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William, Prince of Wales Sein neuer Titel soll ihm auf den Leib geschneidert werden

William, Prince of Wales
William, Prince of Wales
© Pool/Samir Hussein / Getty Images
Mit dem Tod von Queen Elizabeth am 8. September 2022 wurde nicht nur ihr Sohn Charles zum neuen britischen König. Auch für ihren Enkel William änderte sich seine Rolle. Mit dem Titel Prince of Wales hat der Royal nun eine weitere große Verantwortung auf die Schultern gelegt bekommen. Doch wie er diese erfüllt, möchte er selbst entwickeln. 

Am 8. September 2022 mischten sich die Karten im britischen Königshaus neu. In jenem Moment, als Queen Elizabeth, †96, für immer ihre Augen schloss, übernahm ihr ältester Sohn das Zepter und dessen Erstgeborener wurde zum Thronfolger. Mit dieser neuen Verantwortung einher ging für William, 40, der Erhalt eines weiteren Titels: Prince of Wales. Ein Prädikat, das sein Vater 64 Jahre lang mit royaler Geduld trug – und das nun von seinem Nachfolger neu definiert werden soll. 

William, Prince of Wales verzichtet auf traditionelle Zeremonie

William, Prince of Wales, hat bereits neue Maßstäbe gesetzt, indem er auf die mit der Titelübernahme traditionell verknüpfte und sehr aufwendig gestaltete Investiturzeremonie verzichten möchte. Bei diesem Ritus überreicht der Monarch dem Prince of Wales die mit seinem Titel verbundenen Symbole: Schwert, Krone, Ring, Stab und Mantel. König Charles, 73, erhielt im Jahr 1969 aus den Händen seiner Mutter diese Insignien der britischen Krone in Caernarfon Castle.

Wie ein Palastinsider jedoch verriet, gebe es von Williams Seite aus "keine Pläne für irgendeine Art von Investitur, wie sie der Vater des Prinzen hatte". Im Gegenteil: Der Thonfolger scheint pompöse Zeremonien vermeiden zu wollen. "Im Moment konzentrieren sich der Prince und die Princess of Wales darauf, das Vertrauen und den Respekt der Menschen in Wales im Laufe der Zeit zu vertiefen“, hieß es laut "Mirror". 

Keine Anzüge und bloß keine stickigen Räume

Und auch in anderen Bereichen bricht der Royal mit der Tradition: William soll angeblich weniger Personal beschäftigen und aus diesem Grund deutlich weniger Büroraum beanspruchen. Zudem sollen die Räumlichkeiten weniger stickig sein. Offenbar setzt der 40-Jährige auf eine moderne und gesundheitsförderliche Arbeitsumgebung.  

Der Prince und die Princess of Wales sollen offenbar nur die Hälfte des bisher für Charles in seiner alten Funktion eingesetzten Personals beschäftigen wollen, wie die "Sun" bereits zu Jahresbeginn berichtete. Ihr Ziel: "ein kostengünstigeres und weniger formelles Team aufzubauen." 

Eine Annahme, die in dem neuen Buch "Courtiers: The Hidden Power Behind the Crown" von "Times"-Journalist Valentine Low gestützt wird. Demnach habe William seine Mitarbeiter:innen angewiesen, im Büro keine Anzüge zu tragen. "Er möchte, dass es lässig ist", habe ein Angestellter aus dem royalen Haushalt berichtet, und weiter: "Die Kinder rennen im Büro herum, und er möchte nicht, dass es stickig ist. Wenn wir wichtige Besprechungen haben oder in den Buckingham Palast gehen, dann tragen wir natürlich Anzüge.“

Das Regelbuch wird ad acta gelegt

William setzt auf Offenheit und will das Protokoll ein wenig aus den Angeln heben, scheint es. Laut "Sun" will der Prince of Wales die lange gehegte oberste Regel der Royals "Niemals beschweren, niemals erklären" entschärfen. Nach der Karibiktour des Königssohns mit seiner Frau Catherine, Princess of Wales, 40, im Frühjahr 2022 hätten sich die beiden dazu entschlossen,  "das Regelwerk zu zerreißen“ und altmodische Methoden auszuhebeln, um die Monarchie zeitgemäßer zu entwickeln. "William und Kate werden ihre Arbeitsweise modernisieren. Es ist ein Hauch frischer Luft", so eine Quelle gegenüber dem Blatt. Die ihnen teils kalt entgegengeschlagene Abneigung, resultierend aus dem britischen Kolonialismus in den besuchten Karibikstaaten, hat das junge Paar zum Nachdenken gebracht. 

Auch Catherine definiert ihre Rolle neu

Nicht nur William strebt danach, seinem neuen Titel den eigenen Stempel aufzudrücken. Auch seine Frau will offenbar neue Nuancen einbringen. Ihr Titel wurde zuletzt von Prinzessin Diana, †96, getragen. Königin Camilla hätte ebenso bei ihrer Heirat mit Charles im Jahr 2005 ein Anrecht darauf gehabt, entschied sich jedoch aus Respekt vor der Verstorbenen dagegen.  

Über 25 Jahre sind seit dem Tod Dianas vergangen. Nun hat der Titel Princess of Wales eine neue Trägerin, die gemeinsam mit ihrem Mann eine Agenda der Anspruchslosigkeit anstrebt: "Der Prince und die Princess of Wales werden ihre Rollen auf die bescheidene und demütige Weise angehen, in der sie auch zuvor an ihre Arbeit herangegangen sind", hört man aus dem Umfeld des Paares. "Die neue Princess of Wales schätzt die mit dieser Rolle verbundene Geschichte, will aber verständlicherweise in die Zukunft blicken, während sie ihren eigenen Weg geht."

Verwendete Quellen: mirror.co.uk, thesun.co.uk, Valentine Low Courtiers: The Hidden Power Behind the Crown"

ama Gala

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