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Königin Silvia So sehr belastete sie die Demenz ihrer Mutter

Anlässlich ihres 40-jährigen Ehe-Jubiläums gab Königin Silvia von Schweden ein sehr privates Interview, in dem sie auch über ihre demenzkranke Mutter sprach

Königin Silvia musste am eigenen Leib miterleben, was es bedeutet einen lieben Menschen an die Krankheit Alzheimer zu verlieren: Ihre Mutter Alice Sommerlath litt an der schweren Erkrankung.

Die letzten Monate vor ihrem Tod im Jahr 1997 hatte Alice Sommerlath bei ihrer Tochter auf Schloss Drottningholm in der Nähe von Stockholm verbracht.

Sie gründete eine Stiftung

Wie sie die Demenz ihrer Mutter belastete, erzählte die Monarchin nun in einem sehr intimen Interview mit der schwedischen Zeitung "Aftonbladet". "Früher dachte man, die Menschen werden einfach vergesslich im Alter. Aber es ist eine ernst zu nehmende Hirnkrankheit. Die Patienten brauchen eine professionelle Pflege", erklärt die 72-Jährige. Deshalb gründete die Königin 1996 die Stiftung "Silviahemmet", die dafür arbeitet, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz zu verbessern und Pflegekräfte besser zu schulen.

Königin Silvia und ihre Mutter Alice Sommerlath in Heidelberg
Königin Silvia und ihre Mutter Alice Sommerlath in Heidelberg
© Dana Press

Denn für ihre kranke Mutter da zu sein, war auch für die gebürtige Deutsche nicht immer leicht. "Manchmal fragte sie nach meinem verstorbenen Vater. Immer und immer wieder und man musste ihr immer wieder erklären, dass er nicht mehr lebt."

Unterstützung von Carl Gustaf

Große Unterstützung bekam Silvia auch von ihrem Ehemann König Carl Gustaf. Auch er ging bewundernswert mit der schwierigen Situation um. "Carl Gustaf musste manchmal mehrmals das Essen unterbrechen, um den Tisch herumgehen und sie begrüßen, weil sie jedes Mal sagte, er hätte es vergessen", schildert Silvia die Zeit mit ihrer Mutter auf Schloss Drottningholm.

Sie setzt sich ein

Durch die traurige Erfahrung, die sie mit ihrer Mutter machen musste, ist es der Königin ein persönliches Anliegen, das Verständnis für die Erkrankten zu erhöhen und ihre Pflege zu verbessern. Immer wieder besucht die Schwedin Einrichtungen für Demenzkranke, informiert sich über Pflegekonzepte und betont immer wieder, es sei sehr wichtig, den Kranken Aufmerksamkeit, Liebe und Unterstützung zukommen zu lassen.

jkr Gala


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