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Prinz Henrik Ein Prinz für 4800 Euro am Tag

Prinz Henrik
Prinz Henrik
© Dana Press
Seit Jahresbeginn ist Prinz Henrik im Ruhestand, seine Apanage ist allerdings weiterhin fürstlich. Eine dänische Zeitung hat genau nachgerechnet, was der Ehemann von Königin Margrethe pro Tag bekommt

Selbst Manager könnten da neidisch werden, schreibt "Extrabladet", die nachgerechnet hat, was Prinz Henrik als pensionierter Ehemann von Königin Margrethe noch an Apanage erhält. Das seien - wenn man von 220 Arbeitstagen eines normalen Arbeitnehmers ausgehe - 36.363 Kronen und damit umgerechnet etwa 4890 Euro pro Tag, so die dänische Zeitung.

Pensionierung überraschte

Bereits kurz nach der via Neujahrsansprache verkündeten selbstgewählten Pensionierung des ehemaligen Prinzgemahls - diesen Ehrentitel gab der gebürtige Franzose inzwischen ab -, hieß es von Hof und Regierung, die Apanagenhöhe würde deswegen nicht geändert. Egal ob Henrik nun, was viele überraschte, im Ruhestand sei oder nicht. Schließlich würden davon unter anderem Verwaltungs- und Personalkosten und Teile der Instandhaltungskosten für die Schlösser gezahlt. Und die laufen weiter, obwohl der 81-Jährige nur noch einige wenige Auftritte und Termine absolviert.

Auf 220 Arbeitstage wie ein durchschnittlicher dänischer Arbeitnehmer kommt er sicherlich nicht mehr. Man hatte zunächst sogar angenommen, er würde sich fast gänzlich zurückziehen und nur noch seinen Leidenschaften für Kunst, Literatur und Wein frönen.

Kein gänzlicher Rückzug

In den ersten Monaten sah es tatsächlich danach aus, inzwischen erleben die Dänen ihre Monarchin aber nicht mehr nur alleine - Henrik lässt sich wieder blicken. Sei es am Geburtstag von Margrethe am 16. April auf dem Balkon von Schloss Amalienborg oder einige Tage vor beim Staatsbesuch aus Mexiko. Er waltet, wenn auch eingeschränkt, wieder seines Amtes.

Ein Termin nach Hneriks Geschmack: Er probiert das neuste Karussell "Fatamorgana" im Tivoli.
Ein Termin nach Hneriks Geschmack: Er probiert das neuste Karussell "Fatamorgana" im Tivoli.
© Dana Press

Allerdings geht er seit Januar noch konsequenter als zuvor schon eigene Wege und lässt es sich, durchaus auch im Ausland, gerne und gutgehen. Dazu gehört, dass er nur noch die Termine annimmt, die ihm offensichtlich Spaß machen, so wie die Eröffnung einer neuen Attraktion im Kopenhagener Tivoli oder die Auszeichnung eines erfolgreichen Rennpferdes mit einem Pokal.

Wer kriegt was

Am 1. April veröffentlichte der Hof die aktuellen Apanage-Zahlen, die besagen, dass Prinz Henrik zehn Prozent dessen erhält, was Königin Margrethe insgesamt jeden Monat bekommt. Ihrer Schwester Benedikte, die im Gegensatz zu Prinz Henrik ein weitaus aktiveres Mitglied der königlichen Familie ist, erhält 1,5 Prozent dieser Summe.

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