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Prinzessin Ingrid Alexandra Forderung in Norwegen: Sie soll kein Auto zum 18. Geburtstag bekommen

Prinzessin Ingrid Alexandra
Prinzessin Ingrid Alexandra
© Dana Press
Prinzessin Ingrid Alexandra wird am 21. Januar 2022 volljährig und kann dann erstmals ohne Begleitung Auto fahren. Schon jetzt macht sich der ein oder andere Gedanken zu dem Thema. Ulrik Eriksen zum Beispiel.

Der Autor des Buches "Ein Land auf vier Rädern - Wie das Auto Norwegen eroberte" hat in der Zeitung "VG" einen Kommentar geschrieben. Darin fordert er, dass das norwegische Königshaus zum 18. Geburtstag von Prinzessin Ingrid Alexandra mit der bisherigen Tradition bricht und sich vom "Kongelig Norsk Automobilklub" (KNA) kein Auto spendieren lässt. 

Autos für die Royals vom Automobilclub 

1913 wurde König Haakon VII. Ehrenmitglied des Automobilclubs. 1924 bekam sein Sohn Prinz Olav zum Tag seiner Volljährigkeit einen Wagen geschenkt. Der heutige König Harald bekam 1955 einen schwarzen Peugeot 203 zum 18. Geburtstag und auch Prinz Haakon und seine Schwester Prinzessin Märtha Louise wurden jeweils mit einem Peugeot 205 in den Jahren 1991 und 1989 beglückt. Sicher wird der Club auch Ingrid Alexandra im Januar 2022 gerne beschenken. Und genau das soll verhindert werden, findet Ulrik Eriksen.

Prinzessin Ingrid Alexandra soll Geschenk ausschlagen

"Es ist höchste Zeit, dass die königliche Familie die engen und problematischen Beziehungen zum KNA im Besonderen und zur Autoindustrie im Allgemeinen bricht", schreibt der Autor und erklärt: "Die Organisation war schon immer zutiefst politisch und versucht, die Interessen der Autofahrer in Norwegen auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer zu fördern."

Kritik verpufft 

Die Forderung des Autors findet im Kommentarfeld unter dem Online-Artikel allerdings keinen Zuspruch. Stattdessen kommt die Gegenforderung, der Automobilclub solle diesmal doch einfach ein umweltfreundliches Auto liefern. Besser der Club spendiere ein Auto, als dass der Steuerzahler dafür aufkommen müsse, heißt es. Wer weiß, wie sich Prinzessin Ingrid Alexandra eines Tages selbst zum Thema Auto stellt. Schließlich ist sie schon seit vielen Jahren Schirmherrin der Umweltagenten in Norwegen.

So reagiert der Hof

Auch der Hof bleibt belassen. Der Leiter der Kommunikationsabteilung, Sven Gjeruldsen, sagte der Zeitung "VG": "Gestatten Sie mir darauf hinzuweisen, dass Seine Majestät der König in den 90er Jahren öffentlich erklärte, dass es für die Mitglieder der königlichen Familie in Zukunft nicht relevant ist, ein Auto als Geschenk zu erhalten." Außerdem wies der Hof darauf hin, dass es schon seit 2015 neue Regeln gibt, nach denen es den Royals verboten ist, kommerzielle Geschenke anzunehmen. 

Verwendete Quellen:  Dana Press, vg.no

jre Gala

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