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Mary + Frederik Protokoll des Glücks

Prinzessin Mary, Prinz Frederik
© Dana Press
So schön kann Arbeit sein: Beim Business-Besuch in Brasilien wirkt Dänemarks Kronprinzenpaar Mary und Frederik so verliebt, als wären es die Flitterwochen

Für viele ist es der schönste Ort der Welt:

die Copacabana, legendärer Strand von Rio de Janeiro. Auch Mary und Frederik von Dänemark wirkten von diesem magischen Ort wie verzaubert, als sie vergangene Woche Hand in Hand über die berühmte Promenade flanierten. Wie ein frisch verliebtes Paar blieben sie immer wieder stehen, lächelten sich an, mit einem Funkeln in den Augen, das man sonst nur aus den Flitterwochen kennt.

Eine Prise Romantik kann eben auch den Arbeitsalltag beflügeln. In Wirklichkeit befanden sich die zwei nämlich auf einer anstrengenden Geschäftsreise mit einem streng getakteten Terminkalender: Begleitet von zahlreichen dänischen Firmen, reiste das Kronprinzenpaar fünf Tage lang durch Brasilien, um die Handelsbeziehungen zwischen Dänemark und dem südamerikanischen Land zu stärken. Dennoch - so viel Zeit für Zweisamkeit hatten Mary und Frederik schon seit Jahren nicht mehr. Vor allem die Geburt der Zwillinge Josephine und Vincent vor 20 Monaten wirbelte das Leben des Kronprinzenpaars ganz schön durcheinander. Ein Zustand, der vor allem Mary zu schaffen machte. Vierfache Mutter, Ehefrau, Fulltime-Job als Kronprinzessin - ganz schön aufreibend für eine einzelne Frau, wie sie in einem Interview anlässlich ihres 40. Geburtstags im Februar zugab: "Im ganzen letzten Jahr befand ich mich in einer sehr nachdenklichen Phase", so Mary in der dänischen Tageszeitung "Berlingske Tidende". "Obwohl es eine wundervolle Erfahrung war, war es doch eine größere Herausforderung, als ich es mir eingestehen wollte. Ich hatte sehr stark das Gefühl, beweisen zu müssen, dass ich allen Erwartungen gerecht werden kann."

14. Mai 2004: Eine echte Traumhochzeit: Eine Frau vom Ende der Welt - Mary stammt aus Australien - heiratet einen der begehrtest
14. Mai 2004: Eine echte Traumhochzeit. Eine Frau vom Ende der Welt - Mary stammt aus Australien - heiratet einen der begehrtesten Junggesellen aus Europas Königshäusern. Und die Dänen liegen der charmanten, schönen Neu-Prinzessin zu Füßen.
© Reuters

Hatte sie im Februar noch sinniert, "ich muss noch lockerer und entspannter werden", kann man heute sagen: Das ist ihr eindeutig gelungen! So gelöst wie in Brasilien hat man die gebürtige Australierin lange nicht gesehen. Daran hat auch Ehemann Frederik - acht Jahre nach der Traumhochzeit in Kopenhagen - entscheidenden Anteil. "Was die beiden richtig machen, ist, dass sie sich als Paar nicht aus den Augen verlieren", sagt die renommierte Paartherapeutin Susanne Veit zu "Gala". "In der Praxis ist es oft zu beobachten, dass Partner, die Eltern werden, sich als Paar vernachlässigen. Dabei ist es wahnsinnig wichtig für die Beziehung, dass man auch etwas für sich macht, gemeinsam schöne Sachen erlebt."

Im Januar feierte das Kronprinzenpaar den ersten Geburtstag der Zwillinge Vincent und Josephine (r.). Mit von der Partie: die be
Im Januar feierte das Kronprinzenpaar den ersten Geburtstag der Zwillinge Vincent und Josephine (r.). Mit von der Partie: die beiden älteren Kinder Christian (l.) und Isabella.
© Picture Alliance

Essen gehen, reden, lachen - die wertvollen Momente der Zweisamkeit tun dem Kronprinzenpaar sichtlich gut. Wissen sie doch, dass ihre Kinder derweil bestens versorgt sind. Während ihrer Abwesenheit kümmern sich Kindermädchen um die Kleinen; auch Marys Vater John Donaldson und seine Ehefrau Susan Horwood springen regelmäßig ein.

Tagsüber ist Prinz Christian, 6, in der Schule, Isabella, 5, und die Zwillinge gehen in die öffentliche Kita, denn Mary und Frederik wollen, dass ihre Kinder so normal wie möglich aufwachsen. In Dänemark haben alle Kinder ab dem ersten Geburtstag einen gesetzlichen Anspruch auf Betreuung, weil man davon ausgeht, dass das gut für ihr Sozialverhalten ist. Ein schlechtes Gewissen, wie es viele arbeitende Mütter in Deutschland haben, kennt man in Dänemark nicht. "In dieser Hinsicht ist Deutschland leider noch Entwicklungsland", so Expertin Veit. Den Schlüssel zum Glück - nämlich die richtige Balance zwischen Arbeit, Kindern und Paarbeziehung - haben Mary und Frederik gefunden. Dass Arbeit und Vergnügen auch mal verschmelzen können, so wie jetzt in Brasilien, war Kronprinzessin Mary schon im Februar bewusst: "Es gibt bei uns oft eine Grauzone zwischen Arbeit und Privatleben. Ich glaube, das wird wohl immer so bleiben."

Stefanie Richter

gala.de


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