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Prinzessin Lilian Großzügige Erbtante


Die verstorbene schwedische Prinzessin Lilian hat ihren Nichten und Neffen Geld, Schmuck und Immobilien hinterlassen. Schwedische Zeitungen haben herausgefunden, wer was bekam

Prinzessin Lilian von Schweden hinterließ bei ihrem Tod ein Vermögen von rund 55 Millionen schwedischen Kronen. Die Zeitung "Expressen" berichtet nun, wie das Testament das Vermögen der Prinzessin, nach Beerdigungskosten und Steuern angeblich noch eine Summe von 53,8 Millionen SEK (Schwedische Kronen, das sind etwas mehr als sechs Millionen Euro), verteilt. Dabei werden die schwedischen Familienmitglieder großzügig bedacht, ihre Schwestern aus ihrer walisischen Geburtsfamilie hingegen gehen leer aus. Sie grämen sich jedoch nicht und sagen, der Kontakt zu ihrer Schwester sei sowieso vor langer Zeit schon eingeschlafen.

Als die schwedische Prinzessin Lilian im März 2013 starb, war das ganze Land in Trauer. Die nicht standesgemäße, geschiedene Britin, die nach langer Liebe und langer Wartezeit ihren Prinzen Bertil erst dann heiraten konnte, als König Carl Gustaf den Thron bestiegen hatte, war beim Volk sehr beliebt. Und auch ihre Nichten und Neffen hingen sehr an der zierlichen Frau. Prinzessin Victoria und Prinzessin Madeleine brachen einen Skiurlaub in der Schweiz ab, als ihre Großtante im Sterben lag, und eilten zurück nach Stockholm, um sich zu verabschieden. Nach einer Beerdigung im engsten Familienkreis fand im September 2013 dann noch eine größere, öffentliche Trauerfeier statt.

Das Testament, dessen Details jetzt öffentlich wurden, wurde von Prinzessin Lilian im Jahr 2006 erstellt. Sie vererbt demnach beispielsweise eine Wohnung im Londoner Stadtteil Mayfair an die Tochter einer Cousine, die bereits seit 15 Jahren in dem Apartment lebt und eine enge Beziehung zu der Tante pflegte. König Carl Gustaf erhält allerhand Gemälde und Zeichnungen, die entweder Rennautos oder verschiedene Familienmitglieder darstellen. Königin Silvia kann sich laut "Expressen" über zwei Ketten, einen Fuchspelz, fünf Millionen SEK (rund eine halbe Million Euro) und ein Gemälde freuen. Auch ihre Nichten, Prinzessin Victoria und Prinzessin Madeleine, beschenkte Lilian mit Schmuck.

Victoria erhielt eine Diamant-Tiara und ein Diadem aus Stahl, Weißgold und Diamanten, das früher Prinz Bertils Mutter, der Kronprinzessin Margarete, Prinzessin von Connaught, gehörte. Das aus Frankreich stammende Schmuckstück mit den kleinen Olivenblättern konnte man schon bei Prinzessin Madeleines Hochzeit an der Kronprinzessin bewundern, es lässt sich sowohl als Tiara als auch als Collier tragen. Prinzessin Madeleine ist neue Eigentümerin eines Colliers und eines Ringes mit Aquamarinen.

Und auch Lilians Neffe, Prinz Carl Philip, ging nicht leer aus. Nachdem er schon beim Tod seines Großonkels Prinz Bertil im Jahr 1997 die Villa des Paares in Stockholm, Solbacken, geerbt hatte, gehört ihm dort nun auch endgültig alles, was nicht den anderen zugesprochen wurde. Dazu zählen wertvolle Kleinigkeiten wie Zigarrenkästchen, ein mechanischer Wecker und auch ein goldenes Geschirrset. Zusätzlich zu den Kostbarkeiten hat Lilian auch vorgesehen, dass die drei Königskinder sich eine Erbsumme von verbleibenden 30 Millionen Kronen - nach Legaten an weitere Verwandte, ihre Patentochter, Angestellte, die SOS-Kinderdörfer und die anglikanische Kirchengemeinde in Stockholm - teilen. Das macht immerhin zehn Millionen SEK für jeden, umgerechnet rund 1,3 Millionen Euro.

Ob Carl Philip die Villa und das kleine Polster bei der Bank nun zum Anlass nehmen wird, nun auch wie seine Schwestern in Projekte wie Ehe und Familiengründung einzusteigen? Freundin Sofia Hellqvist steht sicherlich bereit. Die sommerlichen Verlobungsgerüchte im Nachklang von Prinzessin Madeleines Hochzeit sind zwar etwas abgeflaut, dennoch bleiben Herbst und Weihnachtszeit bei den Royals die klassische Verlobungszeit, wenn man zum Beispiel im kommenden Sommer zum Altar schreiten wollte.

cfu


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