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Prinz Frederik Er hat seine Ängste besiegt

Prinz Frederik von Dänemark
Prinz Frederik von Dänemark
© Getty Images
Prinz Frederik von Dänemark ist an seinem 50. Geburtstag mit sich und seiner Rolle im Reinen. Das war nicht immer so

Es ist 22:48 Uhr, das Dinner anlässlich des 50. Geburtstags von Kronprinz Frederik auf Schloss Christiansborg nähert sich dem Dessert, einem Rhabarber-Zitronenmousse.

Kronprinzessin Mary hält eine emotionale Rede

Da erhebt sich Kronprinzessin Mary, um vor den 400 Gästen eine Rede auf ihren Mann zu halten. "Du bist Vater von vier Kindern, Musikliebhaber, Kampfschwimmer, Militärmann und mein Mann", beginnt die 46-Jährige und erinnert daran, dass es Mut brauchte, auf eine gemeinsame Zukunft zu setzen. "Ich bin glücklich darüber, dass du den Boden unter meinen Füßen weggezogen hast und wir uns trauten, etwas zu wagen." Die Australierin betont Frederiks Humor und schließt ihre Rede später mit den Worten: "Ich liebe dich". All das rührt ihren Mann so sehr, dass er sich mit seiner Stoffserviette die Tränen wegwischen muss. 

Prinz Frederik und seine Familie 
Prinz Frederik und seine Familie 
© Getty Images

Königin Magrethe ist stolz auf ihren Sohn

Viele erinnert diese Szene an die Hochzeit von Mary und Frederik im Mai 2004: Auch dort kullerten bei dem ergriffenen Prinzen in der Kirche Tränen der Freude und Rührung. Es geht eben gern emotional zu im dänischen Königshaus. Auch die Geburtstags-Rede von Königin Margrethe, 78, auf ihren Sohn bewegt die Gäste sehr. "Ich bin so stolz auf dich, auf euch. Du hast deinen Weg gefunden und gezeigt, wie stark du bist", sagt das dänische Staatsoberhaupt. 

"Ich hatte das Gefühl, mein Leben geht zu Ende"

In der Tat: Frederik hat sich gefunden. Und jetzt, mit 50, ist er vollends mit sich im Reinen. Alles läuft perfekt – als Mann, Ehemann, Vater und als künftiger König. Dabei machte ihm genau diese Aussicht in jungen Jahren extrem zu schaffen. Das erzählte Frederik in einer Dokumentation des dänischen Senders TV2 anlässlich seines Ehrentags: "Der Gedanke, dass ich mal König werde, wurde zur Phobie. Ich hatte das Gefühl, mein Leben geht zu Ende. Und keiner erklärte mir, was eigentlich passieren wird." 

Prinz Frederik bekämpft seine Ängste 

Seine Ängste versuchte Frederik durch körperliche Herausforderungen zu bekämpfen: Er wurde Offizier, Kampfschwimmer der Marine, machte eine Hundeschlitten-Expedition durch Grönland. Bis heute läuft er Marathon und nimmt an Triathlon-Wettkämpfen teil. "Er will Extremes erleben und auf Augenhöhe sein, dort, wo er er selbst sein kann: nur Frederik", beschreibt Mary in der TV-Doku Frederiks Auszeiten von den royalen Pflichten. Und genau das könne er beim Sport. 

Bodenständige Erziehung 

Prinz Frederik, Prinzessin Mary
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Seine grosse Liebe ist sie, denn Mary schaffte es seit dem Kennenlernen vor achtzehn Jahren, Ruhe und Stabilität in Frederiks Leben zu bringen. Dass sie ihm eine große Familie schenkte, erdete den Prinzen noch mehr. Die vier Kinder Christian, 12, Isabella, 11, sowie die 7-jährigen Zwillinge Vincent und Josephine sollen so normal wie möglich aufwachsen. Nicht selten sieht man Papa Frederik oder Mama Mary auf dem Lastenrad durch Kopenhagen strampeln – im Kasten vorn die Kinder, die zur Schule gebracht werden. Ganz bodenständig eben. Besonders wichtig ist diese Normalität für Christian, Frederiks ältesten Sohn, der auf Platz zwei der Thronfolge steht. Denn ihm möchte Frederik die Panik vor seiner künftigen Position ersparen. Wann immer Christian mit Fragen zu ihm komme, so Frederik bei TV2, gebe er ihm offene und ehrliche Antworten: "Ich kenne die Situation, aber davor braucht man keine Angst zu haben." Jetzt, mit 50, kann er das guten Gewissens sagen. 

Gala


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