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Prinz Christian + Prinzessin Isabella Nach dem Internatsskandal: Wo liegt ihre schulische Zukunft?

Prinz Christian und Prinzessin Isabella
Prinz Christian und Prinzessin Isabella
© Dana Press
Für Prinz Christian und Prinzessin Isabella sind Wochen der Ungewissheit angebrochen. Die Kinder von Prinz Frederik und Prinzessin Mary werden nach den Sommerferien nicht, wie ursprünglich geplant, das skandalträchtige Internat Herlufsholm besuchen. Nun stellt sich die Frage, wo die beiden ab Herbst die Schulbank drücken sollen.

Für Prinz Christian, 16, gibt es kein Zurück mehr und für seine Schwester Isabella, 15, nicht den ersehnten Neustart. Die Kinder von Prinz Frederik, 54, und Prinzessin Mary, 50, haben erst einmal keine schulische Heimat mehr. Das Internat Herlufsholm, das der Älteste des Thronfolgerpaares bereits seit 2021 besucht und auf das auch seine Schwester im Herbst gehen sollte, ist zum Tabuthema geworden. Vor wenigen Tagen wurde offiziell verkündet, dass die Geschwister dort nicht mehr unterrichtet werden sollen. Doch welche Möglichkeiten kommen für die jungen Royals nun infrage?

Prinz Christian + Prinzessin Isabella: Experten diskutieren Schuloptionen

Das Eliteinternat Herlufsholm hat seinen guten Ruf verloren. Eine TV-Doku deckte Gewaltvorfälle sowie Missbrauch und Mobbing innerhalb der Schülerschaft auf. Ein untragbarer Zustand und damit keine Option für Sprösslinge des dänischen Königshauses. Die dänische Presse hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, Frederik und Mary bei ihren Überlegungen bei der Schulsuche zu unterstützen. 

Die Zeitung "B.T." hat dafür drei Königshaus-Experten zurate gezogen. Lars Hovbakke Sørensen ist einer von ihnen. Der Historiker findet: "Die sicherste und naheliegendste Lösung ist eine dänische Sekundarschule. Dafür wird es eine klare Unterstützung in der Bevölkerung geben." Mit diesem wohl überlegten und volksnahen Vorschlag stimmt sein Kollege Sebastian Olden-Jørgensen überein und hat auch einen konkreten Gedanken, welche Schule es werden könnte: "Wir werden im Reservat bleiben. Ich denke, das Aurehøj Gymnasium [in Gentofte, einem Vorort von Kopenhagen; Anmerkung der Redaktion) wäre eine gute Wahl. Es ist die offensichtliche, die einfache und die unumstrittene Lösung. Sie müssen etwas wählen, über das sich niemand wundern wird." 

Søren Jakobsen hingegen schlägt das Gammel-Hellerup-Gymnasium und das Øregaard-Gymnasium vor. Letzteres besuchte auch Prinz Frederik. Die Schulen befänden sich zudem in den teuersten Gebieten Dänemarks und würden somit den sozialen Bedürfnissen der Familie entsprechen. Doch Jacobsen hat noch ein weiteres Gymnasium auf dem Schirm, das Marselisborg-Gymnsium in Aarhus. Dazu sagt er: "Das würde wirklich gut aussehen. Hier würde er sich an etwas anderem orientieren als am Kopenhagener Jetset." Allerdings bliebe dabei die Frage der Unterkunft noch offen.

Pauken im Ausland?

Eine Schule im Ausland wäre für die Experten ebenfalls vorstellbar, eventuell in England oder Frankreich. "Es kann gut sein, dass Prinz Christian sehr gerne von zu Hause weggehen würde. Außerdem gibt es Internate im In- und Ausland. Das Problem ist, dass es schwierig ist, in so kurzer Zeit Hintergrundprüfungen durchzuführen", stellt Olden-Jørgensen fest. Sein Kollege Hovbakke Sørensen pflichtet ihm bei. Von einem Aufenthalt in England oder Frankreich könne Prinz Christian profitieren.

Olden Jørgensen schlägt aufgrund der kurzfristigen Entscheidung für Dänemark das Internat Sorø Akademi vor. Lars Hovbakke Sørensen glaubt, dass das Thronfolgerpaar eine dänische Sekundarschule für Prinz Christian wählen werde, doch er ist der Ansicht, eine ausländische Schule sei vorteilhafter: "Es ist eine bessere Option, und ich würde sie sehr empfehlen. Er würde sich stärker international orientieren, und das wäre klug. Vor allem, wenn es in Frankreich ist." Doch da Prinz Frederik und sein Bruder Prinz Joachim, 53, der Aufenthalt in der École des Roche in der Normandie Anfang der 1980er Jahre nicht sehr zusagte, werde es vermutlich kein Institut im Ausland werden. Eine weitere Krise soll sicher vermieden werden.

"Herlufsholm war ein Bruch mit einer langjährigen Tradition"

Es sei überhaupt verwunderlich, dass Christian nach Herlufsholm gegangen sei. Die Kinder des Thronfolgerpaares besuchen und besuchten eine reguläre Grundschule. Als Prinz Nikolai, 22, der Cousin von Christian und Isabella, 2014 zu Herlufsholm wechselte, wurde das Internat erst richtig als royale Schule anerkannt. "Es war ein Bruch mit einer Linie, die jahrzehntelang verfolgt worden war. Nach und nach ist die königliche Familie beliebter geworden und hat sich in der breiten Bevölkerung durchgesetzt. Herlufsholm war ein Bruch mit einer langjährigen Tradition", stellt Hovbakke Sørensen fest.

Der Historiker ist sich sicher, dass Frederik und Mary ihre Kinder auf normales Gymnasium nördlich von Kopenhagen schicken werden, um zu ihrem populäreren Image zurückzukehren. In Bezug auf Prinzessin Isabella sind sich die drei Experten einig, sie werde einfach an die Tranegaardsskolen zurückzukehren und die 9. Klasse dort besuchen. Das sei die naheliegendste Option.

Bei der Illustrierten "Se og Hør" macht sich Königshaus-Kommentator Jakob Steen Olsen Gedanken zum Schulwechsel von Christian und Isabella. "Das Einzige, was wir mit Sicherheit wissen, ist, dass sie jetzt im Sommer ein Gespräch über die künftige Schulwahl führen werden, aber sie sollten es ziemlich schnell tun, denn so ein Sommer ist plötzlich vorbei."

"Normales" Gymnasium für Christian als positives Signal

Wie bereits die Experten, mit denen "B.T." sprach, findet auch Steen Olsen die damalige Entscheidung für Herlufsholm befremdlich. Das habe betont, dass der Prinz privilegiert sei. Nun sollten sich seine Eltern besser auf eine "gewöhnlichere" Schule konzentrieren. Auch er ist der Ansicht, dass Isabella in ihrer schulischen Umgebung bleiben sollte: "Die naheliegende Entscheidung ist, sie die Schule an der Tranegaardskolen in Gentofte beenden zu lassen, die sie jetzt besucht. Aber auch hier hängt es ein wenig von ihren eigenen Wünschen ab. Denn ich stelle fest, dass mehrfach betont wurde, dass die Kinder hier ein Mitspracherecht haben."

Schwierig sei, dass es in Dänemark keine "königliche" Schule gebe. Königin Margrethe, 82, habe die Zahles Skole in Kopenhagen besucht, Frederik die Kres Skole, und beide seien zudem privat in Amalienborg unterrichtet worden. Das erschwere es, für Christian eine geeignete Schule vorherzusagen. Olsen hat jedoch einen wichtigen Punkt anzumerken: "Wenn ich einen Rat geben darf: Es wäre sicher ein gutes Signal, wenn Prinz Christian auf ein 'normales' Gymnasium gehen würde. Es würde sehr gut zum Selbstverständnis des Kronprinzenpaares passen, das seine Kinder zum Beispiel mit einem Fahrrad zur Schule bringt, und zu seinem Bestreben, sich als moderne und etwas gewöhnlichere Familie zu positionieren."

Doch der Experte mahnt zur Geduld: "Im Moment geht es darum, Ruhe zu bewahren. Das ist für sie im Moment sehr wichtig. Zweitens müssen sie darauf achten, dass sie sich für eine Schule entscheiden, die transparent und moralisch einwandfrei geführt wird. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass keine Punkte gefunden werden, die in Bezug auf die Verwaltung und den Betrieb der Schule erneut angegriffen werden können." 

Verwendete Quelle: bt.dk, seoghoer.dk

ama Gala


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