Windsors: Reich beschenkt

Die britischen Royals haben im vergangenen Jahr viele Geschenke erhalten. Unter den gut gemeinten Andenken finden sich auch einige, die den Betrachter zum Staunen bringen

Was haben ein Gartenzwerg, eine Baumstumpfskulptur und ein Wildschweinschinken gemeinsam? Sie alle finden sich auf den Geschenkelisten der britischen Royals wieder, die jetzt vom "Buckingham Palace" und vom "Kensington Palast" veröffentlicht wurden. Die Kategorien der Geschenke reichen von mehr als großzügig über witzig bis hin zu leicht verstörend.

Wie "bbc.co.uk" berichtet, hat Queen Elizabeth im Jahr 2013 mehr als 70 Geschenke erhalten. Darunter finden sich laut "express.co.uk" auch edle Schmuckstücke, wie etwa eine fünfreihige Perlenkette des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate. Zu den Gaben an die Queen zählen außerdem ein Schokoladenmodell ihrer Kutsche, die sie bei einer Besichtigung einer "Mars"-Fabirk erhielt sowie eine Abo-Karte für die U-Bahn, die sie aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums der Londoner U-Bahn geschenkt bekam. Ein Geschenk wird Queen Elizabeth bestimmt nicht so schnell vergessen: Von einem Mitglied des Sri Lankischen Parlaments bekam sie ein Porträt, das dessen Sohn in einen Baumstumpf eingebrannt hat.

Die 87-jährige Monarchin teilt sich laut "express.co.uk" den ersten Platz der am reichsten Beschenkten britischen Royals mit Camilla, der Herzogin von Cornwall. Diese war mit Prinz Charles im vergangenen Jahr viel auf Reisen, unter Anderem war das Herzogpaar in Indien und im Nahen Osten zu Gast. In Indien wurden die beiden mit Schmuck und Büchern überhäuft. Der saudische König schenkte Camilla ein Schmuckset, Prinz Charles bekam in Saudi-Arabien 18 Flaschen Parfüm. Am Flughafen in Jeddah in Saudi-Arabien erhielt er außerdem ein Modell des Gebäudes aus Metall.

Doch nicht nur bei Auslandsreisen bekam Prinz Charles Geschenke überreicht: Bei einem Besuch des "Borough Market" in London konnte der Hobby-Jäger sich über einen Wildschweinschinken freuen. Außerdem gab es bei diversen Anlässen Baseball-Caps oder Krawatten - übrigens laut "bbc.co.uk" ein beliebtes Geschenk für die männlichen Windsors.

Royals

Königs bei der Arbeit 2013

24. Februar 2014: Prinz Philip besucht das erste Battalion der "Grenadier Guards" in der englischen Stadt Aldershot. Der Herzog von Edinburgh ist Oberst des Regiments.
26. Dezember 2013: Alle Jahre wieder: Die Queen wünscht bei ihrer Weihnachtsansprache aus dem Blue Drawing Room des Buckingham Palace in London "A merry Christmas".
16. Dezember 2013: Prinzessin Beatrice und Prinzess Eugenie besuchen die "8th Annual Charity: Water in NYC"-Gala in Brooklyn.
13. Dezember 2013: Königin Máxima trifft lokale Farmer auf ihrer Reise durch Tansania.

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Wenn es die Kategorie "verstörendste Geschenke für die britische Königsfamilie" gäbe, hätte im Jahr 2013 Prinzessin Anne, das zweitälteste Kind von Queen Elizabeth, in dieser gewonnen. Wie die Tageszeitung "Daily Mail" berichtet, bekam sie von dem Künstler Charles Pachter ein Porträt geschenkt, das sie beim Ritt auf einem pferdeähnlichen Elch zeigt. Außerdem gab ihr Autorin Joan Thompson ein Buch mit dem Titel "Deine Arme erinnern mich an Schweinefleisch". Ein kanadischer Fan der Königsfamilie schickte ihr eine selbstgestrickte Mütze mit Pferdeohren.

Etwas nützlicher waren da schon die Dinge, die Prinz William und Herzogin Catherine bekamen. Sie konnten sich vor allem über Spielzeug und Kleidung für ihren Sohn, Prinz George, freuen. Und auch Familienhund "Lupo" wurde von den royalen Fans bedacht: Bei dem Besuch einer Schule in Manchester überreichten die Schüler Herzogin Catherine einen Präsentkorb mit Leckerlies und Hundespielzeug.

Prinz Harry wurde im Jahr 2013 vor allem mit Sportausrüstung bedacht. Wie aus der Auflistung des britischen Hofes hervorgeht, schenkte ihm Michelle Obama im Rahmen seiner USA-Reise eine Fliegerjacke aus braunem Leder. Beim Besuch der Militärhochschule "US Air Force Academy" überreichte man ihm eine Football-Ausrüstung - und einen Schuh des Uni-Maskottchens "The Bird".

Beim Besuch eines Regiments in Australien erinnerte man sich wohl auch an sein zweites Hobby, das Feiern. Neben sportlichen Geschenken wie Falknerhandschuhen und einem Baseballcap gab es für ihn eine Flasche Whisky und einen Flachmann.

Laut Informationen von "bbc.co.uk" gelten die Geschenke offiziell nicht als Eigentum der Royals, sie dürfen sie aber nutzen. Weiterhin wurde vom britischen Hof festgelegt, dass die Mitglieder des Hofes stets signalisieren sollten, dass allzu extravagante Gaben nicht angemessen sind. Falls sie unangebracht sind oder den Empfänger in eine unangenehme Situation bringen - zum Beispiel sie zu einem Gegengeschenk verpflichten - können Präsente auch abgelehnt werden. Ab einem Wert von 150 Pfund (ca. 180 Euro) gelten Geschenke nicht mehr als persönlich und müssen an das Hof-Archiv abgegeben werden. Erhalten sie Geschenke in Form von Lebensmitteln und wollen diese nicht selbst konsumieren, sind die Mitglieder des britischen Hofs dazu angehalten, diese zu wohltätigen Zwecken zu spenden.

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