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Royals Neuer Rückschlag für Meghan Markle vor Gericht

Herzogin Meghan
© Getty Images
"Finding Freedom", die am 11. August erschienene Biografie über Herzogin Meghan und Prinz Harry, darf von der Zeitung "Mail on Sunday" für ihre Rechtsverteidigung in einem von Meghan eingeleiteten Gerichtsverfahren verwendet werden. Diese Entscheidung ist ein empfindlicher Schlag für die Royals.

Meghan Markle, 39, prozessiert in London gegen Associated Newspapers Limited (ANL), dem Herausgeber der "Daily Mail" und ihrer Sonntagsausgabe "Mail on Sunday". Beide Zeitungen haben im Februar 2019 Auszüge eines privaten Briefes abgedruckt, den Meghan im August 2018 an ihren Vater Thomas Markle, 76, geschrieben hatte. Alle Infos zum Fall lesen Sie hier.

Meghan Markle: Schlappe vor Gericht

In einer letzten Voranhörung vor Prozessbeginn am 11. Januar 2021 beantragte ANL, seine Verteidigung ändern zu dürfen: Man wolle zeigen, dass Meghan "mit den Autoren des kürzlich veröffentlichten Buches 'Finding Freedom‘' zusammengearbeitet hat, um ihre Version bestimmter Ereignisse herauszubringen". Dem am 20. September vorgebrachten Anliegen gab Richterin Francesca Kaye am heutigen 29. September statt mit der Begrüdung, dass lediglich "weitere Einzelheiten" der Verteidigung ergänzt wurden. Ein Antrag von Meghans Rechtsanwalt Justin Rushbrook, gegen ihre Entscheidung Berufung einzulegen, wurde abgelehnt.

Es wird brenzlig für die Royals

Könnte ANL beweisen, dass Meghan persönliche Informationen über sich bewusst weitergegeben oder es anderen zumindest erlaubt hat, wäre dies ein (Negativ-)Paukenschlag in der Verteidigung ihrer Persönlichkeitsrechte – und ein absolutes PR-Desaster für sie und Harry. Beide haben wiederholt das Eindringen der Presse in ihr Leben beklagt und damit ihren Rücktritt als Senior Royals begründet. Kleiner Lichtblick für Harry und Meghan: Richterin Kaye wies darauf hin, dass der "Finding Freedom"-Aspekt im Prozess schnell fallen gelassen werden könnte, sollte er sich als irrelevant herausstellen.

Die Sussexes dementieren eine Mitarbeit an Buch "Finding Freedom"

Seit dem Erscheinen von "Finding Freedom" müssen sich die Autoren Omid Scobie und Carolyn Durand sowie Harry und Meghan gegen die Anschuldigung wehren, für das Enthüllungsbuch zusammengearbeitet zu haben. Der Grund: die auffällige Detailteure des Werkes. Meghans Anwalt Justin Rushbrooke stellte laut "The Guardian" bei der Voranhörung Mitte September klar: "Die Antragstellerin und ihr Ehemann haben weder mit den Autoren an dem Buch zusammengearbeitet, noch wurden sie dafür interviewt, noch haben sie den Autoren Fotos für das Buch zur Verfügung gestellt." 

Der Vorwurf um ein Mitwirken an "Finding Freedom" ist nicht der einzige. ANL argumentiert, Herzogin Meghan habe den Brief an Thomas Markle als Teil einer Medien-Strategie geschrieben in der Annahme, dass er an die Öffentlichkeit gelangen würde. Sie habe das Schreiben zuvor mit dem Kommunikationsteam des Kensington Palace besprochen. Ob dieses sein Einverständnis gegeben oder Meghan den Brief ohne ein Go verschickt hat, ist nicht bekannt. ANL-Anwältin Alexandra Marzec beschuldigt Meghan des Weiteren, in den Monaten vor dem Brief "ihre Freunde effektiv als PR-Agenten eingesetzt" zu haben, um "die Medien zu beeinflussen“.

So geht es weiter

Die Klage soll am 11. Januar 2021 weiterverhandelt werden. Britische Medien schätzen, dass der Prozess sieben bis zehn Tage dauern wird. Die Anwälte Meghans haben vier Zeugen aufgerufen, ANL drei. Zum jetzigen Zeitpunkt wird erwartet, dass Meghan persönlich vor Gericht erscheinen wird.

Verwendete Quelle: thetelegraph.co.uk, itv.com, mailonline.co.uk, 

jre

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