Prinzessin Leonore: Hier wird sie zur Schule gehen

Als Prinzessin Madeleine vor anderthalb Jahren in die USA zog, hatten die Schweden noch Hoffnung, es wäre nur eine kurzzeitige Lösung. Nun wird aber klar: Die Familie hat nicht vor, in nächster Zukunft zurückzukommen.

Prinzessin Leonore

Der Umzug von Prinzessin Madeleine, 37, und ihrer Familie nach Florida sorgte in Schweden für großen Ärger. Madeleine solle keine Apanage mehr erhalten, wurde lautstark gefordert. Ein luxuriöses Leben ohne Arbeit für die Krone schien für die Schweden ein Affront gegen die Heimat der Prinzessin zu sein. Nachdem sich der erste Zorn im Königreich gelegt hatte und Madeleine bewies, dass sie trotz der Distanz immer mal wieder zum Antrittsbesuch nach Stockholm kommt, begannen die Schweden zu hoffen, dass die Prinzessin bald wieder nach Hause ziehen würde. Nun erhielten sie einen Dämpfer.

Prinzessin Leonore wird in Florida eingeschult

Als mögliches Datum für einen Rückzug nach Schweden kam immer die Einschulung von Prinzessin Leonore in Frage. Dass die Fünfjährige in Florida zur Schule gehen würde - für viele Schweden undenkbar. Doch genauso soll es jetzt kommen. Der Hof bestätigte, dass Leonore im Herbst in die erste Klasse einer amerikanischen Grundschule gehen wird. "Prinzessin Madeleine lebt jetzt in Florida. Die nächste Zeit wird die Familie in Florida bleiben. Das bedeutet, dass die Kinder in Florida zu Schule gehen werden", bestätigte Hofinformationschefin Margareta Thorgren gegenüber der schwedischen Illustrierten "Svensk Damtidning". Ob dies schon immer der Plan war oder dieser erst im Zuge der Umstrukturierung des Hofes gefasst wurde, verriet Thorgren indes nicht. 

König Carl Gustaf reformierte den Hof

Im Herbst 2019 gab König Carl Gustaf, 73, bekannt, das Königshaus zu verschlanken. Im Zuge dieser Maßnahme durften nur die Kinder von Kronprinzessin Victoria, 42, Prinzessin Estelle, sieben, und Prinz Oscar, drei, ihre Titel behalten. Die Kinder von Prinz Carl Philip, 40, und Prinzessin Sofia, 35, sowie die drei Sprösslinge von Madeleine und Chris O'Neill, 45, werden seitdem nicht mehr als "Königliche Hoheit" gehandelt. Zwar behalten Alexander, drei, Gabriel, zwei, Leonore, Nicolas, vier, und Adrienne, eins, ihre Prinzen- und Prinzessinnentitel, werden aber nicht mehr als Repräsentanten für das Königshaus eingesetzt.

Während dieser Schritt erstmal sehr hart klingt, so schafft er den Nachkommen von Carl Philip und Madeleine viele Freiheiten. Weil sie nicht zwangsläufig für die Monarchie arbeiten müssen, sind sie in ihrer Berufswahl deutlich freier. Das Gleiche gilt für die Ausbildung: Weil Leonore vermutlich nie auf dem schwedischen Thron sitzen wird, kann sie auch außerhalb Schwedens zur Schule gehen. Ein Szenario, das für Prinzessin Estelle und Prinz Oscar als Kinder der künftigen Königin undenkbar ist. Sollte sich die Thronfolge aus verschiedensten Gründen einmal ändern, müsste über die Schulwahl von Leonore noch einmal diskutiert werden. Das gilt aber als sehr unwahrscheinlich, immerhin rangiert die Fünfjährige aktuell nur auf Platz acht der Thronfolge und rutscht noch weiter nach hinten, sobald ihre Cousins und Cousinen Kinder bekommen. 

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Ärger um Prinzessin Madeleines Apanage

Weil Madeleine die nächste Zukunft offenbar nicht in Schweden plant, die Familie ist auch gerade erst in Florida in ein neues Haus gezogen, könnten im Königreich noch einmal kritische Stimmen bezüglich ihrer Apanage laut werden. Als Kind des amtierenden Königs bezieht Madeleine für ihr Leben Gelder, die aus den Steuerzahlungen der Schweden generiert werden. Dafür erheben die Bürger einen Anspruch auf eine Arbeit für die Krone. Ob auch dieses System mit Madeleines final-scheinender Entscheidung in den USA zu bleiben, reformiert wird, bleibt abzuwarten. 

Verwendete Quellen: Svensk Damtidning, DanaPress

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