VG-Wort Pixel

Gräfin Alexandra von Frederiksborg Wie gefährlich kann Joachims Ex-Frau Alexandra für Königin Margrethe werden?

Gräfin Alexandra von Frederiksborg
Gräfin Alexandra von Frederiksborg
© Dana Press
Als "tickende Zeitbombe" hatte ein Königshausexperte Prinz Joachim im Hinblick auf die Möglichkeit bezeichnet, dass dieser sich zum Verfassen einer bislang ausstehenden Autobiografie entschließen könnte. Der Prinz habe mittlerweile keine Angst mehr, seine Meinung zu sagen, wurde alarmiert angemerkt. Das gilt auch für seine Ex-Frau Gräfin Alexandra von Frederiksborg, wie dänische Medien spekulieren – und das macht sie für Königshaus und Monarchie aktuell besonders gefährlich.

Knapp zehn Jahre lang war Gräfin Alexandra von Frederiksborg, 58, mit dem dänischen Prinzen Joachim, 53, verheiratet. Aus ihrer Ehe gingen die gemeinsamen Söhne Prinz Nikolai, 23, und Prinz Felix, 20, hervor. Diesen sollen, wie auch ihren beiden Halbgeschwister Prinz Henrik, 13, und Prinzessin Athena, 10, nach Beschluss von Königin Margrethe, 82, und mit Wirkung zum 1. Januar 2023 die Prinzen- beziehungsweise der Prinzessinnentitel entzogen werden. Eine Entscheidung, die sowohl die vier Kinder als auch ihre Eltern erschütterte.

Gräfin Alexandra von Frederiksborg hat sich vom Königshaus unabhängig gemacht

Während Joachim und seine jetzige Frau Prinzessin Marie, 46,  jedoch vorsorglich versicherten, dass sie nicht daran dächten, das Königshaus zu verlassen – im Gegenteil, man wolle weiterhin die Interessen Dänemarks und des Königshauses vertreten, betonten sie in einem Interview –, hat die Gräfin die Bande zum Königshaus schon lange fast vollständig gekappt.

Mit der Scheidung von Joachim verlor Alexandra, bis dahin "Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Alexandra von Dänemark" das königliche Prädikat. Mit ihrer Eheschließung mit Martin Jørgensen, 44, musste sie sowohl auf den Titel einer Prinzessin von Dänemark als auch auf ihren Status als Mitglied der Königsfamilie verzichten. Auch finanziell steht sie auf eigenen Beinen: Seit dem 18. Geburtstag ihres jüngeren Sohnes Prinz Felix am 22. Juli 2020 bekommt sie auf eigenen Wunsch keine Apanage mehr. Es gibt also wenig, was Alexandra davon abhalten könnte, deutlich ihre Meinung zu sagen.

Königin Margrethes Entschluss hat sie erschüttert

"Sie ist völlig raus aus allem und kann daher sagen und tun, was sie will", bekräftigt der Historiker Lars Hovbakke Sørensen gegenüber "Se og Hør". Das habe sie noch am Tag der Veröffentlichung der verhängnisvollen Pressemitteilung vom 28. September 2022 bewiesen. Sie war die Erste, die sich zum Beschluss der Königin äußerte, und sprach damals auch im Namen von Joachim und Marie. Ein überraschender Schritt, hat sich Alexandra seit der Scheidung von Joachim bislang doch noch nie negativ über das Königshaus geäußert. Im Gegenteil, mit lobenden und dankbaren Worten bewies die Gräfin oftmals ihre weiterhin bestehende Loyalität der Königin und ihrer Familie gegenüber.

Doch seit ihre zwei Söhne von der viel diskutierten Entscheidung der Monarchin betroffen sind, ist es vorbei mit den Höflichkeiten. Die Löwenmutter in Alexandra brach durch, und zwar mit Klauen und Zähnen. "Wir sind alle verblüfft über diese Entscheidung", hatte die Gräfin noch am selben Tag der Verkündung des Titelentzugs für ihre Kinder erklärt. "Wir sind traurig und stehen unter Schock. Das kommt wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die Kinder fühlen sich ausgeschlossen. Sie können nicht verstehen, warum man ihnen ihre Identität wegnimmt." 

Es sei das erste Mal gewesen, dass Alexandra solche Aussagen machte. Damit habe sie gezeigt, dass ihr bewusst sei, dass sie nichts zu verlieren habe, befindet Königshausexperte Sørensen. Prinz Joachim und Prinzessin Marie indes müssen um ihre Stellung im Königshaus bangen, um ihre Titel und ihre Apanage. Währenddessen könne Alexandra nur noch der Gräfinnentitel aberkannt werden. Das jedoch, so Sørensen, wäre "wahrscheinlich ein dummer Schachzug" vonseiten der Königin und würde wohl zu Recht als billiger Akt der Rache empfunden werden.

Alexandra ist zum Risikofaktor geworden

Margrethe wüsste sehr gut, so Sørensen, dass Alexandra weiterhin eine Stimme in der Öffentlichkeit hat und ihre Botschaften mit groß gedruckten Buchstaben in der dänischen Presse rüberbringen kann – oder sogar mit einer eigenen Veröffentlichung. "Da ist es nicht undenkbar, dass sie mit einem Buch herauskommt", so Sørensen.

Sie und Joachim hatten zwar die Übereinkunft, dass sie nicht mit vielen Dingen an die Presse gehen würden. Darüber habe es eine Vereinbarung gegeben, betont er. Aber es sei nicht auszuschließen, dass die Gräfin das Beschlossene angesichts der Entwicklung der vergangenen Wochen etwas anders sieht und nun mehr zu sagen bereit ist, als sie es normalerweise wäre. "Sie hat nichts zu verlieren, wenn sie kritisiert. Sie kann fast machen, was sie will", erklärt Sørensen.

Die Dänen könnten sich möglicherweise darüber ärgern, dass sie sich zu Wort meldet. Aber letztlich würden sie verstehen, dass Alexandra als eine Mutter spricht, die ihre Kinder zu beschützen versucht. Der Königshausexperte hält es für wahrscheinlich, dass man nicht zum letzten Mal von ihr gehört hat. Eine tickende Zeitbombe für Königin Margrethe, das Thronfolgerpaar Prinz Frederik, 54, und Prinzessin Mary, 50, sowie die Monarchie, deren Glanz aufgrund Margrethes jüngster Entscheidung so einige Kratzer im Lack zu beklagen hat.

Verwendete Quelle: seoghoer.dk

ama Gala

Mehr zum Thema

Gala entdecken