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Königin Margrethe Wird sie wie die belgischen Royals Geflüchteten ein Obdach geben?

Königin Margrethe
© Dana Press
Es sollte Königin Margrethe zu Denken geben, hört man Stimmen in Dänemark. Was sie meinen? König Philippe und Königin Mathilde von Belgien gehen einen völlig überraschenden Weg: Das Monarchenpaar öffnet die Tore für Geflüchtete aus dem Kriegsgebiet der Ukraine. Eine Überlegung, die auch bei den Dänen Anklang findet. 

Eigentlich hat Königin Margrethe, 81, jede Menge Platz, so die Argumentation des dänischen Königshausexperten Jacob Heinel. Warum es also nicht König Philippe, 61, und Königin Mathilde von Belgien, 49, gleichtun und geflüchteten Menschen aus der Ukraine Schutz und Unterkunft bieten? Sie stellen zwei ihrer 70 königlichen Gebäude als Obdach zur Verfügung. Eine Initiative, der sich auch die dänische Königsfamilie gut und gerne anschließen könnte, findet der Journalist. 

Königin Margrethe: Wohnraum für Geflüchtete hätte sie im Angebot

Dabei bleibt er realistisch. "Ich rede nicht davon, dass die Königin eine ukrainische Familie neben ihrem Schlafzimmer einquartieren soll. Aber es gäbe viele andere Möglichkeiten. Schloss Sorgenfri steht mehr oder weniger verlassen da. Auch die Jagdhütte Trend oder die Skihütte des Kronprinzenpaares in Verbier ist eine Möglichkeit", schreibt er in der Zeitung "BT". 

In der Bevölkerung jedenfalls stehen aktuell alle Zeichen auf uneingeschränkter Solidarität. Am 17. März 2022 schwor der dänische Integrationsminister Mattias Tesfaye, 40, seine Landsleute auf eine historische Herausforderung ein: "Wir stehen vor der potenziell größten Zuwanderung von Menschen seit dem Zweiten Weltkrieg. Im Augenblick plant die Regierung mit circa 20.000 Ukrainern in Dänemark, allerdings kann die Zahl noch markant anwachsen."

Hohe Spenden von Prinz Frederik, Prinzessin Mary und der Königin

Jacob Heinel ist der Ansicht, dass die ganze dänische Gesellschaft in der Pflicht sei. Von ganz oben, bis ganz unten. Für die Königsfamilie wäre es eine einzigartige Möglichkeit zu helfen, gerade weil sie den Platz hätten. Untätig sind die Königin und ihre Nachkommen indes nicht. Sowohl Margrethe als auch Prinzessin Mary, 50, und Prinz Frederik, 53, sollen bereits hohe Summen gespendet haben. 

Monarchin verspricht uneingeschränkte Solidarität und Hilfe 

Das Schicksal der Menschen in der Ukraine lässt die Monarchin keinesfalls kalt. Das zeigt ihr recht gedrückt wirkendes offizielles Statement, das sie vor wenigen Tagen veröffentlichen ließ: "Täglich verfolgen wir die Bilder der Zerstörung und der Ungerechtigkeiten des Krieges. Die traurigen Bilder von Kindern und Frauen, die sich von ihren Vätern, Brüdern und Männer verabschieden müssen, die als Soldaten für die Ukraine kämpfen. Aber auch die heldenhaften Bilder der starken ukrainischen Jugend, die für ihr Recht auf Freiheit kämpfen und nun ihr eigenes Leben verteidigen. Für uns Dänen hat sich die ganze Situation unauslöschlich eingeprägt."      

Ihre letzten Sätze versprechen vollkommene Unterstützung für Betroffene und Helfer:innen: "Wir fühlen mit der ukrainischen Bevölkerung und unterstützen alle, die Nothilfe leisten und dafür arbeiten, Menschenleben zu retten. Möge dieser sinnlose Krieg so schnell wie möglich ein Ende finden."

Ob sie die Anregungen von Jacob Heinel in Betracht ziehen wird, bleibt abzuwarten. Dass sie jedoch ein großes Herz für die vielen Menschen in Not beweist, hat sie bereits unter Beweis gestellt.

Verwendete Quelle: bt.dk

ama Gala


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