Fürstin Charlène : Wo ist ihr Lachen geblieben?

Fürstin Charlène  wirkt bei aktuellen Auftritten wie versteinert. Womit die Fürstin sich selbst unter Druck setzt – und warum das so gefährlich ist

Charlène und Albert bei der "Princess Grace Awards"-Gala

Er hat sie geliebt, diese Natürlichkeit. Als , 59, im Jahr 2000 bei einem Schwimm-Event das erste Mal seine heutige Frau Charlène, 39, erblickte, war er hingerissen. Die Haare nass, das Gesicht ungeschminkt, die Figur athletisch. "Für mich sieht Charlène nie schöner aus, als wenn sie natürlich ist – ohne Make-up, die Haare aus dem Gesicht", schwärmte der Regent Jahre später. In seiner mondänen Heimat Monaco, umgeben von Frauen, deren Gesichter nach zig Schönheits-OPs oft nur noch mit viel Fantasie ans Original erinnern, muss Charlène herrlich erfrischend auf ihn gewirkt haben. "Ich war ein Fisch im Wasser, hatte einfach nur Spaß und habe mich nicht um mein Outfit geschert", sagte die ehemalige Profi- Schwimmerin 2011 anlässlich ihrer bevorstehenden Hochzeit.

Ihre Natürlichkeit ist verschwunden

"Natürlichkeit" ist sechs Jahre später der Begriff, der einem bei ihrem Anblick zuletzt einfällt. Charlène scheint ihr Aussehen mittlerweile so wichtig zu nehmen, dass man nur ahnen kann, wie viel Zeit sie in ihren Look investiert. Über ihre Optik, so ein im Fürstentum lebender Deutscher, amüsiere sich das Volk inzwischen sogar. Ein mindestens so großes Thema sei, dass die Landesmutter bis heute kein Französisch spreche und bei öffentlichen Auftritten arrogant wirke.

Jahrelanger Druck

Vorwürfe, die Charlène von Beginn an begleiten. Und für die es immer neue Erklärungen gab. Glaubte man erst, sie müsse sich in ihre neue Rolle der Landesmutter einleben, war es später der Babydruck. Heute ist sie nicht nur seit sechs Jahren "im Amt", sondern auch Mutter der süßen Zwillinge Jacques und Gabriella, die am 10. Dezember dritten Geburtstag feiern. Die Hoffnung, Charlènes Unnahbarkeit würde irgendwann einer Herzlichkeit weichen, ist mittlerweile verpufft wie mancher Millionen-Einsatz im Casino des Fürstentums.

Deutliche Veränderung

Für Irritation sorgt ganz aktuell ihr Auftritt bei der "Princess Grace Awards"-Gala in Beverly Hills. Auch wenn ihre Erscheinung in einer himbeerfarbenen Ralph-Lauren-Robe atemberaubend war – beim zweiten Hinsehen wurde deutlich: Ihr Gesicht wirkte deutlich verändert, irgendwie starr. Das Kinn und die Nase schmaler, die Wangen und Lippen fülliger. Frauen haben verschiedene Möglichkeiten, solche Effekte zu erzielen.

Das könnten die Gründe sein

"Die Lippen können mit Hyaluronsäurepräparaten behandelt werden, um eine Volumenzunahme zu erzielen", erläutert die Hamburger Dermatologin Dr. . "Auch die Wangenregion und das Jochbein kann man auf diese Weise konturieren oder das Kinn durch Filler länger und schmaler wirken lassen." Die Expertin weiß aber auch: "Ein fähiger Make-up Artist kann diese Effekte mit verschiedenen Lagen und Farben modellieren." So oder so eine kostspielige, zeitraubende Prozedur.

Von der lässigen südafrikanischen Olympia-Schwimmerin Charlene Wittstock zur Fürstin von Monaco: Charléne hat sich in den vergangenen zehn Jahren optisch sichtbar gewandelt. Bei ihrer Hochzeit 2011 wirkte sie erstmals auffällig verändert

Aussehen steht im Mittelpunkt

Charlènes Alltag scheint sich mittlerweile maßgeblich um ihr Aussehen zu drehen. Sie ernährt sich vegetarisch – schon für ihr Hochzeitsmenü verwendete Sternekoch 17 Gemüsesorten aus den Gärten des Fürsten –, trinkt bevorzugt Milch von Kühen, die mit Lavendel und Thymian gefüttert wurden, stählt ihren Körper mit Trekking, Surfen und Cardio-Training auf Modelmaße, verbringt Stunden damit, ihre Garderobe aus Designerteilen von Dior, Louis Vuitton und Akris zusammenzustellen. Obligatorisch auch die Pflege-Sessions mit Luxusprodukten von Kiehl’s oder Dolce & Gabbana.

Wie kommt es zur Beauty-Obsession?

Ein verständlicher Aufwand für jemanden, der im Rampenlicht steht. Nur: Wo verläuft hier die Grenze zum Beauty-Wahn? Und warum unterwirft sich Charlène diesem Druck? Dass die Monegassen ihr ein paar Fältchen viel eher verzeihen würden als ihre Zurückhaltung, scheint der Fürstin nicht in den Sinn zu kommen. Schicht für Schicht verdeckt sie ihre Verletzlichkeit mit Makeup, legt sich mit Couture einen Panzer an. Und ist reif für den Laufsteg. Aber nicht für den Job als Landesmutter.

Ob es der Schatten ihrer unvergessenen Schwiegermutter ist, der es ihr schwer macht, einen eigenen Weg zu finden, ob es ihre eigenen Erwartungen an sich selbst sind oder die ihrer Umwelt, das sei dahingestellt.

Hier wird es gefährlich

Sicher ist: Der Wunsch nach Selbstoptimierung birgt auch Gefahren. "Es ist wie mit allen Dingen", sagt Dr. Susanne Steinkraus, "das richtige Maß entscheidet über ein gutes Ergebnis." Um ein dauerhaft gleichbleibendes Erscheinungsbild zu erzielen, empfiehlt sie zum Beispiel Kombinationsbehandlungen aus Kosmetik, Botox, Fillern, Lasern und Fadenliftings. Charlène scheint ihren Fokus nun noch stärker auf äußere Werte setzen zu wollen. Eine "Hauptstadt der Mode" wolle sie aus Monte Carlo machen, sagt sie in einem Interview. " hat Monaco mit der Welt des Films verlinkt, und ich will ein starkes Band zwischen Monaco und der Mode herstellen." Das Volk schaut genau hin.

Botox + OPs

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