Monaco: Die anderen Fürstenkinder

Bei ihrer Taufe standen natürlich Gabriella und Jacques im Mittelpunkt. Aber Fürst Albert hat noch zwei weitere Kinder, die allerdings weit weniger im Rampenlicht aufwachsen als seine Zwillinge. Bei Familienfeiern sah man sie bislang auch noch nicht

Fürst Albert, Alexandre Coste und Jazmin Grace Grimaldi

Als Fürstin Charlène am 10. Dezember 2014 die Zwillinge Gabriella und Jacques zur Welt brachte, war Fürst Albert überwältigt vor Glück. Der frischgebackene Vater genießt seither das Leben mit seinen Kindern: Für den 56-Jährigen ist es quasi eine neue Erfahrung, obwohl er nicht zum ersten Mal Vater geworden ist. Aber die Stiefgeschwister der Zwillinge kamen unehelich auf die Welt und leben bei ihren Müttern.

Zwar hat der monegassische Herrscher seine ersten Kinder vor Jahren anerkannt, das Verhältnis zu ihnen ist dadurch allerdings nicht unproblematischer. Geboren wurden die beiden, als der Fürst noch das Image eines "Playboy-Prinzen" hatte und ständig neue schöne Frauen an seiner Seite hatte, die es zwar kurzzeitig durch diese glamouröse Liaison in die Schlagzeilen schafften, nicht aber als rechtmäßig verheiratete Fürstin auf den Thron. Im streng katholischen Herrscherhaus haben die unehelichen Nachkommen also keine offizielle Rolle.

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©Gala

Jazmin Grace Grimaldi, hier im April im "Museum of Modern Art" in New York, sieht man immer häufiger auf Events. Ihr Name öffnet Türen.

Jazmin Grace Grimaldi

1991 traf der damalige Erbprinz von Monaco an der Côte d’Azur die Kellnerin Tamara Rotolo. Zwischen den beiden entwickelte sich ein heißer Sommerflirt, dessen Ergebnis neun Monate später in den USA auf die Welt kam. Obwohl Tamara Rotolo die 1992 geborene gemeinsame Tochter sogar mit zweitem Namen nach Prinz Alberts Mutter nannte, gab es zunächst wohl keinen Kontakt zwischen Vater und Tochter.

Jazmin Grace lebte ein unauffälliges Leben und ging auf eine amerikanische Highschool. Erst 2006 - Albert war mittlerweile nach dem Tod seines Vaters Rainier der Fürst von Monaco - bekannte er sich zu seiner Tochter, die damals elf Jahre alt war. Warum so spät? Der Fürst ließ verlauten, er habe ihr den Medienrummel, der mit der Anerkennung einherging, ersparen wollen.

Inzwischen wohnt Jazmin Grace, deren Leben seit 2006 sehr viel genauer verfolgt wird als zuvor, in New York, wo sie studiert.

Anderes Verhältnis

Sie hat inzwischen offenbar recht regelmäßig Kontakt zu ihrem Vater, ist gelegentlich bei ihm in Monaco und posiert mit ihm und seiner Frau Charlène gemeinsam für Fotos. Die anfängliche Distanz zwischen Vater und Tochter scheint überwunden … Und mit der übrigen Grimaldi-Familie versteht sich Jazmin Grace wohl ebenfalls gut: Pauline Ducruet, die Tochter von Prinzessin Stéphanie, schoss für ihren Instagram-Account im März ein Foto, das sie gemeinsam mit Jazmin Grace in New York zeigt.

Dank ihres Namens öffnen sich für die Fürstentochter, wo immer sie hinkommt, die Türen. Mit Anfang 20 tritt sie immer öfter ins Rampenlicht und lässt sich bei glamourösen Events sehen.

Als dieses Bilder von Alexandre Coste 2011 entsteht, ist er acht Jahre alt. Im selben Jahr heiratet der Fürst Charlene Wittstock und der Kontakt von Vater und Sohn bricht, so beklagt die Mutter später, ab.

Alexandre Coste

Während Jazmin Grace mehr und mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht, sieht man Fürst Alberts ältesten Sohn Alexandre Coste in den letzten Jahren selten. Der heute Elfjährige stammt aus einer angeblich mehrjährigen, aber geheim gehaltenen Beziehung zwischen dem damaligen Erbprinz Albert und der aus Togo stammenden Stewardess Nicole Coste, die 1997 begonnen haben soll.

Fürst Albert + Co.

Familie Grimaldi gibt sich die Ehre

Fürst Albert, in prächtiger Uniform, und Fürstin Charlène zeigen sich auf dem Balkon. Ob die hochschwangere Fürstin an den Nationaltagsfeierlichkeiten teilnehmen würde, war bis zuletzt unklar gewesen.
Fürst Albert und Fürstin Charlène wiederholen sogar ihr Hochzeitsküsschen.
Der kleine Sacha, der im März 2013 zur Welt kam, kann sich das Geschehen vom Arm seines Vaters Andrea anschauen.
Prinzessin Caroline, ihre Tochter Alexandra, Sohn Andrea, Enkel Sacha und Schwester Stéphanie zeigen sich gemeinsam am Fenster und schauen in den Hof des Palastes.

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In einem Interview mit der "Mail on Sunday" erzählte Coste 2014, dass der heutige Fürst von Monaco und sein Sohn in den ersten Jahren regelmäßig Kontakt hatten. Sie erzählte von einer normalen Vater-Sohn-Beziehung, gemeinsamen Reisen und Geburtstagsfeiern. Damals lebte sie mit Alexandre noch in Frankreich, siedelte später aber nach England über, wo sie sich eine Karriere als Modedesignerin aufbaute.

Er erkennt den Sohn an

Trotz der anfänglich wohl guten Beziehung zu seinem Sohn dauerte es bis 2005, ehe Albert die Vaterschaft an Alexandre offiziell anerkannte. Bekannt gegeben wurde das Ganze wenige Tage vor seiner Inthronisierung zum Fürsten von Monaco. Zuvor hatte, so schreibt "Mail on Sunday" in der Onlineausgabe, ein DNA-Test stattgefunden.

Monaco

So war die Taufe

Fürst Albert und Fürstin Charlène mit ihren Zwillingen

Dass Nicole Coste mit ihrer Geschichte vom unehelichen Fürstensohn an die Öffentlichkeit gegangen war, kam vor allem in Monaco damals nicht gut an. Als die Sache publik wurde, trauerten die Monegassen noch um Fürst Alberts Vater Rainier.

Auch in den folgenden Jahren tauchte Nicole Coste mit ihrem Sohn immer wieder auf Magazincovern auf und gab Interviews, während Tamara Rotolo, die Mutter von Jazmin Grace, sich über die Jahre diskret zurückhielt.

Seit Fürst Albert 2011 Charlene Wittstock heiratete und sie zur neuen Fürstin im Zwergstaat machte, soll - so sagte Nicole Coste - der Kontakt zwischen Vater und Sohn quasi abgebrochen sein. Sie und Alexandre seien in Monaco bei vielen Events nicht mehr erwünscht, beklagte die ehemalige Flugbegleiterin in verschiedenen Medien, nicht nur im vergangenen Jahr.

Thronfolge ohne Jazmin Grace und Alexandre

Ob und in wie weit es noch einmal zu einem fürstlichen Patchwork-Familienglück kommen wird, bleibt abzuwarten. Bislang wurden die unehelichen Fürstenkinder bei Familienfeiern nicht gesichtet.

Einen Platz in der monegassischen Thronfolge haben in jedem Fall weder Jazmin Grace noch Alexandre. Fürst Albert hat aber mehrfach klargestellt, dass seine beiden unehelichen Kinder finanziell abgesichert sind. Im royalen Rampenlicht als Prinzessin oder Prinz des Fürstentums werden sie niemals stehen, das gebührt ihren Stiefgeschwistern Gabriella und Jacques.

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