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Charlotte Casiraghi "Ich habe in diesem Sommer eine andere Seite von Karl kennengelernt"

Charlotte Casiraghi (links) und ihre Mutter, Prinzessin Caroline von Hannover (rechts) posieren im März 2015 gemeinsam mit Karl Lagerfeld beim Rosenball in Monaco. 
Charlotte Casiraghi (links) und ihre Mutter, Prinzessin Caroline von Hannover (rechts) posieren im März 2015 gemeinsam mit Karl Lagerfeld beim Rosenball in Monaco. 
© Getty Images
Interviews mit Charlotte Casiraghi sind selten, die Tochter von Prinzessin Caroline gibt nur wenig über sich und ihr Privatleben preis. Jetzt macht sie eine kleine Ausnahme.

So wie ihre Mutter ist auch Charlotte Casiraghi, 35, eng mit dem Modehaus Chanel verbunden, Karl Lagerfeld, †85, galt stets als enger Freund der Fürstenfamilie. "Karl und ich standen uns sehr nah, er war wie ein Familienmitglied", sagte Prinzessin Caroline von Hannover, 65, nach dem Tod des Designers im Jahr 2019 gegenüber dem französischen Magazin "Point de Vue".

Charlotte Casiraghi über ihren Sommer mit Karl Lagerfeld

Seit 2021 ist Charlotte Casiraghi Markenbotschafterin von Chanel, die jüngste Haute-Couture-Show im Januar 2022 eröffnete sie auf einem Pferd. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" spricht die 35-Jährige nun über ihre große Leidenschaft, die Literatur, und verrät auch, was Karl Lagerfeld damit zu tun hat.

In einem Sommer verbrachte Charlotte Casiraghi ihre Ferien in Lagerfelds Villa in Biarritz, Frankreich. Hier hatte der Modeschöpfer eine Bibliothek, die mehr als 200.000 Bücher umfasste. Charlotte wollte ihm helfen, diese zu sortieren. Eigentlich. "Besonders viel sortiert haben wir nicht, wir waren eher wie zwei Kinder allein in einem Geschäft voller Süßigkeiten", sagt Casiraghi im SZ-Interview. Ich habe in diesem Sommer eine andere Seite von Karl kennengelernt. Umgeben von seinen Büchern, war er enthusiastisch, glücklich, aufgeregt. Dauernd wollte er mir etwas Neues zeigen. Das war etwas, das wir teilten, dieses Gefühl von Seligkeit, umgeben von Büchern zu sein."

"Meine Mutter ist eine große Leserin"

Ihre Liebe zur Literatur hat Charlotte aber von ihrer Mutter geerbt. "Meine Mutter ist eine große Leserin. Mein Urgroßvater, Prinz Pierre, war auch sehr literarisch interessiert", verrät sie weiter. Am liebsten gehe sie in einen Buchladen und lasse sich treiben. "Ich kaufe immer mehr Bücher, als ich vorhatte. Es ist zu verlockend. Wirklich, ich bin dann wie eine Vierjährige im Bonbon-Geschäft. Es ist für mich das Paradies", sagt die Mutter von zwei Kindern. Weiter erzählt sie, dass sie jeden Tag versuche, ein paar Seiten zu lesen, "meistens vor dem Einschlafen".

In den Ferien darf es für Charlotte, die Philosophie studiert und 2015 die "Rencontres Philosophiques de Monaco" ins Leben gerufen hat, aber auch mal etwas Leichtes sein, "Biografien und Essays" zum Beispiel. "Am Strand muss es nicht immer Baudelaire [Charles-Pierre Baudelaire war ein französischer Schriftsteller und Lyriker, Anm. d. Red.] sein", so die 35-Jährige.

Verwendete Quellen: Süddeutsche Zeitung Nr. 35 vom 12./13. Februar 2022, pointdevue.fr

aen Gala


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