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Zara Phillips So geht Karriere mit Kind


Zara Phillips ist erfolgreiche Profireiterin und Mutter. Wie sie beides unter einen Hut bringt? Ganz bodenständig und mit verändertem Fokus

Obwohl sie die Enkelin von Queen Elizabeth ist, ist Zara Phillips kein typischer Royal. Ganz im Gegenteil. Sie trägt keinen Titel und hat sich, abseits von der königlichen "Familienfirma" der Windsors, eine Karriere im Reitsport aufgebaut - und das höchst erfolgreich. In ihrem Trophäenschrank hängen Gold- und Silbermedaillen von Welt- und Europameisterschaften. Bei den Olympischen Spielen in London 2012 holte sie ebenfalls Silber mit der britischen Vielseitigkeitsmannschaft.

Karriere im Sattel

Nach einer Pause ist die 34-Jährige seit dieser Saison wieder hauptberuflich Reiterin - und noch dazu Mutter. Am 17. Januar 2014 kam Töchterchen Mia zur Welt und hat damit, das verriet ihre erfolgreiche Mutter im Gespräch mit "Telegraph.co.uk", vieles verändert. "Seit ich Mia habe, kann ich mehr entspannen." Außerdem verändere sich der Fokus und man laufe nicht Gefahr, von etwas zu stark eingenommen zu werden.

Die Karriere im Sattel an den Nagel zu hängen und Vollzeit-Mutter zu sein, kam für Prinzessin Annes Tochter nicht einen Moment in Frage. Und das, obwohl man zu ihr gesagt habe, sie könne nicht mehr alles so schaffen, wie vor der Geburt ihres Kindes. Sie sei aber im Gegenteil " entschlossener als zuvor."

Mia ist immer dabei

Auf die Hilfe von Nannys braucht sie offenbar nicht zu bauen. Ihre fast zweijährige Tochter kann die Profisportlerin häufig mitnehmen, wenn sie auf Turnieren oder beim Training ist. Fotos zeigen die königliche Urenkelin dann beim Herumtollen auf dem Rasen, auf dem Arm von Oma Anne oder mit Vater Mike Tindall, der seine Karriere als Rugby-Spieler beendet hat und nun ebenfalls häufig dabei ist, wenn seine Frau antritt. Das Trio wirkt immer bodenständig und fröhlich.

Wenn ihre Kleine bei einem Turnier dabei sei, sei dies keine Ablenkung, so Zara Phillips. Im Gegenteil. Mutter zu sein habe ihren Sport bereichert, und sie habe mehr über sich selbst gelernt. Wenn Events anstehen, zu denen Mia nicht mitkommen kann, ist Ehemann Mike zur Stelle und betätigt sich als Hausmann und Babysitter. Allerdings stehe zu befürchten, gibt die Rolex-Markenbotschafterin bei einem PR-Termin in der Nähe von Aachen zu, dass die beiden daheim in Gloucestershire ein ziemliches Chaos anrichten würden … Und bereits nach einem Tag ohne ihre Tochter um sich, vermisse sie sie schon. Typisch Mutter eben.

2012 erlebt Zara Phillips einen magischen Mutter-Tochter-Moment: Ihre olympische Medaille bekommt sie von Mutter Anne umgehängt.
2012 erlebt Zara Phillips einen magischen Mutter-Tochter-Moment: Ihre olympische Medaille bekommt sie von Mutter Anne umgehängt.
© Reuters

Das nächste sportliche Ziel ist klar: Die Queen-Enkelin will sich für die olympischen Sommerspiele in Rio 2016 qualifizieren. Die dafür notwendigen Erfolge muss sie im Sattel hart erkämpfen, einen royalen Bonus bekommt sie nicht.

Besonderer Mutter-Tochter-Moment

Noch einen Traum hat sie übrigens: Ihre olympische Medaille bekam sie von ihrer Mutter Prinzessin Anne umgehängt. Diesen einmaligen Moment wolle sie am liebsten mit Mia in ferner Zukunft auch einmal erleben. Ob sich ihre Erstgeborene allerdings genauso wie nahezu alle Windsors für den Reitsport begeistert und sogar Profi werden will, sei nicht wichtig. "Was immer sie im Leben machen will, wir werden sie ermutigen", so Zara Phillips. "Und wenn es Reiten ist, ist das großartig."

Gala


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