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Nach Königin Margrethes Neuordnung Ihre Familie ist "traurig und steht unter Schock"

Königin Margrethe
Königin Margrethe
© dpa-Zentralbild-POOL | Britta Pedersen / Picture Alliance
Königin Margrethe hat mit ihrer Ankündigung, vier Enkelkindern ihre Prinzen- und Prinzessinnen-Titel zu entziehen, für Aufruhr gesorgt. Wie erste Stimmen ihrer Familie jetzt andeuten, wurden sie von der Neuordnung überrumpelt.

Die dänische Königsfamilie gerät ins Wanken: Wenige Minuten nach der Verkündung von Königin Margrethes, 82, Entscheidung, den vier Kindern von Prinz Joachim, 53, ihre Prinzen- und Prinzessinnen-Titel abzuerkennen, meldet sich die erste Ehefrau von Joachim geschockt zu Wort.

"Die Kinder fühlen sich ausgeschlossen"

"Wir sind alle verblüfft über diese Entscheidung", sagt Gräfin Alexandra von Frederiksborg, die Mutter von Prinz Nikolai, 23, und Prinz Felix, 20, die der Zeitung "B.T." zufolge auch im Namen von ihrem Ex-Mann Prinz Joachim und dessen zweiter Frau Prinzessin Marie, 46, spricht. "Wir sind traurig und stehen unter Schock. Das kommt wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die Kinder fühlen sich ausgeschlossen. Sie können nicht verstehen, warum man ihnen ihre Identität wegnimmt." Sie sei "derzeit zu betroffen von der sensationellen Ankündigung des Königshauses, um mehr zu sagen", schreibt die Zeitung weiter.

 Prinz Joachim, Prinz Felix, Gräfin Alexandra und Prinz Nikolai 
 Prinz Joachim, Prinz Felix, Gräfin Alexandra und Prinz Nikolai 
© Dana Press

Laut Lene Balleby, Leiterin der Kommunikationsabteilung des Königshauses, weiß Prinz Joachim allerdings seit dem 5. Mai 2022 von der Entscheidung seiner Mutter, seinen Kindern ihre Titel zu entziehen. "Die Entscheidung hat im Laufe der Zeit verschiedene Formen angenommen, aber Prinz Joachim war immer beteiligt und informiert", so Balleby, räumt allerdings auch ein: "Aber ich verstehe natürlich, dass das schwierig ist."

Royal-Expert:innen finden Königin Margrethes Entscheidung "kaltblütig"

Diverse Expert:innen für das dänische Königshaus haben sich ebenfalls schon kritisch über Königin Margrethes Entscheidung geäußert. "Es ist eine ungewöhnlich kaltblütige Entscheidung der Königin, aber ich verstehe, warum sie sie getroffen hat", sagt "Berlingskes"-Royalexperte Jakob Steen Olsen. 

Königshausexperte Lars Hovbakke Sørensen bezeichnet Margrethes Entschluss als "nicht überraschend", wenn auch als "ziemlich drastisch": "Das ist ein allgemeiner europäischer Trend, weil die Königshäuser so groß geworden sind und es in der Bevölkerung nicht den gleichen Willen gibt, ein großes Königshaus zu unterstützen." Es sei daher eine große und wichtige Entscheidung, wenn es darum geht, die zukünftige Popularität der königlichen Familie zu sichern, erklärt er gegenüber "Ekstra Bladet". Historiker Sebastian Olden ist hingegen nicht überrascht: "Das ist eine völlig sinnvolle und natürliche Anpassung. Es hat auch etwas damit zu tun, dass wir eine so große königliche Familie haben. Es kann nicht unendlich viele Prinzen und Prinzessinnen geben, denn das entwertet auch den Titel, also muss irgendwo eine Grenze gezogen werden."

Rolle von Prinz Joachim verändert sich seit 2020

Seit 2018 verändert sich die Rolle von Prinz Joachim in der königlichen Familie. Zunächst wurde sein Hofstaat aufgelöst und sowohl der Sekretär des Prinzen, Søren Bojesen, als auch die Hofdame von Prinzessin Marie, Britt Siesbye, wurden entlassen. Ein Jahr später wurde bekannt, dass Prinz Joachim an einer Ausbildung an der französischen Militärakademie "Ecole de militaire" in Paris teilnehmen wird. Damals sagte der Prinz, er sei in "einer Mission für die Königin" unterwegs.

2020 wurde Prinz Joachim Verteidigungsattaché an der dänischen Botschaft in Paris, kurz zuvor musste er wegen eines Blutgerinnsels im Gehirn notoperiert werden, während sich die Familie im Château de Cayx in Südfrankreich aufhielt. In einem großen Interview mit "Se og Hør" in Frankreich deutete Prinzessin Marie danach an, dass sie und Joachim ihr Leben nicht selbst bestimmen. "Es sind nicht immer wir, die entscheiden", sagte sie über ihren Umzug nach Paris.

Verwendete Quellen: instagram.com, teda.dk

aen Gala

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