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Prinz Henrik (†) Niemand ahnte, wie krank er wirklich war

Prinz Henrik (†)
Prinz Henrik (†)
© Dana Press
Königin Margrethe ist nach dem Tod ihres Ehemannes zum Glück nicht allein, sondern kann auf ihre und Prinz Henriks Freunde zählen. Diese verraten, wie schlecht es um den 83-Jährige zuletzt stand

Als 2017 vom dänischen Hof vermeldet wurde, Prinz Henrik leide unter Demenz, da vermuteten langjährige Beobachter des Königshauses schon, dass es dem Ehemann von Königin Margrethe sehr viel schlechter ging, als man bis dahin angenommen hatte. Die Krankenakte des ehemaligen Prinzgemahls war zwar lang, er hatte aber bei seinen wenigen öffentlichen Auftritten seit seinem Ruhestandsantritt 2016 nicht viel weniger rüstig gewirkt als zuvor.

Schwere Zeiten für Margrethe

Nach seinem Tod sprechen nun Mal die engen Freunde und beschreiben, welche schwere Zeit hinter dem Prinzen und hinter Königin Margrethe liegt. "Sie hatte glücklicherweise gute Unterstützung. Aber es bereitete ihr schon lange große Sorgen. Sie hat eine lange und schwere Zeit hinter sich. Denn ich glaube nicht, dass die Leute wussten, wie krank Prinz Henrik wirklich war", so Brita Ahlefeldt-Laurvig, die mit einem Jugendfreund von Königin Margrethe verheiratet ist, zur dänischen Boulevardzeitung "BT".

Genauere Details über den Gesundheitszustand des Prinzen, der sich in den letzten Lebenswochen vor allem im warmen Ägypten aufhielt, verrät die Freundin allerdings nicht. Diskretion gehört offenbar zu den Tugenden derjenigen, die der gebürtige Franzose um sich scharte. 

Der Freundeskreis hält Kontakt

Prinz Henrik war sehr gesellig und hatte einen großen, treuen Freundeskreis. Diese Vertrauten sind jetzt seine Witwe da. So sagte Modeschöpfer Erik Brandt zu "BT“: "Natürlich bin ich für die Königin da", er habe ihr das auch geschrieben.
Christian Kjaer, Prinz Henriks Jagd- und Reisegefährte, will die Königin ebenfalls unterstützen. Er habe ihren Mitarbeitern und denen Henriks mitgeteilt, dass er behilflich sei, wenn er könne.

Der Weg der Freunde, um zur Monarchin vorzudringen, sind Briefe. Sie schreiben ihr persönlich, lassen sie wissen, dass sie jederzeit bereitstehen. "Danach ergreift Königin Margrethe die Initiative und gibt ihren Wunsch zum Ausdruck, dass sie uns gerne sehen würde", sagt Brita Ahlefeldt-Laurvig. Sie bewundere die Königin für ihre würdevolle Haltung, die sie bei den Trauerfeierlichkeiten zeigte. Dennoch zieht sich die Freundin nun vorerst zurück. "Die Königin muss sich um ihre Bedürfnisse kümmern können,“ so Ahlefeldt-Laurvig.

Susanne Heering ist seit Jahrzehnten mit Margrethe befreundet. Ihr eigener Ehemann starb vor drei Jahren, nach über 50 Jahren Ehe. Sie kann also gut verstehen, was die Freundin gerade durchmacht. "Sie ist eine starke Frau", sagte die 79-Jährige zu "BT". "Es hat sie nicht überraschend getroffen. Deshalb glaube ich, dass sie gut zurechtkommen wird. Und ihre Freunde werden alles tun, um ihr in dieser schweren Stunde zu helfen."

Margrethe nimmt sich eine Auszeit

Auch eine Königin braucht Zeit zum Trauern: Margrethe ist aktuell außer Landes und verbringt einen Winterurlaub. Ihr genauer Aufenthaltsort wird vom Hof nicht verraten. Es wird aber vermutet, dass sie in Norwegen ist, wo sie sich über viele Jahre hinweg mit Königin Sonja gemeinsam zum Skilaufen getroffen hatte. Erst am 11. März wird sie in Dänemark zurückerwartet, bis dahin ist Prinz Frederik Regent. 

kdi / mit Material von Danapress

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