Pippa Middleton: Jetset-Queen oder Prinzessin?

Pippa Middleton hat sich verlobt. Wird sie als Ehefrau ein schöneres Leben führen als ihre Schwester Kate mit all den Pflichten? GALA macht den Liebes- und Lifestyle-Check

Pippa Middleton

Eine Verlobung ist ein Versprechen in die Zukunft und damit ein Höhepunkt im Leben. Bei Kate und bei Pippa Middleton fand der sogar wirklich auf einem Gipfel statt: Beide Schwestern hörten die Frage aller Fragen während einer Wandertour. Kate vor fast sechs Jahren in Kenia, Pippa vor einer Woche im Lake District im Nordwesten Englands.

Große Gegensätze

Genauso wie vor sechs Jahren Prinz William zog nun auch Investmentbanker James Matthews einen funkelnden Diamantring aus dem Rucksack. Beide Männer wirkten offensichtlich überzeugend. Hier hören die Parallelen aber auch schon fast auf. Denn abgesehen von ihrem Sinn für Outdoor-Romantik haben William und James wenig gemeinsam.

Funkstille bei Kate + Meghan

Das sagt die Körpersprache-Expertin zu ihrem Auftritt

Prinz Louis, Herzogin Catherine, Herzogin Meghan + Archie (Collage)
Funkstille beim Polo-Spiel: Herzogin Catherine und Herzogin Meghan stehen beim gemeinsamen Familienausflug nur unweit voneinander entfernt, dennoch gibt es kaum Augenkontakt zwischen den beiden Müttern. Körpersprache-Expertin Judi James kennt den Grund.
©Gala

Das Leben an der Seite dieser Männer gestaltet sich für Kate und Pippa daher völlig unterschiedlich. Kate war von Anfang an klar, dass sie als Herzogin und später mal als Königin viele Privilegien genießt, aber auch auf viele Freiheiten verzichten muss. Pippa wird als Mrs. Matthews über ein Millionen-Vermögen verfügen und alle materiellen Annehmlichkeiten genießen können. Dafür wird sie im Gegensatz zu Kate niemals all die Titel sowie die Anerkennung der feinen High Society besitzen.

Lässig, luftig, unbeschwert: Pippa, 32, vergangene Woche, einen Tag nach der Verlobung mit James Matthews, 40. Links die beiden Anfang Juli beim Tennisturnier in Wimbledon

Wer hat es also besser getroffen?

"Ich habe den Eindruck, Kate freut sich, dass ihre Schwester, zu der sie ein sehr inniges Verhältnis hat, endlich glücklich ist", sagt ein Palast-Insider zu GALA. Lange galt Pippa als glücklos. Weder ihre beruflichen Versuche (Partyplanerin, Lifestyle-Kolumnistin) noch ihre Liebesbeziehungen waren von Erfolg gekrönt. Während Kate den damals begehrtesten Junggesellen Großbritanniens heiratete und die zwei entzückenden Kinder George, heute 3, und Charlotte, 1, bekam, war Pippa nur für ihren Po bekannt. Den hatte sie bei Kates Hochzeit eindrucksvoll mit einem schmalen weißen Kleid in Szene gesetzt. Jetzt könnte sich das Blatt wenden.

Pflicht und Disziplin

Auch Kates Leben ist schließlich kein ewiges Märchen, sondern steckt voller Pflichten und Entbehrungen. Mehr jedenfalls als Pippas Zukunft zwischen St. Barths, wo James' Familie ein Luxusresort betreibt, und seinem 20-Millionen-Euro-Townhouse in Chelsea, gleich neben internationalen Prominenten wie Mick Jagger und Abramowitsch-Ehefrau Dascha Schukowa. Vorbild bei den Windsors ist stets die Queen, der Inbegriff an Disziplin und Bescheidenheit. Auch Kate und William versuchen mit so wenig Personal wie möglich auszukommen. Pippa wird künftig gern den Privatjet ihres Verlobten für kleinere und größere Trips nutzen. Kate soll ihrem Naturell nach viel lieber in den Zug oder in einen Billigflieger steigen.

Kate trägt den Verlobungsring von Williams Mutter Diana (Wert: 360.000 Euro). Ihre Cartier-Uhr kostet "nur" 5.400 Euro

Kate übt sich in Bescheidenheit

Um dem Volk zu demonstrieren, dass sie nicht abgehoben oder gar verschwenderisch ist, recycelt Kate brav ihre Garderobe, greift häufig zu günstigen Kleidern von Allerweltsketten wie Reiss. Sogar ihr Verlobungsring ist quasi secondhand: William steckte ihr den Saphir seiner verstorbenen Mutter Diana an den Finger. Und während Pippa gefahrlos eine Uhr im Wert eines Kleinwagens tragen kann, begnügt sich Kate mit demselben Modell in der einfachsten Ausführung. Ebenfalls ein Geschenk von William.

Wenig glamourös: Kates Besuche in der Provinz, in Kindergärten oder Krankenhäusern. Für sie jedoch mehr Herzensangelegenheit denn Pflicht. Bei Terminen mit landwirtschaftlichem Hintergrund sieht man sie in Gummistiefeln statt High Heels. Pippas Ding wäre das nicht. Aber Kate ist ein echtes Country-Girl. Auch privat greift sie lieber zu Jeans und Stiefeln. Und ihr beschauliches Familienleben auf dem Landsitz Anmer Hall liebt sie.

Ob Kate nicht doch mal neidisch ist auf ihre kleine Schwester?

"Kate wird mehr und mehr ins Rampenlicht treten müssen, spätestens dann, wenn William König wird", sagt der Palast-Insider. "Dann besteht auch die Gefahr, dass sie sich nach etwas mehr Privatsphäre und Freiheiten sehnt, so wie sie es bei ihrer Schwester sieht." Während die bürgerlichen Middletons, die Eltern von Kate und Pippa, am englischen Hof zwar geduldet sind, aber niemals wirklich dazugehören werden, treffen sie bei Pippas Schwiegerfamilie nun auf ihresgleichen. Zwei Mittelschichtfamilien, die sich mit eigenen Unternehmen – Carole und Michael Middleton betreiben einen Versandhandel für Partyartikel – zu Millionären hochgearbeitet haben.

Pippa widmet sich intensiv dem Sport. Im März nahm sie mit James an einem Skirennen in Norwegen teil

Man versteht sich gut

England

Familie Windsor

24. Mai 2019  Königin Victoria, die Ururgroßmutter von Queen Elizabeth wurde heute vor 200 Jahren im Kensington-Palast geboren.
Nach Victoria, hier auf einer frühen, nachkolorierten Fotografie von ca. 1890, wurde nicht nur ein ganzes Zeitalter benannt, die Monarchin saß fast 64 Jahren auf dem britischen Thron und damit nur wenige Jahre weniger als ihre Ururenkelin Elizabeth. Sie starb am 22. Januar 1901 und den Thron übernahm damit ihr ältester Sohn, König Edward VII.
Pippa Middleton: 6. Mai 2019 Hurra! Das langerwartete Royal Baby ist da! Herzogin Meghan und Prinz Harry präsentieren ihren ersten Sohn Archie Harrison, derzeit jüngstes Mitglied der königlichen Familie Familie zwei Tage später auf Schloss Windsor.
Nicht ganz so pompös wie beim ersten Mal, aber trotzdem wunderschön: Prinz Charles ehelichte seine Camilla, die seitdem mit Her Royal Highness The Duchess of Cornwall angeredet wird, am 9. April 2005 in der St-Georges-Kapelle in Windsor. Für beide war es nicht die erste Trauung: Charles als auch Camilla waren beide bereits einmal verheiratet. 

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Mehrfach schon urlaubte Pippa samt Eltern und Bruder im Hotel "Eden Roc" auf St. Barths, wo sonst Weltstars wie Elton John, Beyoncé und Leo DiCaprio residieren. Hausherr David Matthews, ein gelernter Kfz-Mechaniker aus Yorkshire, der mit Bussen ein Vermögen machte, ist das lässige Gegenstück zu Prinz Charles, Kates Schwiegervater. "Pippa ist ein wunderbares Mädchen", sagte er im Dezember über die Schwiegertochter in spe. "Wir haben sie sehr gern." Und das, obwohl die Liebesbeziehung damals noch ganz frisch war.

Scharze Schafe

Bei so viel Harmonie übersieht man gegenseitig großzügig die schwarzen Schafe, die es in beiden Familien gibt. Bei den Middletons in Person von Mutter Caroles jüngerem Bruder Gary Goldsmith, der auf Ibiza früher Kokainpartys mit Prostituierten feierte. Genauso wild: James Matthews jüngerer Bruder Spencer, der in der Reality-TV-Serie "Made in Chelsea" mitspielte und als Großmaul gilt. Inklusive Drogenvergangenheit.

Ein Ass haben die Matthews aber auch noch im Ärmel: In Schottland besitzt die Familie nahe Loch Ness das Anwesen "Glen Affric Estate". Als Ehefrau des Hausherrn könnte sich Pippa eines Tages Lady Glen Affric nennen. Klingt doch mindestens so schön wie Herzogin Kate

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