König Carl Gustaf: Er wurde Opfer eines Kronjuwelen-Diebstahls

König Carl Gustaf wurde Opfer eines spektakulären Diebstahls. Jetzt sind die Kronjuwelen wieder aufgetaucht – im Müll  

Die Geschichte klingt wie ein Roman von Henning Mankell. Zwei Männer erbeuten Kronen und einen Reichsapfel aus einer Kirche bei Stockholm, fliehen mit Damenfahrrädern und einem Motorboot. Zwei Monate später schnappt die Polizei einen 22-jährigen Verdächtigen, doch die Beute bleibt verschwunden.

Die gestohlenen Kronjuwelen sind rund sieben Millionen Euro wert

Jetzt, nur wenige Tage nach dem Prozessauftakt, die dramatische Wende: Die wertvollen Stücke, die zu den Kronjuwelen des Königshauses zählen, werden in einem Vorort der Hauptstadt gefunden, und zwar in einem Müllcontainer. Passanten waren aufmerksam geworden, weil jemand "Bomb" auf den Container geschrieben hatte, also "Bombe". Dieser explosive Schweden-Krimi ist kein Roman, sondern pure Realität. Inzwischen stellte die Polizei Kronen und Reichsapfel sicher – zur großen Erleichterung von König Carl Gustaf, 72, und seiner Familie. Die mit Perlen und Edelsteinen verzierten Stücke aus dem 17. Jahrhundert haben einen materiellen Wert von rund sieben Millionen Euro.

Prinzessin Victoria

Süße Kinderbilder von ihrem ersten großen Victoriatag

Prinzessin Victoria
Im Alter von sechs Jahren feierte Prinzessin Victoria zum ersten Mal mit einer großen Sausen ihren Geburtstag auf Schloss Solliden und hatte schon damals jede Menge Hände zu schütteln.
©Gala

König Carl Gustaf: Der Diebstahl beunruhigte ihn sehr

Noch viel schwerer wiegt jedoch ihre historische, kulturelle und vor allem emotionale Bedeutung: Sie stammen aus den Grabbeigaben für König Karl IX. und seine zweite Ehefrau Christine, Vorfahren des heutigen Königs. Der Schatz wurde über viele Jahre in der Strängnäs-Kathedrale westlich von Stockholm ausgestellt, in einer alarmgesicherten Vitrine. Doch Im Juli 2018 gelang es den Tätern, das Glas einzuschlagen. "Sie stahlen ein Stück schwedischer Geschichte und versetzten damit der ganzen Nation einen Schlag", klagte Bischof Johan Dalman. König Carl Gustaf erkundigte sich in den darauffolgenden Monaten immer wieder höchstpersönlich nach dem Stand der Ermittlungen. Er hatte die Sorge, die Kostbarkeiten könnten auf dem Schwarzmarkt landen. Doch in diesem Punkt beruhigten ihn die Kriminalexperten: Für international bekannte Kunstschätze lassen sich nur schwer Käufer finden. Sie sind zu einfach zu identifizieren.

Königskronen sind ein beliebtes Diebesgut

Tatsächlich landeten gestohlene Königskronen jetzt nicht zum ersten Mal im Abfall. 2013 entwendeten Diebe aus der Västerås-Kathedrale nahe Stockholm einen Kronschatz aus dem 16. Jahrhundert, wussten dann aber offenbar nicht, wohin damit. Kurz darauf bekam die Polizei einem Tipp – und fand das Diebesgut in einem Müllsack am Straßenrand.

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