Prinz Henrik (†): Seine Asche ist noch immer nicht beigesetzt

Die Asche von Königin Margrethes verstorbenem Ehemann Prinz Henrik ist längst nicht wie gewünscht verstreut. Zwei Urnen sollen in Schloss Fredensborg stehen und warten

Prinz Henrik (†)

Als Prinz Henriks Sarg am Tag der Trauerfeier aus der Schlosskirche von Schloss Christiansborg getragen wurde und in den Leichenwagen geschoben wurde, ging die Fahrt unmittelbar zum Krematorium. Das war am 20. Februar.

Prinz Henriks letzter Wille

Der dänische Hof hatte auch akribisch alle Details des Testamentes zu den Beisetzungswünschen der Öffentlichkeit vorgelegt. Prinz Henrik bestimmte, dass er verbrannt werden wolle und die Asche geteilt wird: Die eine Hälfe soll über dänische Gewässer verstreut werden, die andere Hälfte im privaten Garten von Schloss Fredensborg, nördlich von Kopenhagen gelegen, beigesetzt werden.

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Kriegt Margrethe keine Genehmigung?

Aber weder das eine noch das andere ist bisher geschehen, weiß die dänische Illustrierte "Taet Paa" in dieser Woche zu berichten. Liegt das Problem an Königin Margrethe? Bringt sie es nicht übers Herz, sich von ihrem geliebten Henrik ganz zu trennen? 

Der Grund ist ein ganz anderer: Auch für Royals gelten nämlich die Vorschriften und Regelungen, wie Beisetzungen vonstatten gehen dürfen. Wer sich auf einem Privatgrundstück beisetzen lassen will, muss eine Reihe von Vorschriften erfüllen und dann einen entsprechenden Antrag stellen. Für Fredensborg gilt ein Antrag beim "Helsingör Stift", dass erst noch die Genehmigung erteilen muss und die Prüfung des Antrages dauert durchaus.

Prinz Henriks Beisetzung

Dänemarks Königsfamilie nimmt Abschied

20. Februar 2018  Ein letztes Mal gibt es einen Blick auf den Sarg, der die von Fahnenträgern gesäumten Straßen passiert. Damit enden die Beisetzungsfeierlichkeiten.  Prinz Henrik hatte bestimmt, dass er eingeäschert wird. Es wird keine öffentlich zugängliche Grabstätte geben. Der eine Teil seiner Asche wird über dänischen Gewässern verstreut, der andere Teil in einer Urne im privaten Teil des Gartens von Schloss Fredensborg beigesetzt.
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Unter anderem muss bewiesen sein, dass das Grundstück mindestens 5.000 Quadratmeter groß ist. Und man muss sich auch damit abfinden, dass man neben der Urne, die privat begraben wurde, keinen Gedenkstein setzen darf. Sie verschwindet also und kann buchstäblich in Vergessenheit geraten. Der dänische Hof will sich zur Urnenbeisetzung auf Fredensborg nicht äußern. Dies sei eine Privatsache.

Der Hof schweigt zu der Beisetzung

Wann die andere Hälfte der Urne in dänischen Gewässern verstreut wird, bleibt auch unbeantwortet. Eine Möglichkeit könnte sein, dass Königin Margrethe, wenn sie in diesem Jahr die königliche Yacht Dannebrog zu ihrer Sommerrundfahrt besteigt, vielleicht die Urne mitnimmt und eine kleine Zeremonie an Bord arrangiert. Es dauerte in diesem Jahr tatsächlich ungewöhnlich lange, bis die Reisepläne der Königin bekannt gegeben wurden. Vielleicht war auch dies ein Grund, weil ihr der richtige Zeitpunkt der Ascheausstreuung wichtig war?

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