Royal-News über Queen Elizabeth: Coronavirus: Königin verlässt den Buckingham Palast

Queen Elizabeth wird London wegen der Coronavirus-Krise bald verlassen. Das gibt der Palast am heutigen Dienstagnachmittag in einem Statement bekannt.

Queen Elizabeth

Der Buckingham Palast zieht seine Konsequenzen aus der Coronavirus-Krise: Queen Elizabeth, 93, wird ins 35 Kilometer von London entfernte Windsor abreisen.

Queen Elizabeth reist aus London ab

In der Mitteilung auf royal.uk, der offiziellen Website der britischen Royals, heißt es: "Ihre Majestät wird am Donnerstag, den 19. März, eine Woche früher als geplant, zu Ostern nach Windsor Castle reisen. Es ist wahrscheinlich, dass die Königin über die Osterzeit hinaus dort bleiben wird."

In Absprache mit dem Medizinischen Haushalt sage man außerdem eine Reihe von Veranstaltungen ab, die die Royals in Anwesenheit eines größeren Publikums besucht hätten, heißt es weiter.

Davon betroffen sind bisher fünf der berühmten Gartenpartys der Queen im Buckingham Palast, die für Mai geplant waren. Auch der traditionelle Maundy Service am 9. April entfällt. Ob auch die jährliche Geburtstagsparade der Queen ("Trooping the Colour") am 13. Juni gecancelt wird, ist ungewiss. Dazu will sich der Palast zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

Flucht aus dem Buckingham Palast

Schloss Windsor ist die Wochenendresidenz der Queen. Schon am vergangenen Samstag war darüber spekuliert worden, ob die Königin von dort noch einmal nach London zurückkehren würde. Die Queen sei aufs Land geflogen, urteilte "The Sun". Doch diese Schlagzeile war voreilig: Am Montag (16. März) wehte die "Royal Standard"-Flagge über dem Buckingham Palast - das ultimative Zeichen für die Anwesenheit der Queen in ihrem Amtssitz.

Jetzt scheint allerdings wahr zu werden, was ein Insider "The Sun" vor wenigen Tagen zum Thema Coronavirus sagte: "Die Queen ist bei guter Gesundheit, aber es wurde für das Beste gehalten, sie weg zu bringen. Viele ihrer Mitarbeiter sind etwas in Panik wegen des Coronavirus'." 

Der Palast beherberge einen ständigen Besucherstrom, darunter Politiker und Würdenträger aus der ganzen Welt, fuhr der Insider fort. "Die Königin hat dort bis vor kurzem viele Menschen getroffen. Aber sie steht wenige Wochen vor ihrem 94. Geburtstag und Berater glauben, dass es am besten ist, sie aus der Gefahrenzone zu bringen. Der Buckingham Palast befindet sich mitten in London, hat mehr Personal als andere Anwesen und ist deshalb ein gefährlicherer Ort. Es gab dort noch keine spezifischen Ängste oder positiven Tests, aber niemand möchte ein Risiko eingehen."

Queen Elizabeth gehört zur Coronavirus-Risikogruppe

Queen Elizabeth feiert am 21. April ihren 94. Geburtstag. Damit gehört sie laut Robert-Koch-Institut zu den Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für eine Coronavirus-Infektion besteht. Auf der Website des Institutes heißt es wörtlich: "Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können, bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem, nach einer Infektion schwerer erkranken (Immunoseneszenz)."

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Britische Medien schauten deshalb in den letzten Tagen genau hin, welche Termine die Queen absolvierte und ob sie dabei Hände schüttelte oder nicht. Nachdem die schwedischen, norwegischen, luxemburgischen, niederländischen und dänischen Royals bereits allerhand Termine wegen des Coronavirus abgesagt hatten, blieb es in London bis zum Freitag (13. März) ruhig.

Dann wurde bekannt, dass Prinz Charles, 71, und Herzogin Camilla, 72,  auf Bitten der Regierung eine Royal-Tour nach Bosnien und Herzegowina, Zypern und Jordanien abgesagt hatten. Ebenso wurde darauf hingewiesen, dass sich Planänderungen bei Auftritten der Queen ergeben könnten. 

Prinz Philip

Der Mann von Königin Elizabeth wird im Juni 99 Jahre alt

Prinz Philip und Queen
Prinz Philip und Queen Elizabeth sind seit über 70 Jahren verheiratet.
©Gala

Sorge um Prinz Philip, aber ... 

Sorgen macht man sich unterdessen auch um den Ehemann der Queen, den 98-jährigen Prinz Philip. Er war zuletzt im Dezember 2019 wegen diverser Check-ups in einem Krankenhaus in London gewesen und gilt als gesundheitlich angeschlagen. Allerdings: Seit Sommer 2017 befindet sich Philip im Ruhestand und lebt, mehr oder weniger abgeschieden, auf dem Sandringham-Anwesen der Queen im Westen Englands. Öffentlich sieht man ihn seitdem fast gar nicht mehr. 

Verwendete Quellen: Daily Mail, The Sun, Twitter

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