VG-Wort Pixel

Prinz Henrik (†) So privat wird er beigesetzt

Prinz Henrik (†)
Prinz Henrik (†)
© Action Press
Eine Trauerfeier im kleinsten Kreis, keine royalen Gäste: Prinz Henriks Beerdigung fiel anders aus als erwartet - bis hin zu dem Detail, wo und wie er beigesetzt wird. Denn eine öffentlich zugängliche Grabstätte wird es nicht geben, nicht in Dänemark und nicht in Frankreich

Er wollte es alles ein wenig anders: Nachdem Prinz Henrik entschieden hat sich nach seinem Tod verbrennen zu lassen, endete der Beisetzungsgottesdienst am Dienstag (20. Februar) damit, dass der königliche Konfessionarius symbolisch Erde auf den Sarg streute und den Sarg segnete. Eine weitere Überführung an den vom Prinzen ausgewählten Bestattungsort erfolgte nicht – auch nicht zum Dom von Roskilde, wo Königin Margrethe einst ihre letzte Ruhe finden wird. So wie König und Königinnen seit Jahrhunderten.

Symbolische Geste

Die Erde, die auf den Sarg gestreut wurde, hatte man sorgsam ausgewählt: Sie stammt aus dem Park von Schloss Marselisborg bei Aarhus und vom Weinschloss Cayx in Südwestfrankreich. Hierhin, auf ihren privaten Besitz, hatten sich Margrethe und Henrik viele Jahrzehnte immer im Sommer zurückgezogen, um ihren Urlaub zu verbringen. Und der ehemalige Prinzgemahl hatte sich dort nach seiner royalen Pensionierung immer wieder alleine aufgehalten.

Das passiert mit Prinz Henriks Asche

Das Verteilen der Asche wird später in einer rein privaten Zeremonie erfolgen, so die Agentur "Danapress“. Da es der Wunsch von Prinz Henrik war, dass die eine Hälfte über dänisches Gewässer verstreut wird, wird sich ein Teil der königlichen Familie dazu vermutlich auf die Jacht Dannebrog begeben. Die andere Hälfte der Asche soll im privaten Garten von Schloss Fredensborg in einer Urne beigesetzt werden. Beide Orte hatte sich der ehemalige Prinzgemahl ausdrücklich gewünscht und ausgesucht. Und sein Wunsch wird, obwohl er ungewöhnlich ist, befolgt.

Die Dänen werden also keine öffentlich zugängliche Grabstätte aufsuchen können, wenn sie dem verstorbenen Ehemann von Königin Margrethe noch einmal die letzte Ehre erweisen wollen.

Der Grabstätten-Eklat

Bis vom Hof die Beisetzungsdetails veröffentlicht wurden, hatte es Spekulationen darüber gegeben, ob der 83-Jährige vielleicht sogar in Frankreich, seiner Heimat, beigesetzt werden würde. Denn im Sommer 2017 hatte Prinz Henrik ein überraschendes Interview gegeben, das – weil er nicht mit Kritik an seiner Frau sparte – für Schlagzeilen sorgte. Er habe sich nicht mit der Königin verheiratet, um in Roskilde beerdigt zu werden, hatte er "Se og Hör“ damals gesagt und damit der gemeinsamen Grabstätte im Dom eine Abfuhr erteilt.

Die Königin ließ daraufhin mitteilen, sie respektiere den Wunsch ihres Mannes. Wenige Wochen nach dem Eklat hatte der Hof die Meldung veröffentlicht, dass Prinz Henrik unter Demenz leide, was einen Teil seiner heftigen Kritik zumindest in einem anderen Licht erscheinen ließ.

Margrethes Sarkophag aus Glas

Was aber wird nun aus der gemeinsamen Grabstätte? Henrik und Margrethe hatten bereits 2003 an Plänen mitgewirkt, ihre gemeinsame Krypta mit einem Glassarkophag schmücken zu lassen. Die Zeitung "Ekstra Bladet" schreibt, dieser Sarkophag sei nahezu fertig und der Künstler Björn Nörgaard werde nach Tschechien reisen, wo das über 3 Millionen Euro teure Objekt gefertigt wurde, um es zu prüfen. Im Frühjahr werde der königliche Sarkophag in Dänemark erwartet, soll aber für die Öffentlichkeit nicht sichtbar untergebracht werden. Bis er gebraucht wird ...

kdi / mit Material von Danapress Gala


Mehr zum Thema