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König Harald So ermöglichte er Haakon und Mette-Marit die Heirat

König Harald, Brautmutter Marit Tjessem und der kleine Marius Borg Høiby  bei der Hochzeit von Prinzessin Mette-Marit mit Prinz Haakon am 25. August 2001.
König Harald, Brautmutter Marit Tjessem und der kleine Marius Borg Høiby  bei der Hochzeit von Prinzessin Mette-Marit mit Prinz Haakon am 25. August 2001.
© Dana Press
König Harald berichtet in einem neuen Buch, wie es ihm gelungen ist, seinem Sohn Haakon den wohl größten Wunsch zu erfüllen.

Diese Liebe bringt Norwegen in Aufruhr. Als vor zwanzig Jahren erste Fotos von Prinz Haakon, 47, mit Mette-Marit Tjessem Høiby, 47, erscheinen, stößt das auf wenig Gegenliebe. Eine Bürgerliche mit Kind - und dann auch noch mit einer sehr anrüchigen Party-Vergangenheit? Keine gute Wahl für eine zukünftige Prinzessin. So denkt damals der überwiegende Teil der Norwegen. Und König Harald? Wie ist der heute 83-Jährige mit der ungewöhnlichen Romanze seines Nachfolgers auf dem Thron umgegangen?

König Harald: "Unsere Kinder sollen nicht das durchmachen, was wir erlebt haben"

Das beschreibt der Monarch in dem neuen Buch "Kongen forteller" (auf Deutsch: "Der König erzählt") und zeigt, dass die wahre Liebe von jeher auch in seinem Herzen einen Platz finden. Kein Wunder, schließlich ähnelt seine Geschichte der seines Sohnes Haakon. 

Neun Jahre kämpft der junge Harald darum, seine Herzensdame Sonja Haraldsen, 83, heiraten zu dürfen. "Als die Königin und ich Kinder bekamen, sagten wir zueinander, dass sie das nicht durchmachen sollten, was wir erlebt haben, wenn sie eines Tages groß und erwachsen werden."

Die Erlebnisse des Königspaares sollen später tatsächlich von größter Bedeutung für Kronprinz Haakon, aber auch seine Schwester Märtha Louise sein. Bei ihrem ersten Treffen mit dem Königspaar erzählt Mette-Marit demnach selbst über ihr Aufwachsen und ihre turbulenten Jugendjahre. König Harald sagt den Satz, der dem jungen Paar wahrscheinlich unzählige Steine von den Herzen genommen hat: "Das kriegen wir hin." 

Entscheidendes Gespräch mit Ministerpräsident Stoltenberg

Bevor die Verlobung bekannt gegeben wird, spricht der Monarch mit dem damaligen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg, 61. Im norwegischen Grundgesetz steht, der Kronprinz könne nicht ohne Zustimmung des Königs heiraten. Den Paragraphen interpretiert Harald so, dass "der König" im Gesetz der König im Staatsrat, also zusammen mit der Regierung bedeutet.

Bei dem persönlichen Vorabgespräch mit dem Ministerpräsidenten sagt Harald allerdings: "Wenn es darum geht, dass der König die Ehe des Kronprinzen gutheißen soll, dann würde ich doch sagen, dass der König in diesem Fall ich bin, und nicht Sie". Und beide sollen herzlich über den charmanten Satz gelacht haben.

"Das machen wir"

Dennoch wünscht Harald die Meinung des Ministerpräsidenten über die umstrittene Verbindung zu hören. Stoltenberg soll am Ende keine fünf Minuten für seine Entscheidung gebraucht haben: "Das machen wir," sei die entschlossene Erklärung des Politikers gewesen. 

"Viele von uns haben das Privileg erfahren, aus Liebe heiraten zu können", sagt König Harald heute. "Das ist ein großes Geschenk - und zugleich ist es ein Menschenrecht, die wichtigste Entscheidung seines Lebens selbst treffen zu dürfen."

Verwendete Quellen: Harald Stanghelle "Kongen forteller", Dana Press

ama Gala

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