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Prinz Nikolai + Co. Die königlichen Enkel brauchen einen Beruf

Königin Margrethe und ihre Enkelkinder
Königin Margrethe und ihre Enkelkinder
© Dana Press
Der Model-Auftritt von Prinz Nikolai hat für einigen Gesprächsstoff gesorgt. Wie viel Rücksicht müssen die Enkel von Königin Margrethe bei der Berufswahl nehmen und welche Jobs dürfen sie ausüben?

Der Zeitpunkt, an dem Prinz Nikolai sein Laufsteg-Debüt gegeben hat, hätte schlechter nicht sein können. Denn der Enkel von Königin Margrethe hatten seinen ersten Job bei der Londoner Fashion Week ausgerechnet in der Zeit der Trauer um Prinz Henrik. Das sorgte für Gesprächsstoff: Nicht nur der Zeitpunkt, auch das Modeln an sich wurde in Frage gestellt.

Ein Prinz auf dem Laufsteg

Nikolai ist der Sohn von Prinz Joachim und seiner ersten Frau Gräfin Alexandra. Er ist das älteste der Enkelkinder der dänischen Königin und damit der erste, der eine Berufswahl treffen muss. Er hat sieben Cousins und Cousinen, aber außer Prinz Christian, der direkter Thronerbe sein wird, müssen sich alle einen nicht-royalen Job suchen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Denn Felix, Isabella, Vincent, Josephine, Henrik und Athena werden keine Apanage erhalten.

Margrethes Enkel brauchen Jobs

Dänemark bekommt also in etlichen Jahren Arbeitnehmer mit einem königlichen Titel, die bei Familienfesten vom Balkon von Schloss Amalienborg winken und gelegentlich repräsentieren werden. So etwas ist in anderen Königshäusern, beispielsweise in England, keine Besonderheit mehr. Im Königreich von Margrethe II. ist es aber in dieser Form bislang nicht vorgekommen.

Prinz Nikolai läuft bei der Fashion Week in London am 17. Februar zum ersten Mal als Model. Aber ist das eine passende berufliche Perspektive für einen Prinzen?
Prinz Nikolai läuft bei der Fashion Week in London am 17. Februar zum ersten Mal als Model. Aber ist das eine passende berufliche Perspektive für einen Prinzen?
© Dana Press

Königshausexperte Lars Hovballe Sörensen sagte im dänischen Sender "TV2": "Es gibt dafür keine Regeln." Denn es sei neu, dass es in den kommenden Jahren so viele Mitglieder des Königshauses ohne Apanage geben werde. Es gebe gewisse Erwartungen daran, womit sich ein Prinz oder eine Prinzessin beschäftigen dürfe. Die Öffentlichkeit werde ihr Arbeits- und Berufsleben genau verfolgen. Es sei deshalb schwerer als früher, ein junger Royal zu sein.

Nikolai, Josephine + Co. müssen entscheiden

Für den Hofexperten Sebastian Olden-Jörgensen ist es wichtig, dass die Prinzen und Prinzessinnen sich zuerst einmal entscheiden, inwieweit sie ihren royalen Status überhaupt nutzen wollen. Zum Beispiel im Charity-Bereich könnte das von Nutzen sein. Auch eine Karriere im Militär sei möglich. Experte Jon Bloch Skipper weist darauf hin, dass die Berufswahl der jungen Royals nicht zu Interessenkonflikten für das Königshaus führen dürfe.

Den Prinzen- oder Prinzessinnen-Titel und die Verbindungen zum Königshaus einzusetzen, um damit Geschäfte zu machen, würde sicherlich auf entsprechende Kritik stoßen. Genauso wie Firmen, die mit einem königlichen Mitarbeiter werben.

Vorbilder gibt es vor allem in England

Als Vorbilder für Königin Margrethes Enkelkinder sind sicherlich besonders die britischen Royals geeignet. Prinzessin Eugenie, Enkeltochter von Queen Elizabeth, studierte fleißig, machte einige Praktika und heuerte im Kunstsektor an. Dort hat sie inzwischen eine beeindruckende Laufbahn vorzuweisen. Wenn große Familienzusammenkünfte mit Anwesenheitspflicht anstehen, Queen Elizabeth ihren Clan um sich schart, bekommt Eugenie frei.

Die zweite Tochter von Prinz Andrew und Sarah Ferguson unterstützt einige Charitys, die Themen vertreten, die sich persönlich betreffen. Die Prinzessin mit Job meistert die royalen Aufgaben und ihren Beruf ohne Skandale und Verwicklungen. So könnte es als Royal mit Job auch für Prinz Nikolai unc Co. gehen.

kdi / mit Material von Danapress Gala


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