Christopher O'Neill: Der Umzug nach London war immer geplant

Chris O'Neill, der Mann von Prinzessin Madeleine, wendet sich in einem Interview gegen die Vermutung, er fliehe aus Schweden. Aber natürlich wolle er seine Familie bei sich in London haben - er, der Brötchenverdiener

Eigentlich läuft alles glänzend bei Prinzessin Madeleine, 33, und ihrem Mann Chris O'Neill, 41: Traumhochzeit im Jahr 2013, dann ruckzuck zwei Kinder, 2014 Tochter Leonore, 2015 Sohn Nicholas. Ein Umzug aus New York nach Stockholm im Januar, ein neuer Job für Chris. Jetzt gerade urlaubt die Kleinfamilie mit dem Rest der Royals auf der Insel Öland und sogar Chris ist ab und zu dabei. Und doch: Immer wieder Krisengerüchte.

Besonders intensiv wurden diese, als es zwei Wochen vor der Geburt von Prinz Nicholas am 15. Juni 2015 hieß, die Familie ziehe im Herbst nach London um, der Vater wohne schon da und suche ein Haus. Die Schweden, die ihre junge Prinzessin endlich wieder in der Heimat wähnten und auf viele süße Auftritte von kleinen Prinzessinnen und Prinzen hofften, waren wie vor den Kopf geschlagen. Hält Chris O'Neill es nicht in Schweden aus, nerven ihn die repräsentativen Aufgaben - ihn, der so gern ein Privatmann bleiben wollte und kein Prinz des Landes? Hat er Angst, in den öffentlichen Steuerlisten geführt zu werden wie jeder Bürger Schwedens? Drängt er nun einen Teil von Schwedens Königsfamilie aus dem Land, wo die Vier doch gerade erst wieder angekommen waren?

Voller Einsatz für Prinzessin Victoria

Für dieses Foto geht ein Fotograf baden

Prinzessin Victoria
Um ein besonders schönes Foto von Prinzessin Victoria zu schießen, zeigt ein Fotograf vollen Einsatz und geht baden.
©Gala

Antworten auf viele Fragen

In einem ungewohnt ausführlichen Interview mit der schwedischen Zeitung "Expressen" versucht O'Neill jetzt, sich zu erklären und die Stimmung zu retten:

"Ja, ich wohne schon seit April in London und der Rest der Familie wird nachkommen", bekräftigt er dort und sagt weiter "wir haben es schon verschoben. Unser Aufenthalt in Schweden war mehr ein Zufall, wir wollten hier nie sesshaft werden. Von Anfang an war der Plan, dass wir nach London ziehen. Doch dann kam die anstehende Geburt und dann wollten wir für die Zeit in Stockholm sein." Im Herbst hatten verschiedene Medien tatsächlich berichtet, dass Madeleine und Chris sich wohl London als neuen Wohnort heraussuchen würden - allein schon wegen seiner engen familiären Bindungen in die Stadt, der aktiven Finanzgeschäftswelt dort, der zentralen Lage. Dass sie ein Baby erwarten, davon wird das Paar selbst erst seit Oktober gewusst haben.

Zu viel Pendelei

Chris O'Neill hat in London eine neue Arbeit gefunden und die erfordert offenbar seine Anwesenheit. Er erzählt, dass er in den vergangenen Monaten drei bis vier Mal pro Woche in Europa geflogen sei, meist nach London - das funktioniere auf Dauer einfach nicht. Auch von New York aus sei er am Schluss schon viel zu viel nach London gependelt.

Den Beschluss, nach London zu ziehen, haben sie, so O'Neill, gemeinsam getroffen, zum Besten der Familie. "Ich will abends nicht allein in einem Hotelzimmer sitzen, ich will nach Hause kommen und mit der Familie zu Abend essen. Alles andere ist nicht wichtig." Und dann ergänzt er ein wenig machohaft:" Ich bin es, der hier die Brötchen verdient."

Gemeinsam glücklich zeigten sich Chris O'Neill und Prinzessin Madeleine rund um die Hochzeit ihres Bruders Prinz Carl Philip im Juni

Das Haus wird gerade eingerichtet

In wenigen Wochen also sollen Prinzessin Madeleine und die beiden Kinder zu ihm nach London ziehen. Ein Haus ist gefunden und wird gerade noch eingerichtet. Und nein, es sei nicht das Haus, dass seine Mutter gekauft habe, stellt O'Neill klar - vielleicht aus Angst vor Paparazzi - ihr Haus sei an einer völlig anderen Stelle.

Nach Schweden würden sie dann so oft reisen, wie es möglich sei. Kein Wunder: Madeleine hat dort ja weiterhin ihren Job: ihre Stiftungsarbeit für die "World Childhood Foundation" nämlich. Aber mit zwei Kleinkindern daheim will sie im Job offenbar kürzer treten. Chris O'Neill versichert, auch er werde sich ab und zu bei offiziellen Anlässen blicken lassen, aber man müsse verstehen, dass seine Arbeit, seine Kunden und deren Termine für ihn vorgehen.

Auch die Taufe wird schon geplant - und sie findet in Schweden statt

Prinzessin Victoria

Schweden feiert seine Kronprinzessin

Prinzessin Victoria und Prinz Daniel strahlen.
Das Bühnenprogramm sorgt bei der Königsfamilie für gute Laune und viel Gelächter.
Zurück aus den Flitterwochen zeigen sich Prinz Carl Philip und seine Frau Prinzessin Sofia bestens gelaunt.
Neben Prinz Carl Philip und seiner Frau Sofia sitzen Prinzessin Madeleine und Ehemann Chris O'Neill, der offenbar extra zum Victoriatag aus London angereist ist.

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Und die Taufe? Einige mögliche Taufdaten haben sich Chris und Madeleine offenbar herausgesucht - welches es wirklich werden wird, ist noch nicht klar. O'Neill erzählt dem "Expressen"-Reporter: "Es sind so viele Menschen in die Sache involviert und alle müssen Zeit haben, die Entscheidung liegt gar nicht allein in unseren Händen."

Taufe in Schweden

Leonores großer Tag

Sofia Hellqvist, die Freundin von Prinz Carl Philip, sitzt in der Kirche zwei Reihen hinter den Taufpaten.
Die sechs Paten (von rechts): Prinzessin Victoria, Tatjana d'Abo (Chris O'Neills Schwester), Alice Bamford (eine Freundin von Chris), Patrick Sommerlath (Prinzessin Madeleines Cousin), Graf Ernst Abensperg und Traun (Chris' Schwager) und Louise Gottlieb (Madeleines Freundin).
Chris O'Neill streichelt zärtlich seine Tochter, die von Mutter Madeleine während des Gottesdienstes immer wieder sanft geschaukelt wird. Das Taufkleid von Leonore wurde 1906 zum ersten Mal getregen, von Prinz Gustaf Adolf. Auch Prinzessin Victoria, Prinz Carl Philip, Prinzessin Madeleine und zuletzt Prinzessin Estelle trugen dieses Modell aus cremefarbenem Seidensatin.
Chris O'Neill liest ein Gebet, das mit den Worten "Danke für unser Kind" beginnt.

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Fest stehe jedoch, dass die Taufe in Stockholm in der Kapelle von Schloss Drottningholm stattfinden werde - dort, wo sie auch Prinzessin Leonore im Juni 2014 haben taufen lassen. "Die Taufe von Nicolas wird wie die von Leonore sein, wir waren sehr dankbar für die Taufe und glücklich, das alles so gut geklappt hat", schwärmt der Zweifachpapa. Und stellt im nächsten Satz klar, dass seine Frau und seine Kinder auf jeden Fall schon vor der Taufe den Umzug nach England hinter sich gebracht haben werden.

"Sie haben gar keine Ahnung, wer ich bin"

Warum er eigentlich von einigen als "Bad Boy" gesehen werde, will der Interviewer noch wissen. "Sagen sie es mir, Johan," antwortet O'Neill: "Ich weiß es nicht. Sie kennen mich gar nicht. Sie haben gar keine Ahnung, wer ich bin. Ich bedauere, am Anfang sehr verschlossen und privat gewesen zu sein, ich hätte offener sein können. Aber gleichzeitig habe ich nunmal nicht die gleiche offizielle Rolle wie Madeleine. Es ist nicht meine Aufgabe mich zu erklären."

Dafür hat sich Chris O'Neill dann aber in diesem Interview ganz schön viel Zeit genommen ...

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