

"Ich bin eine schreckliche Hausfrau!"

Das brachte TV-Koch direkt zu der Frage, ob die Prinzessin kochen könne. Sie verneinte lächelnd. Und sie müsse gestehen, dass sie für ihren Mann noch nie eine ganze Mahlzeit gekocht habe. "Ich bin eine schreckliche Hausfrau." Aber wenn sie etwas kochen müsste, dann wären das wohl schwedische Fleischbällchen.

Chris sei aber ein sehr guter Koch und die Küche sein Bereich. Dort wolle er sie gar nicht haben. "Das sagt sie als Entschuldigung", warf der Finanzmanager lachend ein. Gekocht wird also im gemeinsamen Haushalt, aber wenn es mehr als Fleischbällchen geben soll, dann muss Chris übernehmen.

Madeleine als Mutter

Etwas ins Erzählen kam Prinzessin Madeleine, als es um ihre Rolle als Mutter und ihre eigene Kindheit ging. Ihre Eltern seien sehr liebevoll und großzügig, aber in ihrer Kindheit aufgrund ihrer Verpflichtungen als König und Königin oft weg gewesen. "Ich möchte im Moment meine ganze Zeit den Kindern widmen, denn das ist der Teil, den ich ein bisschen vermisst habe."

Sie stamme eben aus einer Elterngeneration, die sehr viel aktiver, mehr "hands-on" mit dem Nachwuchs sei. An Chris gerichtet fragte sie: "Ich meine, wie viele Windeln hast du schon gewechselt?" Nickend erwiderte er: "Jede Menge."

Zum Sommer in Solliden gehören heute die selben Dinge wie früher, als Prinzessin Madeleine und ihre Geschwister klein waren.

Und vom "Hands-on"-Vater gab es gleich darauf wieder Komplimente an seine Frau und seine Schwägerin . Beide seien "geborene Mütter". Auch Prinz sei toll als Onkel. "Alle drei sind so warm und lieb mit den Kindern."

Solche Komplimente dürfte die Familie gern hören, zumal Chris' Schwager im nächsten Jahr zum ersten Mal Vater wird.

Die Schwestern erleben ihre eigene Kindheit wieder

Dass die königliche Familie den Sommer gemeinsam auf Öland verbrachte, so wie jedes Jahr, war natürlich bekannt. Bilder zeigten Prinzessin Madeleine und ihre Geschwister bei Fahrradtouren mit den Kindern und bei Spaziergängen.

König Carl Gustafs Jüngste sprach über diese Zeit und sagte, sie und ihre Schwester Victoria würden mit ihren eigenen Töchtern auf Öland genau das Gleiche machen, das sie schon in ihrer Kindheit getan hätten. "Wir sammeln die Eier von den Hühnern ein, wir gehen zu den Erdbeerfeldern, pflücken Erdbeeren, dann gehen wir reiten …" Victoria sei immer eine gute große Schwester gewesen, die - weil die Eltern viel fort waren - sich um sie und gekümmert und ihnen vieles beigebracht habe.

Victoria, Carl Philip + Madeleine

Die kleinen Schweden

Prinz Gustaf Adolf mit seinen Töchtern und seinem Erben, dem kleinen Prinz Carl Gustaf bei dessen Taufe 1946.
1977: Ein Bild wie aus einem Märchenfilm
Königin Silvia trägt die kleine Prinzessin Victoria auf dem Arm.
Königin Silvia genießt mit ihrer ersten Tochter im August 1977 den Sommer auf Schloss Solliden.

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So charmant, humorvoll und offen hat man Prinzessin Madeleine und Chris O'Neill bislang nicht erlebt, schon gar nicht gemeinsam. "Charmeoffensive geglückt", möchte man da sagen ... Besonders die kleinen Details über ihre Kinder Leonore und Nicolas, haben die Sympathiewerte sicherlich steigen lassen - im Studio und in Madeleines Heimat Schweden.

Teil 1: Komplimente, kleine Bekenntnisse, aber keine echte Überraschung

Im Vorfeld der am Freitag (11. Dezember) ausgestrahlten Talkshow "Skavlan" war - bis auf einen kleinen Ausschnitt - nicht viel durchgesickert über das, was Prinzessin Madeleine und ihr Mann Chris O'Neill zu sagen hatten. Schwedische Medien spekulierten, ob das Paar das als Weihnachtsspecial ausgestrahlte Interview vielleicht nutzen würden, um Chris' Image aufzupolieren.

Der sehr auf die Privatsphäre seiner Familie bedachte Finanzexperte hat in Prinzessin Madeleines Heimat keinen leichten Stand: Erstens weil man ihn oft als unnahbar erlebt hatte. Zweitens weil er unter anderem mit leicht machohaften Äußerungen über seine Rolle als Brötchenverdiener für Irritationen gesorgt hatte. Auch wünscht man sich, seine Frau mit ihm und den Kindern öfter im Lande zu sehen - und eben nicht im Ausland und damit fern jeder repräsentativen Rolle.

It was fun speaking to Skavlan, Adele and Jamie Oliver about family life and kids.

Gepostet von Princess Madeleine of Sweden am Freitag, 11. Dezember 2015

Neugier aufs Interview

Was die Prinzessin und ihr Ehemann in "Skavlan" erzählen, wie sie sich präsentieren würden, wurde mit entsprechend großer Neugier erwartet. Das in der vergangenen Woche in London aufgezeichnete und komplett auf Englisch geführte Gespräch dauerte 70 Minuten, wobei das royale Paar rund 30 Minuten im Mittelpunkt stand.

Die beiden kamen Hand in Hand die Treppe ins Studio hinunter und begrüßten die anderen Gäste und Moderator Fredrik Skavlan herzlich und mit Wangenküsschen. So locker ging es weiter: Der Interviewer stellte keine harten Fragen, Madeleine strahlte, lachte und gab sich so entspannt wie ihr Mann. Als Paar erlebte man die beiden wohl zuletzt auf der Hochzeit so zugewandt.

Komplimente am laufenden Band

Der Moderator wollte wissen, ob Menschen durch die Anwesenheit der Prinzessin aufgeregt würden. "Ich werde nervös, wann immer sie einen Raum betritt", verkündete Chris O'Neill mit breitem Lächeln und übertrumpfte dieses Kompliment an seine Frau in der Folge immer weiter - und sie zog nach. Sie lobte ihn als echten Gentleman, seinen Humor und seine Großzügigkeit. "Er gibt mir ein Gefühl von großer Sicherheit. Wir sind ein gutes Team."

Das scheinen die beiden in der Tat zu sein - mit subtilen Geheimzeichen. Die Twittergemeinde machte bereits unmittelbar nach der Sendung eine davon aus: Ein kurzer Blick seiner Frau, ein kurzer Wink, und schon richtete Chris O'Neill - offenbar auf ihr Geheiß hin - seine Haare.

Keine echte Überraschung

Diejenigen, die erwartet hatten, die Prinzessin könnte bisher unbekannte Details aus ihrem Leben verraten, wurden enttäuscht. Angesprochen wurde viele bereits bekannte Themen wie das Kennenlernen, das die beiden allerdings nur recht vage beschrieben. Man habe sich "durch gemeinsame Freunde" kennengelernt.

Auch die Antwort auf die Frage, wie das erste Zusammentreffen von Chris O'Neill mit König Carl Gustaf und tatsächlich lief, blieb eher schwammig. Man könne sich auf so etwas nicht vorbereiten, erklärte der königliche Schwiegersohn, es gebe "keine Anleitung". Und ja, er sage "Sir" zum König, die Königin sei "Mom". Beides wusste man bereits aus vorherigen Interviews.

Gjestelisten på fredagens Skavlan er stjernespekket. Princess Madeleine of Sweden, kommer sammen med ektemannen Chris...

Gepostet von Skavlan Talkshow am Mittwoch, 9. Dezember 2015

Schüchtern statt arrogant

Schon in dem vorab veröffentlichten Interviewausschnitt war zu sehen gewesen, wie die Prinzessin sich zur ihrer Rolle in der Öffentlichkeit äußerte. Sie stehe nicht gern im Mittelpunkt und sei sehr schüchtern, sagte sie. Man habe sie zu Fototerminen als Kind regelrecht hinzerren müssen, sie habe sich immer verstecken wollen.

"Man könnte denken, ich wäre daran gewöhnt und komme damit zurecht. Aber das tue ich nicht." Als öffentliche Person, die sie nun einmal sei, müsse sie sich mit der Aufmerksamkeit auseinandersetzen. "Ich kämpfe damit und arbeite daran … Und ich bin hier!" Dafür erntete sie Applaus vom Studiopublikum.

Ein Tag nach der Verleihung der Nobelpreis gibt es ein zweites Dinner, wiederum mit royalen Gästen. Hier kommen Prinzessin Victoria und Ehemann Daniel an.

Nobelpreis 2015

Königlicher Glanz für noble Preise

Dieses Bekenntnis war vielleicht noch das überraschendste Detail. Hatte man die jüngere Schwester von Prinzessin Victoria doch bisher nicht als so scheu wahrgenommen, wie sie sich im Interview darstellte. Indirekt begegnete sie mit dieser Aussage der immer mal wieder leise geäußerten Kritik, sie nehme sich selten Zeit für Gespräche mit Journalisten, sei ein wenig weniger zugewandt als die Kronprinzessin und wirke unter anderem deswegen manchmal arrogant.

In der Tat, so räumte Prinzessin Madeleine ein, erwarte man von ihr "mehr Bänder durchzuschneiden", im Sinne von: mehr repräsentative Termine zu übernehmen. Sie wolle, so sagte sie, an ihrem neuen Wohnsitz in London schwedische Interessen in England vertreten. "Ich kann hier viele Dinge tun."

Ob sie am liebsten ihren Titel abgeben wolle, fragte sie Fredrik Skavlan. Madeleines Antwort war diplomatisch: Sie sei "stolz, eine Prinzessin zu sein", wenn sie es dazu nutzen könne, auf wichtige Themen wie Kindesmissbrauch aufmerksam zu machen, was sie im Rahmen ihrer Arbeit bei "World Childhood" tue.

Was wissen Sie über Victoria, Estelle, Madeleine und Co.?

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Prinz Gustaf Adolf mit seinen Töchtern und seinem Erben, dem kleinen Prinz Carl Gustaf bei dessen Taufe 1946.

König Carl Gustaf hat vier ältere Schwestern. Margaretha, Birgitta, Désirée und ...

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