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Prinzessin Caroline Besser geht's nicht

Prinzessin Caroline
Prinzessin Caroline
© Pascal Le Segretain / Getty Images
Prinzessin Caroline muss mal wieder ihre Paraderolle ausfüllen: Ersatz-Fürstin von Monaco. Aber nicht nur dabei zeigt sie, welch tolle Frau sie ist.

Es ist ihr großer Auftritt. Trotzdem bleibt Caroline Prinzessin von Hannover, 64, ganz bescheiden. Die Bühne will sie an diesem Abend ihrem Bruder Albert, 63, überlassen, dem Fürsten von Monaco, der Ehrengast ist auf dem Sommerkonzert des Roten Kreuzes in Monte-Carlo.

Und doch steht Caroline, elegant in Chanel-Robe und mit ergrautem Bob, im Mittelpunkt. Wieder einmal ist sie nicht nur Schwester, Mutter und Oma, sondern gleichzeitig auch die wichtigste Repräsentantin der monegassischen Herrscherfamilie. Oder ganz einfach: die Fürstin der Herzen.

Prinzessin Caroline: Die Fürstin der Herzen

Eine Rolle, die sie seit dem Unfalltod ihrer eigenen Mutter Gracia Patricia 1982 regelmäßig ausfüllen muss – glamourös, souverän und stets mit einem Lächeln im zeitlos schönen Gesicht. Dabei grenzt es an ein Wunder, dass die schweren Schicksalsschläge, die diese Frau in ihrem Leben erleiden musste, sie nicht hart und verbittert gemacht haben.

1990 kam ihr Ehemann Stefano Casiraghi bei einem Motorbootrennen ums Leben. Oder Alberts amouröse Eskapaden mit zwei unehelichen Kindern. Und dann noch all die Skandale von Ernst August von Hannover. Zwar lebt das Paar getrennt, aber natürlich trifft es die Prinzessin, dass ihr Immer-Noch-Mann im März gerade zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt wurde, weil er Polizisten und ein Verwalterehepaar angegriffen hatte. Nur einige von vielen Tiefpunkten in ihrem bewegten Leben.

Eine echte Dame: Auf Prinzessin Carolines Stärke können sich die Monegassen verlassen – und die Fürstenfamilie auch
Eine echte Dame: Auf Prinzessin Carolines Stärke können sich die Monegassen verlassen – und die Fürstenfamilie auch
© Pascal Le Segretain / Getty Images

Sie hält die Familie zusammen

Man könnte es der Prinzessin nicht verübeln, würde sie sich einfach mal die Bettdecke über den Kopf ziehen. Stattdessen steht sie immer bereit, wenn sie in ihrer Heimat Monaco oder an der Seite ihres Bruders Albert gebraucht wird. Schon als Kinder fühlten sich die beiden Ältesten als Verbündete in dem vom Hofprotokoll geprägten Leben.

Heute hält Caroline die Familie zusammen – auch weil die echte Fürstin, die eigentlich dem Volk vom Palastbalkon aus zuwinken sollte, in Südafrika weilt. Im März flog Alberts Frau Charlène, 43, dorthin und ist seitdem nicht zurückgekehrt. Ob sie in ihrem Geburtsland tatsächlich eine schwere Hals-Nasen-Ohren-Infektion auskurieren muss, wie es offiziell heißt, oder ob sie und Albert mittlerweile trotz der gemeinsamen Zwillinge Jacques und Gabriella, 6, quasi eine Ehe auf Distanz leben – Spekulation.

Das Volk liebt Prinzessin Carolines Natürlichkeit

Solange es allerdings Caroline gibt, ist das den meisten der rund 40 000 Monegassen eher egal. "Sie ist einfach perfekt, und das in jeder Hinsicht", sagte Designer Karl Lagerfeld einst über seine beste Freundin Caroline. Eine langjährige Residentin des gerade mal zwei Quadratkilometer großen Mini-Fürstentums erzählt GALA: "Caroline strahlt Herzenswärme und Natürlichkeit aus. Die Menschen sind fasziniert von ihr."

Tatsächlich wurde ihr die Aufgabe zu repräsentieren in die Wiege gelegt. Bis zu Alberts Geburt war sie Thronerbin. Inzwischen rangiert sie nach seinen Kindern offiziell auf Platz 3 – ist aber im Alltag immer wieder die Nummer 1. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter Gracia Patrica stand sie an der Seite ihres Vaters Fürst Rainier. Heute muss sie Charlène vertreten.

"Gerade weil sie so viel durchgemacht hat, bewundern wir, wie diszipliniert und erfolgreich sie ihr Leben meistert", so die Monaco-Bewohnerin zu GALA. Die Prinzessin stehe nicht nur für Charity, Ballett und Mode, sondern vertrete auch den ganzen Glamour-Clan.

Coole Oma: Beim Longines-Springturnier kümmerte sich Caroline gerade liebevoll um Enkel Raphaël, den siebenjährigen Sohn ihrer Tochter Charlotte
Coole Oma: Beim Longines-Springturnier kümmerte sich Caroline gerade liebevoll um Enkel Raphaël, den siebenjährigen Sohn ihrer Tochter Charlotte
© Dana Press

Monacos Zukunft: Caroline oder Fürstin Charlène?

Ihre vier Kinder Andrea, 37, Charlotte, 34, Pierre, 33, und Alexandra, 21 – das einzige gemeinsame Kind mit Ernst August – sowie deren Partner und die mittlerweile sieben Enkelkinder helfen Caroline, Monaco in die Zukunft zu führen. Mit modernen Konzepten und einem hippen Lifestyle sind sie es, die dem Staat ein zeitgemäßes Image verpassen – und nicht die Ex-Profi-Schwimmerin Charlène.

Zu ihren Kindern hat Caroline ein gutes Verhältnis. Alexandra und sie teilen sich einen Kleiderschrank. Mit Charlotte diskutiert sie über Philosophie. Und die Enkel lieben die Oma. Gerade durfte Charlottes Sohn Raphaël sie zu einem Springturnier begleiten. Einer seiner ersten großen öffentlichen Auftritte. Die wichtigste Lehrmeisterin stand neben ihm: seine Oma.

Gala


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