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Prinz Frederik + Prinzessin Mary Powerpaar auf Deutschlandtour

Prinz Frederik, Prinzessin Mary
© cfu / Gala
Das dänische Kronprinzenpaar Frederik und Mary ist mit einer großen Wirtschaftsdelegation auf Deutschland-Besuch. Gleich vier Branchen erhoffen sich von den sympathischen Royals jede Menge Strahlkraft für gute Geschäfte - und für Mary reißt in Hamburg sogar die Wolkendecke auf

Auch wenn sie nicht mit der Bahn kommen: Sie sind spät dran. Rund zwanzig Minuten später als geplant prescht die Kolonne aus Polizeiautos und schwarzen Limousinen vor das Hamburger Rathaus und entlädt kostbare Fracht: das dänische Kronprinzenpaar. Schaut man auf ihren Terminplan - heute noch elf Auftritte in Hamburg -, so fühlt sich die Gruppe vielleicht schon am Anfang des Tages etwas atemlos.

Der rote Teppich wird erst kurz vor der Ankunft des Kronprinzenpaares von seiner Schutzschicht befreit.
Der rote Teppich wird erst kurz vor der Ankunft des Kronprinzenpaares von seiner Schutzschicht befreit.
© cfu / Gala


Doch jetzt läuft alles glatt: Die Wolken halten dicht, der rote Teppich am Rathaus kann kurz vor Eintreffen der Gäste noch von seiner Plastikschutzhülle befreit werden und die Dame von der Gästebetreuung, die vorsichtshalber zwei schwarze Schirme im Anschlag hält, bleibt ganz entspannt im Eingangstor stehen. Für Prinz Frederiks und Prinzessin Marys ersten Auftritt in der Hansestadt kommt sogar die Sonne raus.

Zwei Schirme werden für Prinz Frederik ud Prinzessin Mary bereitgehalten - für den Fall, dass es doch noch regnet.
Zwei Schirme werden für Prinz Frederik ud Prinzessin Mary bereitgehalten - für den Fall, dass es doch noch regnet.
© cfu / Gala

Die königlichen Hoheiten sind Vollprofis im Dienste Dänemarks:

Aussteigen, Lächeln, Winken, Hände schütteln, den einen oder anderen Blumenstrauß einsammeln - die Kronprinzessin tut, als sei ihr die Zeitnot total egal und das Publikum, das sich vor dem Hamburger Rathaus eingefunden hat, das Wichtigste überhaupt. Sie schüttelt einige Hände, ihre Hand ist weich und gepflegt. Dass Mary daheim hinter vier Kindern herwischen muss, merkt man dieser Hand nicht an. Die Menge dankt mit "Guten Morgen"- und "Welcome to Hamburg"-Rufen, bis schließlich auch die dänische Prinzessin den Bürgermeister nicht länger warten lässt.

Ein weiterer Pluspunkt für die Selbstdarstellung Dänemarks am Rande des hohen Besuchs: Auch der dänische Tourismusverband ist aktiv geworden, neben dem Rathaus parkt ein großer Bus und davor sind ein verlockendes Kuchenbuffet und große Kaffeekannen aufgebaut. Freundliche Menschen in roten Jacken verteilen noch vor Ankunft des Kronprinzenpaares Fähnchen in den Landesfarben weiß und rot. Und "Kringel aus Jütland", leckeres Backwerk, an die Wartenden. Denn vor dem Bus bleibt es erstmal eher leer, niemand will seinen Platz mit guter Sicht an der Absperrung für ein Stück Torte riskieren. Erst als das Kronprinzenpaar das Rathaus betreten hat, nimmt der Besucherstrom auf den Nachtisch zu.

Die Fans erwartete eine leckere Kuchenauswahl - das gab es noch bei keimem royalen Besuch in der Hansestadt!
Die Fans erwartete eine leckere Kuchenauswahl - das gab es noch bei keinem royalen Besuch in der Hansestadt!
© cfu / Gala

Der nächste Programmpunkt wartet

Prinzessin Mary und Prinz Frederik sind zu diesem Zeitpunkt schon wieder auf dem Sprung: Sie werden gleich nach der Begrüßung durch Bürgermeister Olaf Scholz zum nahegelegenen Hotel "Scandic Emporio" kutschiert, wo die mitgereiste Wirtschaftsdelegation sowie Hunderte Teilnehmer an Workshops zu den Themenkomplexen dänisches Design, Nachhaltigkeit, Gourmet und Gesundheit bei der großen Eröffnung auf sie warten. Sie haben Zeit aufgeholt und sind nun nur noch wenige Minuten zu spät. Als sie die Treppe herunterkommen, erhebt sich das Publikum im Saal und klatscht, das Kronprinzenpaar nimmt das fast schüchtern entgegen.

Frederiks warme Worte für die Stadt

Stand Prinzessin Mary beim Annehmen von Blumen und Grüßen noch ganz vorn, während sich ihr Mann in der zweiten Reihe hielt, so sind die Rollen nun vertauscht. Prinz Frederik glänzt als geübter, unterhaltsamer und warmherziger Redner. Er erzählt davon, wie sehr er Hamburg seit dem letzten Besuch des Paares vor fast zehn Jahren in guter Erinnerung behalten habe. Damals sei sein Sohn, Prinz Christian, auf seinem ersten Auslandstermin dabei gewesen, er war damals gerade vier Monate alt. Heute sei sein Sohn neun Jahre alt, wie die Zeit vergeht. Außerdem lässt der Prinz durchblicken, dass er die Hamburger Bewerbung um die Olympischen Spiele mit Spannung verfolge. Hamburgs Bürgermeister setzt sich gleich voller Stolz so hin, dass er ein paar Zentimeter größer wirkte.

Brav bewegt sich das Kronprinzenpaar von Designworkshop zu Kochvorstellung zum nächsten Workshop.
Brav bewegt sich das Kronprinzenpaar von Designworkshop zu Kochvorstellung zum nächsten Workshop.
© cfu / Gala

Zum Schluss dann noch ein Galadinner

Für das Kronprinzenpaar folgen Workshopbesuche, ein Businesslunch, ein Krankenhausrundgang, ein Vortrag an der Hafencity-Universität, Besuche in einem Supermarkt und einem Designkaufhaus sowie ein Galadinner am Abend. Für Mittwochmorgen steht ein Brauerei-Rundgang auf dem Programm, danach geht es sofort ins Flugzeug. Die zweite Etappe der Tour beginnt nämlich schon am frühen Mittwochabend in München, Programm wie gehabt: Galadinner, dann am Folgetag Workshops, Besuche hier und da und ein Businesslunch, Lächeln, Winken, Wirtschaft fördern, bis Prinzessin Mary und Prinz Frederik dann am Donnerstagabend wieder ins Flugzeug gen Kopenhagen steigen.

So zahlt die Krone ihre Kosten zurück

Für ihr Land werden sie die allerbeste Werbung gewesen sein: der etwas hibbelige Kronprinz, der nicht gut stillsitzen, aber so verschmitzt lächeln kann. Und seine schöne, stilsichere Prinzessin, die so freundlich auf die Leute zugeht und lächelnd quittiert, dass die Hand ihres Mannes, wenn sie sich zum Gehen wenden, auch mal auf ihrem Hintern statt am Rücken landet.

Kronprinzessin Mary winkt eifrig bis zum Ende der Zuschauermenge. Der Kronprinz hält sich dezent im Hintergrund.
Kronprinzessin Mary winkt eifrig bis zum Ende der Zuschauermenge. Der Kronprinz hält sich dezent im Hintergrund.
© cfu / Gala
Gala

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