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Prinzessin Estelle Herman Lindqvist erklärt damaligen Wirbel um ihren Namen

Prinzessin Victoria und Prinzessin Estelle
Prinzessin Victoria und Prinzessin Estelle
© Patrick van Katwijk / Getty Images
Kurz nach der Geburt von Prinzessin Estelle im Jahr 2012 kritisierte der schwedische Historiker Herman Lindqvist die Auswahl ihres Namens. Heute erklärt er, wie es zu seiner harschen Äußerung kommen konnte.

Prinzessin Estelle von Schweden wurde am 23. Februar 2012 geboren. Es war nicht nur ihre Geburt, die beim schwedischen Volk für Aufsehen sorgte, sondern auch ihr außergewöhnlicher Name. Nur wenige Stunden nachdem das schwedische Königshaus den Familienzuwachs verkündet hatte, kritisierte der Historiker Herman Lindqvist, 79, die "merkwürdige" Namenswahl – und löste damit eine Schlagzeilenflut aus. 

Nun, 10 Jahre später, erklärt Lindqvist, wie es zu seinem unbedachten Kommentar kommen konnte und weshalb Prinzessin Victoria, 45, ihm den Ausrutscher nie übel nahm.

Prinzessin Estelle sei kein "königlicher" Name

2012 erklärte Herman Lindqvist gegenüber dem schwedischen Blatt "Aftonbladet": "Ich finde, Estelle ist ein ziemlich merkwürdiger Name. Er hat überhaupt keine Verknüpfung zu Schwedens Geschichte, und dazu ist das in keiner Weise ein königlicher Name." Doch damit nicht genug. Lindqvist, der einst der Geschichtslehrer der Kronprinzessin war, sagte außerdem: "Wenn man sich vorstellt, dass die schwedische Königin in Zukunft Estelle heißen soll, klingt das nicht sehr klug, eher wie der Name einer Nachtklubkönigin." Konstruktive Kritik hört sich definitiv anders an.

Prinzessin Estelle und Prinzessin Victoria

Wie der Historiker heute erklärt, sei seine Äußerung in einem unpassenden Moment gefallen. Er habe sich zum Zeitpunkt des Anrufes auf einer eigens erbauten Konstruktion in vier Metern Höhe befunden. Offenbar wollte er so an ein höher gelegenes Fenster kommen, als plötzlich das Telefon klingelte. Diese prekäre Situation in Kombination mit Lindqvists "spontanen" Reaktionen sei unglücklich gewesen. "Ich habe einige Fehler und Schwachstellen, mein größter Fehler ist vielleicht, dass ich sehr spontan und gleichzeitig sehr schnell bin", erklärt der Autor heute entschuldigend gegenüber "Svensk Damtidning".

Prinzessin Victoria verzieh ihrem einstigen Lehrer

Als der Mediensturm nach Lindqvists Äußerung über Schweden einbrach, setzte der 79-Jährige einen Brief an seine ehemalige Schülerin auf. Er entschuldigte sich für seine überstürzte Handlung und schilderte die unpassenden Umstände des Interviews. "Sie verstand und antwortete schnell", so Herman Lindqvist. Er beteuert, dass Prinzessin Victoria ein warmherziger Mensch sei. Böses Blut gibt es zwischen ihm und der Königsfamilie nicht. Noch immer ist er ein gern gesehener Redner auf dem königlichen Schloss. 

Verwendete Quellen: Dana Press, svenskdam.se

jna Gala


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